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Die Stadt – Habitat für Flora und Fauna

Die Stadt – Immer mehr Vögel und andere Tiere zieht es in den urbanen Bereich. Vögel, die früher nur in Waldgebieten lebten, sind heute mehrheitlich in der Stadt zu finden.

Amsel – vom Wald in die Stadt

Die Amsel ist eigentlich ein Vogel des Waldes. Erst im 19. Jahrhundert begann sie ihr Verhalten zu verändern. Seit dem 2. Weltkrieg wird sie immer mehr ein Bewohner der Stadt. Waren es zunächst die Bereiche am Stadtrand, mit Gärten und großen Gartenanlagen, zieht es sie immer weiter hinein zu den den Parks und Grünanlagen. Das Futterangebot in Gärten und den städtischen Grünflächen ist deutlich größer als im ursprünglichen Habitat – dem Wald. Abgase und Stäube der Stadt beinhalten Nährstoffe und der Beton und der Asphalt speichern Wärme, wodurch die Winter milder sind als im ländlichen Bereich.

Die Stadt

Tiere fliehen aus der Agrarlandschaft, die mit Pestiziden , Insektiziden, besprüht werden, die die Insekten sterben lassen. Die Nahrungskette wird zerstört. Die Stadt hat dagegen noch genügend Vorkommen an Insekten. Auch die Jagd hat einen großen Anteil an der Landflucht der Tiere. Im urbanen Raum dürfen sie nicht gejagt werden. Das Nahrungsangebot in der Stadt zieht selbst den Falken und den Bussard an. Auch der Eisvogel ist an städtischen Gewässern zu finden.

Die Amsel des Waldes ist deutlich scheuer als die Stadt-Amsel. Auch andere Vogelarten haben einen großen Teil ihrer Scheu vor dem Menschen verloren.

Je größer die Stadt um so größer die Biodiversität

Berlin glänzt durch eine außerordentliche Biodiversität von 20.000 Tier und Pflanzenarten Darunter sind 180 Brutvogelarten und 17.000 Insektenarten. Es sieht so aus, als wenn mit der Größe einer Stadt auch die Biodiversität wächst.

Städte setzen immer mehr auf Umwelt – und Naturschutz. Zur Verbesserung werden Grünflächen angelegt und Staubfilter eingesetzt. Die Lärmemission wird gesenkt. Diese ökologischen Maßnahmen mit dem Ausbau von Sport- Freizeit- und Parkanlagen für die Erholung der Stadtbewohner kommt auch den Tieren zu Gute.

Die neue Artenvielfalt wird von den Bewohnern gerne angenommen und immer mehr Menschen setzen sich für den Schutz der Arten ein.

Immer mehr Gartenbesitzer legen ihre Gärten Tier- und Insektenfreundlich an. Da darf dann auch das Laub vom Herbst einmal liegen bleiben um dem Igel etwas für den Winterschlaf zu bieten. Hoffen wir das die Zahl derer immer größer wird, die sich mit der Natur und ihren Bewohnern verbunden fühlen und die unschönen Steingärten nicht weiter auf dem Vormarsch sind.

Waldwirtschaft – Geld vom Staat für Misswirtschaft?

Waldwirtschaft – wieder fordern die Betriebe der Waldwirtschaft Geld vom Staat, vom Steuerzahler für die Folgen des Klimawandels. Dabei ist es nicht der Klimawandel der ihre Verluste erbracht hat, sondern eine über mehrere Generationen falsche Bewirtschaftung.

Nur weil das schnelle Geld mit schnell wachsendem Holz erbracht werden muß, werden Bäume gepflanzt die für die Landschaftsform völlig ungeeignet sind. Das ist seit Jahren bekannt und wird immer weiter fortgesetzt. Wenn das dann “in die Hose geht”, kommt sofort der Ruf nach dem Staat. Andere Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen wären längst in Konkurs, wenn sie ihre Betriebe so führen.

Waldwirtschaft

Waldwirtschaft fordert Geld für Leistungen im Artenschutz und Klimawandel

Viele Hausbesitzer oder Mieter legen hinter oder vor dem Haus kleine oder größere Gärten an, um damit auch den Vögeln und den Insekten zu helfen. Da bleibt dann auch im Herbst schon einmal Laub liegen um bei der Überwinterung Hilfen zu stellen. Man lässt Altholz liegen und pflanzt Insektenfreundlich. Man fördert die Biodiversität, ohne dafür vom Staat etwas zu fordern, sondern aus Liebe zur Natur.

Bei der Waldwirtschaft stellt man Forderungen, weil durch den Wald ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität erbracht wird. Man tut eigentlich nichts und will noch Geld dafür.

Das was hier als Wald bezeichnet wird, sind Plantagen die zusätzlich per Hubschrauber mit Insektiziden bestäubt werden und somit die Nahrung der Waldvögel vernichtet. Von Erhalt der Biodiversität kann da wohl keine Rede sein. Durch die schweren Geräte mit denen die gefällten Bäume geräumt werden, wird der Boden verdichtet und die kahlen Nadelgehölze lassen die Sonne den Boden ungehindert austrocknen. Da den Klimaschutz ins Spiel zu bringen ist schon ein Unding.

Waldwirtschaft

In einem Fernsehbeitrag werden zwei Herren der Forstwirtschaft begleitet, die “edles Holz” – Premiumholz für die Verarbeitung zu Furnierholz suchen. Sie werden natürlich fündig. Eine herrliche alte Buche, schön gerade gewachsen, mit einem dicken Stamm, also auch schon ziemlich alt, bringt ihre Augen zum Leuchten. “Man könnte weinen, wenn man einen so schönen Baum sieht.” So äußert sich einer von ihnen und ich denke schon der Baum täte ihm leid. Die Erklärung folgt aber sofort. “Der bringt sicher über 1000 Euro auf dem Festmeter”. Ja, nun kommen allerdings mir die Tränen in die Augen.

Fütterung – gut für die Wasservögel?

Fütterung – der Frühling naht mit großen Schritten und Corona bedingt verbringen wir viel mehr Zeit an der frischen Luft. Man besucht die Parks und die Gewässer mit den vielen Wasservögeln. Damit die Kinder ihre Freude haben, wird Brot und anderes Futter mitgenommen.

Aber tun wir den Tieren damit einen gefallen?

Zweifellos ist die Fütterung der Vögel gut gemeint. Höckerschwäne, Kandagans, Nilgans, Blässhuhn und Stockente sind allerdings im Bestand keineswegs gefährdet, sondern nehmen in der Population stetig zu. Das ist ein Zeichen dafür, dass genügend Nahrung vorhanden ist. Deshalb wird teilweise das Füttern von Schwänen bereits verboten, weil ihre Zahl zu groß wird.

Fütterung

Fütterung – ungeahnte Folgen

Wo gefüttert wird, sammeln sich die Wasservögel in großer Zahl. Alle wollen etwas mitbekommen und sicher kommt auch keines der Tiere zu kurz. Zentriert wird so auch entsprechend viel Kot der Tiere erzeugt. Im Kot enthalten ist Phosphor, der im Wasser für vermehrten Algenwuchs sorgt. Dieses wiederum senkt den Sauerstoffgehalt im Wasser und Fische und andere Wassertiere sterben.

Kleinere Gewässer werden so schnell “faul”. Die Basis für die Aufzucht von jungen Wasservögeln ist verschwunden. Das Ökosystem nimmt in Folge der Fütterung Schaden.

Entrophierung ist der Begriff für die Sauerstoffreduzierung durch Algenwuchs. Daran hat auch die Landwirtschaft mit den Düngemitteln einen großen Anteil und die Abwässer aus den Städten und der Industrie. Eine größere Verschmutzung durch die Singvögel ist bisher nicht festgestellt worden.

Fütterung

Einzelne Teiche und Wasserflächen kippen häufig durch das Füttern der dort lebenden Enten, Gänse und Tauben. Algenbildung, Wassertrübung und schließlich Faulschlamm zerstören das Biotop.

Überfütterung und die Wanderratte

Eine weiterer Effekt durch Überfütterung ist die Ankunft der Wanderratte. Das geworfenen Futter bleibt liegen und zieht die Ratte an. Hier findet sie ideale Lebensvoraussetzungen. Die Wanderratte frisst Enten- und Blässhuhn- Küken. Ein einziges Wanderrattenpaar tötet in einer einzigen Nacht 20 Entenküken. Die so gut gemeinte Fütterung verkehrt sich auf diese Weise in das Gegenteil. So wird die Fütterung zum Bestandsrisiko der vorhandenen Population der Wasservögel.

Höckerschwäne und Gänse gewöhnen sich daran, stets an den gleichen Stellen gefüttert zu werden. Sie warten einfach ab und verbringen keine Zeit mehr mit der natürlichen Futtersuche. Sie erleiden Bewegungsmangel.

Bleibt aus irgendeinem Grund die Fütterung längere Zeit aus, quittieren sie das mit aggressiverem Betteln und Attacken auf die Jungschwäne. Außerdem verlieren sie ihre natürliche Scheu und kommen den Menschen sehr nahe.

Nilgänse laufen bettelnd zwischen den Beinen hin- und her und geraten so in Gefahr von Hunden angegriffen zu werden. Weil sie ihrem Nachwuchs zeigen, wie man gut an Futter kommt, nehmen sie diesen mit “an Land” und Rabenkrähen haben ein leichtes Spiel.

Fütterung – erzeugt Krankheiten

Wo viele Wasservögel zusammenkommen, weil dort gefüttert wird, wächst auch die Gefahr von Infektionskrankheiten und Vergiftungen durch Bakterien. Der Mangel an Bewegung hat auch für weniger Widerstandskraft gesorgt. Die Vergiftung durch Toxine eines Bakteriums mit Namen Clostridium wird Botulismus genannt.

Im Kadaver der verstorbenen Vögel bilden sich Maden, die gegen das Gift resistent sind. Sie werden von Vögeln gefressen. Bereits eine dieser Maden die gefressen wurde, kann zum Tod einer ausgewachsenen Ente führen.

Um derartige Schäden zu verhindern, wurde die Fütterung im Kurpark von Bad Nauheim, nach einem Botulismus Ausbruch, verboten. Stattdessen wurde abseits vom Teich ein “Erna-Ente-Treff” installiert. Hier wird Hausgeflügel gehalten, das artgerecht gefüttert werden darf. So kann der Mensch hautnah bei den Gänsen sein und im nahe gelegenen Teich kommen nun neben den Wasservögeln auch der Eisvogel und der Biber vor.

Quellen: erna-ente-treff.de, Oliver Weirich 2020, effect of feeding waterbirds

Meisenknödel und Buntspecht

Meisenknödel und Buntspecht – wie passt das zusammen? Seit drei Tagen beobachte ich am Morgen, stets um die gleiche Zeit, einen schönen großen Buntspecht an meiner Futterstelle. Ich bin natürlich begeistert, so einen schönen Vogel inmitten eines Essener Vorortes in meinem Garten sehen zu können. Es erstaunt mich allerdings, dass er mit dem Rücken nach unten an einem Meisenknödel hängt.

Meisenknödel – Fettfutter für den Frühling

Ist es normal das ein Specht sich über einen Meisenknödel hermacht? Meine Nachforschungen ergeben, dass es gar nicht so selten ist das ein Buntspecht zur Futterstelle in die Gärten kommt und dann besonders gerne den Meisenknödel annimmt. Der große Fettgehalt des Knödels zieht ihn an. Alle anderen Vögel bevorzugen ja jetzt, am Beginn des Frühlings, ebenfalls Fettfutter. Sie stärken sich für die bevorstehende, anstrengende Zeit der Nachwuchsfürsorge.

Meisenknödel

Unser Buntspecht, übrigens ein Männchen, sitzt zunächst auf den Ästen eines noch verhältnismäßig kleinen Ginkobaumes und erkundet die Umgebung. Das Männchen hat den, für den männlichen Buntspecht üblichen, roten Nackenfleck, der bei den Weibchen schwarz ist.

Amsel

So lange die Amsel noch an der Futterstelle ist, hält der Specht sich zurück. Gerade will er sich auf den Anflug machen, da erscheint das Rotkehlchen und so wartet er lieber noch ab. Das kleine Rotkehlchen, der Vogel des Jahres, meint eh das Hausrecht zu haben. Es verscheucht alle anderen Vögel, die sich der Futterstelle nähern wollen, egal welche Größe. Nur die Kohlmeise lässt sich nicht so leicht verdrängen und vor ihr hat auch das Rotkehlchen Respekt.

Rotkehlchen

Schließlich ist die Luft rein und der Buntspecht fliegt heran. Wie schon erwähnt hängt er rücklings unter dem Meisenknödel und es schmeckt ihm offenbar sehr gut. Ich muß sehr vorsichtig sein um ihn fotografieren zu können, deshalb knipse ich durch die Fensterscheibe. Das ist natürlich der Fotoqualität abträglich, aber für diesen besonderen Moment hinnehmbar. Bei der geringsten Störung fliegt der Specht sofort davon.

Buntspecht

Auch wenn die Besuche nur von kurzer Dauer sind, sind sie doch etwas Besonderes und Morgen werde ich sicher wieder gespannt warten, ob der Buntspecht wiederkommt.

Ostern 2021 – wieder ein besonderes Fest

Ostern 2021 ist wie auch im Jahr 2020 anders. Wieder bestimmt das Virus die Gestaltung der Ostertage. Eigentlich ist sogar noch mehr notwendig als vor einem Jahr. Das Virus hat seine Angriffe durch Mutationen noch einmal erhöht. Das britische Virus hat mit 90 Prozent Anteil Deutschland und Europa im Griff. Es ist bedeutend aggressiver und gefährlicher als noch vor einem Jahr.

Ostern 2020 rühmte sich die deutsche Politik noch damit wie toll sie alles im Griff hat. Man fühlte sich schon fast wie ein Weltmeister im Umgang mit der Pandemie. Aus Deutschland wird der erste Hersteller gemeldet, der einen Impfstoff entwickelt hat und man glaubt schon die Pandemie besiegt zu haben, bevor überhaupt eine einzige Impfung erfolgt ist.

Dann kommt Europa ins Spiel. Um allen Mitgliedsstaaten die gleichen Chancen beim Impfen zu garantieren soll die Bestellung der Dosen von der EU geregelt werden. Zu dieser Zeit hat Deutschland den Vorsitz in der EU. Schon beginnt der Streit über den Preis für den Impfstoff. Kommt da bald noch ein günstigerer Impfstoff? Andere wollen eigenen Impfstoff nutzen, der eventuell irgendwann im eigenen Land produziert wird.

Die östlichen Mitgliedsstaaten wollen weniger zahlen und so geht es lustig weiter. Später werden sich Länder wie Ungarn nicht an die Abmachungen handeln und Impfstoff aus Rußland und China bestellen der in Europa noch nicht zugelassen ist.

Außerhalb Europas werden indessen bereits feste Verträge ausgehandelt und Liefermengen bestellt und höher bezahlt. Als Europa soweit ist, so etwas wie eine Einigkeit herzustellen, ist längst nicht mehr genug Impfstoff verfügbar und man schaut betrübt in die Röhre. Als in Amerika, Großbritannien und Israel längst schon geimpft wird, wartet Europa noch immer auf die Zulassung der Impfstoffe, mit denen woanders schon Tausende geimpft werden. Als Israel bereits fast die Bevölkerung durch geimpft hat, liegt die Impfquote in Deutschland noch bei 10 Prozent und dennoch betont man hier wie erfolgreich man beim Impfen ist.

In Deutschland gibt es mittlerweile ein Geschachere zwischen Bund und Ländern um die vernünftigsten Maßnahmen bei der Bekämpfung der Pandemie.

Einen richtigen, Erfolg bringenden bundesweiten Lockdown bekommt man einfach nicht auf die Reihe. Dabei bräuchte man nur auf Portugal zu sehen, um zu erkennen wie man erfolgreich sein kann.

Portugal galt als das am schlimmsten betroffene Land. Die Bundeswehr wurde zur Hilfe gerufen, weil die Situation in den Krankenstation unmenschlich wurde. Acht Wochen wurde alles heruntergefahren. Ausgangssperren verhängt. Sehr schnell gingen die Inzidenzen herunter. Die Inzidenzzahl lag bei 878. Nach den acht Wochen liegt die Zahl unter 30. Portugal gilt Ostern 2021 als quasi Corona frei, obwohl auch dort erst etwa 10 Prozent der Bevölkerung geimpft ist.

Der Gesundheitsminister verhaspelt sich in großen Ankündigungen was alles demnächst wunderbar läuft und gibt bereits Termine an, die allesamt nicht eingehalten werden können. Die Ministerpräsidenten fühlen sich offenbar in ihrer Macht begrenzt, wenn die Kanzlerin sagt was geschehen muß. Stimmen ihr voll zu und handeln danach völlig eigensinnig und entgegen der gemachten Vereinbarungen.

Das Virus hat seine große Freude über die Uneinigkeit der Bundesländer. Die Bevölkerung fragt sich was eigentlich nun richtig ist. Die einst so hoch gelobte “Deutsche Gründlichkeit” versagt auf allen Ebenen, von denen es eh schon viel zu viele gibt. Alle wollen irgendwo und irgendwie etwas zu sagen haben und so läuft nichts richtig. Der Bund legt fest, dass überall getestet und geimpft werden soll und gibt Termine vor. Als es dann darum geht, wer denn eigentlich die Tests bestellt und verteilt sagt der Bund es sind die Länder, diese schieben es auf die Kommunen und wieder klappt nichts richtig.

Kinder in den Schulen, die ja unbedingt geöffnet sein müssen, sollen regelmäßig getestet werden. Das Problem ist aber, dass die Schulen gar keine Tests bekommen haben. Ohne das Engagement der Schulleitungen und Lehrer wäre ein Schulbetrieb überhaupt nicht möglich. Kultusminister haben monatelang nichts getan um digitalen Unterricht zu ermöglichen. Von Lüftungssystemen ganz zu schweigen.

Was ist das für ein Trauerspiel, wenn mitten im Winter die Schüler mit Jacken, Schal und Mütze im Unterricht sitzen müssen, weil alle paar Minuten die Fenster, wegen fehlender Belüftungsanlagen, geöffnet werden müssen?

Bereits an den Weihnachtstagen 2020 sind Impfzentren aus dem Boden gestampft worden, Personal steht bereit und es kann sofort nach den Feiertagen los gehen. Los gehen ja – aber womit? Es gibt gar keinen Impfstoff und so stehen die Hallen und Zentren noch wochen- monatelang leer.

Beschlüsse, Ostern 2021 alles noch ein letztes Mal herunterzufahren um die Inzidenzzahlen zu senken, werden durch neue “Ideen” der Ministerpräsidenten einzelner Bundesländer umgangen. Man kann weiter schoppen wenn man vorher negativ getestet wurde. Plötzlich ist der so verschmähte Grünen- Politiker Palmer ein Vorbild. In Tübingen hat er ein Modell geschaffen bei dem durch Testungen Geschäfte und Außengastronomie wieder öffnen dürfen.

Die Inzidenzzahlen waren um 30 und so fühlte man sich in der Lage so ein Experiment durchzuführen. Nur 6 Wochen später schießen aber auch dort die Zahlen wieder in die Höhe und man ist bereits wieder über 100. Das Experiment wird beendet, mit der Begründung es kämen zu viele von auswärts nach Tübingen um zu schoppen. Dabei werden ja auch diese Kunden vorher in Testzentren auf Corona getestet.

Durch Probleme mit einem bestimmten Impfstoff gerät wieder alles aus den Fugen. Die vorher festgelegte Impfpriorität gerät durcheinander. Hieß es zunächst das nun die 78 und 79 jährigen geimpft werden, sollen jetzt plötzlich alle ab 60 Termine machen können und die Hausärzte sollen kompakt in die Impfungen integriert werden. Durch das Impfen in den Praxen soll die Durchimpfung an Tempo aufnehmen. Dann liest man das jede Praxis für eine Woche 20 Dosen Impfstoff bekommt. Ja , so kann wahrlich “Tempo aufgenommen werden”.

Ostern 2021

Ostern 2021 soll eigentlich an den Leidensweg Christi erinnern. Es ist aber mehr ein Fest an das man sich später an das große Versagen der Politiker erinnern wird. Ostern 2021 ist eben ein besonderes Osterfest.

Dennoch wünsche ich allen meinen Lesern ein schönes Fest. Hoffentlich können wir unsere Erregung und die Ängste im Bezug auf Corona etwas herunter fahren. Versuchen wir einfach ein paar Stunden an das eigentliche Osterfest zu denken, in der Hoffnung auf besserer Zeiten.

Huhn – ein Vogel aus der Familie der Fasanenartigen

Huhn – die Menschen zeigen viel Einsatz zum Schutz der Vögel vor der Bejagung. Selbst im Ausland, in Südeuropa werden Tierschützer aktiv im Bestreben Vögel zu schützen. Nur ein Vogel wird seit Ewigkeiten millionenfach getötet und nur sehr wenige nehmen sich Seiner an. Das Huhn – die Lebenszeit beträgt im Freien etwa zehn Jahre. Die Lebenszeit des Masthahns beträgt sechs Wochen und selbst eine Legehenne hat lediglich sechs Monate.

Der frühe Tod ist auf Züchtung zurück zu führen. Bei einer längeren Lebensdauer würde das Herz versagen oder die Knochen brechen. Im Freien leben die Tiere in kleinen Gruppen. Wir sperren sie in der Massentierhaltung mit bis zu 50.000 Tieren zusammen.

Das Haushuhn gehört zu den Vögeln und zur Familie der Fasanenartigen. Es ging aus dem wilden “Bankivahuhn” hervor. Der Hahn dieser Art ist wunderbar farbenprächtig und sticht aus dem schlichten Braun der Hennen heraus.

Von wegen “dummes Huhn”….

Wie oft hat man schon den Satz “du dummes Huhn” gehört und ahnt dabei nicht wie falsch man damit liegt. Hühner sind wesentlich intelligenter als man annimmt.

Überhaupt war es lange die allgemeine Meinung das Tiere keine Intelligenz besitzen, Gefühle haben oder Kommunizieren können. Überlegtes Handeln wurde Tieren völlig abgesprochen.

Erst die heutige Wissenschaft hat da deutlich neue Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht. Die Studien und Untersuchungen bringen immer wieder Erstaunliches ans Tageslicht.

Der norwegische Biologe Thorleif Schjederus-Ebbe belegte 1920 die Hackordnung bei Hühnern. Das dominante Huhn stutzt den rebellischen Artgenossen mit Schnabelhieben zurecht.

Um 1950 wurden 24 unterschiedliche Rufe der Hühner durch Mitarbeiter der University of California definiert. Es gab besondere Warnrufe bei Gefahr aus der Luft oder am Boden und bei der Auffindung von Futter. Natürlich auch bei der Werbung um Hennen. Hühner reagieren auf den Warnruf eines anderen Huhnes auch dann, wenn sie selbst den Feind nicht sehen. Sie verstehen also den Ruf.

Huhn

Das Huhn kommuniziert und ist Intelligent

Die Intelligenz der Hühner zeigt sich auch beim Warnen vor Gefahr. Sind Hennen oder die Küken einer Gefahr ausgesetzt werden sie vom Hahn gewarnt. Ist aber ein Rivale der Gefahr ausgesetzt, bringt sich der Hahn der den Feind erspäht hat lediglich in Sicherheit. Auf diese Weise kann es ihm gelingen sich eines unliebsamen Rivalen zu entledigen und die Hennen für sich alleine zu haben.

Der dominante Hahn wedelt kräftig mit den Kehllappen hin und her und gibt gackernde Rufe von sich um den Hennen zu imponieren. Die untergebenen Hähne halten sich zwischen den Hennen auf und wedeln ebenfalls mit den Kehllappren, verzichten aber auf das Gackern um nicht die Aufmerksamkeit des dominanten Hahns zu erregen. So erreichen sie viel schneller ihren Willen bei einer bereiten Henne , als der Chef.

Ein Experiment mit einem virtuellen Hahn auf einer Leinwand, der das Imponiergehabe eines Hahnes zeigt , wurde einer Henne vorgespielt. Diese war aber durch eine Glastür mit verschiedenen Schließvorrichtungen vom Hahn getrennt . Natürlich wollte sie schnell zum lockenden Hahn und war über die versperrte Tür verärgert. Es gelang ihr immer wieder die Verschlüsse der Tür zu öffnen, egal welcher Schließmechanismus eingesetzt wurde, um ihr Ziel zu erreichen.

Das waren nur zwei Beispiele für die Intelligenz und Klugheit vom Huhn. Mitgefühl bewiesen sie bei ihren Küken. Bei einer Beobachtung zerzauste der Wind den Flaum der Küken, was diese sehr aufregte und Ängste bei den Küken erzeugte. Sie zeigten deutliche Streßsymptome, die sich sofort auf die Hennen übertrugen, obwohl die Hennen keinen Wind verspürten. Sofort begannen die Hennen mit beruhigendem Gackern und umsorgten die Küken um sie zu beruhigen.

Das Huhn hat also deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient . Der intensiven Massentierhaltung müssen Grenzen gesetzt werden. Erfreulich ist, dass bereits ein Umdenken bei einigen stattfindet. Hier ist auch die Politik und der Verbraucher gefordert.

Quellen: Spektrum der Wissenschaft, NABU, Google

Riesenvogel – auf der Süd- und Nordhalbkugel

Riesenvogel – 450 bis 600 Kilogramm Gewicht und ein Kopf mit einem riesigen Schnabel. Die Rede ist vom “Donnervogel” oder auch Riesenemu. In seiner ehemaligen Heimat, Australien und Tasmanien, hieß er “Mihirungs”. Sein lateinischer Name ist “Dromornis stirtoni.

Kopf des “Donnervogels”

Um den Kopf des Riesenvogel zu halten und den riesigen Schnabel nutzen zu können, waren starke Muskelstränge erforderlich, wodurch das Gehirn gestreckt und gedrückt wurde. Der Riesenkopf beherbergte also ein kleines Gehirn. Dennoch konnte der Pflanzenfresser sehr gut sehen und hatte eine gute Tiefensicht.

Der Riesenvogel lebte cor 24 Millionen Jahren und gilt seit 11.000 Jahren als ausgestorben. Er gehörte zu den Gänsevögeln und wurde die Beute der Menschen, die sein Fleisch und die Eier zur Nahrung nutzten.

Ähnlich ging es dem auf der Nordhalbkugel lebenden Riesenvogel, dem “Pachystruthio dmanisensis”. Dieser war ein Laufvogel und es ist noch nicht bekannt ob er mit dem auf der Südhalbkugel lebenden Elefantenvogel verwandt ist.

Gelebt hat er vor 1,5 bis 2 Millionen Jahren. Er wog stolze 450 Kilogramm und war 3,5 Meter hoch.

In der Taurida-Höhle, die bei Bauarbeiten für eine Fernstraße auf der Halbinsel Krim entdeckt wurde, fanden die Forscher viele paläontologische Funde. So Überreste einer großen Gepardenart, riesige Hyänen und Säbelzahnkatzen. Hier fanden sie auch den einen Oberschenkelknochen des Riesenvogel Pachystruthio dmanisensis. Er ist der erste Nachweis, dass es auch auf der Nordhalbkugel riesige Laufvögel gegeben hat.

Der größte bisher gefundene Vogel ist der Elefantenvogel, dessen Überreste auf der Insel Madagaskar. vor der Ostküste Afrikas, gefunden wurden.

Dieser Riesenvogel hatte ein Gewicht von 800 Kilogramm und die “Riesenmoa” hatte eine Scheitelhöhe von 3,60 Metern.

Elefantenvogel

Erdhummel – Zuckerwasser kann ein Volk retten

Erdhummel – es ist wieder kalt geworden. In der Nacht stellenweise sogar Frost und viel Nektar ist noch nicht zu holen für die geschwächte Erdhummel. Hummeln sind im jetzt nahenden Frühling die ersten Boten und manchmal auch zu früh wieder da. In einigen Fällen benötigen sie nun unsere Hilfe. Außer der befruchteten Jungkönigin sind alle anderen Hummeln gestorben. Nun muß die Königin schnell einen Nistplatz finden um ein neues Volk zu begründen.

Erdhummel
Erdhummel im Sommer

Die Nahrungsvorräte aus dem Winter sind aufgebraucht und sie muß sich dringend stärken. Da sind dann auch die Blumen auf dem Balkon gern gesehen und Plätze zum Nisten müssen erst gefunden werden.

Meine Erdhummel, die ich gerade auf dem Balkon sehe, ist schon sehr schwach. Sie benötigt dringend Hilfe. Ich mache etwas lauwarmes Wasser auf einen kleinen Löffel und gebe Zucker hinzu. Dieses Zuckerwasser halte ich ihr vorsichtig hin.

Zunächst sieht sie die Löffelspitze noch als ein Hindernis an. Nun hebe ich den Löffel hinten noch etwas an. Das Zuckerwasser befindet sich jetzt ganz am Rand des Löffels und sie beginnt zu saugen.

Wenn ein Löffel ein zu großes Hindenis darstellt, kann man auch mit einer Pipette oder einer Spritze etwas Zuckerwasser neben sie träufeln, so das sie mit dem Saugrüssel dran kommt.

Erdhummel
Nach dem Zuckerwasser kommt langsam wieder Leben auf

Erstaunlich wie schnell es weniger wird auf dem Löffel. Ruth faltet eine Lage von der Küchenrolle und tränkt diese in Zuckerwasser. Die Hummel geht bis zur Mitte und genießt den süßen Stoff. Schließlich macht sie eine Pause. Ihr weißes Hinterteil hebt und senkt sich bei jedem Atemzug und sie wird immer ruhiger. Vorsichtig setze ich das Tuch auf die Blumen.

Kurze Zeit später, die ganze Zeit höre ich sie schon wieder brummen, spreizt sie die Flügelchen und fliegt davon.

Ich hoffe du findest schnell den richtigen Platz zum nisten, damit wir uns schon bald an den schönen bunten Hummeln deiner Nachfahren erfreuen können.

diebische Elster – verdient sie diese Bezeichnung?

diebische Elster – spricht von dem schwarz weißen Rabenvogel ist das die erste Beschreibung für die Elster. Ist die Elster denn wirklich der Dieb unter den Vögeln? Stimmen die Berichte über den Diebstahl von Schmuckstücken, oder gehört das in den Bereich der Fabeln?

Britische Forscher widersprechen und belegen das die Elster sehr klug und umsichtig ist. Bei fremden Gegenständen verhält sie sich genau so wie andere Tiere auch. Alles Fremde und Neue wird zunächst vorsichtig beobachtet.

Neophobie gilt auch für die intelligente Elster. Unter Neophobie versteht man die Angst vor dem Neuen. Auch das ein Zeichen für die Intelligenz der Vögel. Anstatt sich auf die silbern glänzenden Gegenstände zu stürzen, halten sie sich in sicherer Entfernung und entscheiden sich lieber für das Futter. Bei einem Versuch von Wissenschaftlern wurden neben ausgelegtem Fressen in gewissem Abstand silbrig, metallen glänzende Gegenstände ausgelegt, mit dem obnen genannten Ergebnis.

diebische Elster – der Vogel ist besser als sein Ruf

Elstern sind aber wie alle Krähenvögel nicht nur sehr schlau, sondern auch sehr neugierig und deshalb wurde es wohl dann und wann beobachtet, dass sich eine Elster mit einem glänzenden Gegenstand befasst hat, was dem Vogel den Ruf des Diebes eingebracht hat. Ebenso ist sein Image beschädigt weil er als Nesträuber gilt. Obwohl die Elster durchaus auch Eier oder junge Singvögel erobert, besteht seine Hauptnahrung aus Insekten und Wirbellosen.

diebische Elster

Im Mittelalter galt die Elster als Hexen- oder Galgenvogel und die Germanen sahen in ihm den Begleitvogel der Todesgöttin “Hel“.

Im asiatischen Raum war die Elster als Glücksbote bekannt und in Nordamerika hatten die Ureinwohner mit der Hudsonelster ein freundschaftliches Verhältnis.

Wie klug der Vogel ist zeigt ein wissenschaftliches Experiment, bei dem der Elster ein farbiger Fleck auf das Vogelkleid getupft wurde, den der Vogel nur in einem Spiegel sehen konnte. Als sie den Fleck im Spiegel bemerkt, beginnt sie sogleich den Flecken an ihrem eigenen Federkleid zu bearbeiten. Sie konnte also erkennen das es sich bei dem Bild im Spiegel nur um ein Spiegelbild handelte.

In früheren Zeiten war die Elster mehr im ländlichen Bereich mit vielen Feldern zu finden. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit den chemischen Giften und gebeiztem Mais führten dazu, dass der Vogel sich immer mehr in den Städten aufhielt und heute zum Stadtbild gehört.

Diebische Elster , so sollten wir den schönen und klugen Vogel künftig nicht mehr bezeichnen, auch wenn sogar Rossini seine Oper mit dem Namen “diebische Elster” benannte.

Quellen: wissenschaft.de/NABU

Neuigkeiten – aus der Welt der Vögel

Neuigkeiten – die Wiederentdeckung des “Schwarzbrauen-Mausdrossling“(Malacocincla perspicillata).

Letzmals gesehen zu Zeiten von Charles Darwin wurde der Vogel jetzt von zwei indonesischen Dorfbewohnern wiederentdeckt und fotografiert.

Im indonesischen Archipel wurden 2020 mehrere neue Arten entdeckt. Das Gebiet gilt als noch wenig erforscht.

Neuigkeiten – durch den Klimawandel

Der Klimawandel treibt die Pflanzen und Tierwelt stetig weiter in nördliche Richtung. In den letzten 30 Jahren im Mittel um 28 Kilometer. Das ist das Ergebnis des neuen europäischen Brutvogelatlas.

Die Wachtel wurde erstmals in Schottland und Skandinavien entdeckt. Dafür ist sie in Teilen Griechenlands, Sizilien und Süd-Spanien nicht mehr zu finden. Rekordhalter ist der Rohrschwirl, der jährlich um mehr als 6 Kilometer gen Norden zieht.

In der arktischen Region gibt es 29 neue Vogelarten, die seit 1980 als Brutvögel registriert wurden

In Europa gibt es mittlerweile 57 Vogelarten, die ursprünglich hier nicht beheimatet waren. Einige davon sind aber auch Gefangenschafts-Flüchtlinge.

Viele Arten kommen aus Osteuropa, weil sich dort die Landwirtschaft der westlichen, intensiven Landwirtschaft angepasst hat. Sie suchen deshalb neue Lebensräume.

Vögel aus Skandinavien verlassen die Wälder, weil diese immer mehr zu Holzfabriken verkommen.

Neuigkeiten der Evolution

Im Himalaya Gebirge scheint es bei der “grünen Grasmücke” eine Spaltung der Art zu geben. Davon berichten Wissenschaftler der University of California und der Lund Univerity. Am äußeren Rand ihres Habitats singt die Grasmücke andere Lieder als im Inneren. Das verhindert die Paarung der beiden Formen, die der gleichen Art angehören. So scheint ein Prozess der Artenbildung seinen Anfang zu nehmen.

Neuigkeiten – der stinkende Kuckuck

Unser Kuckuck ist wegen seiner rüden Art das Gelege des Wirtes aus dem Nest zu werfen nicht sehr beliebt.

Der Häherkuckuck macht es anders. Dieser Kuckuck kommt im Süden Europas und in Afrika vor. Er verschont das Gelege, frißt aber so viel, dass meistens nicht das gesamte Gelege überlebt. Einige der Küken kommen aber so doch weiter. Außerdem macht der Häherkuckuck sich beliebt, weil er extrem stinkt. Der Gestank erzeugt er durch mehrere Säuren und dieser vergrault Freßfeinde wie Katzen und Marder. Dadurch überleben sogar im mit dem Häherkuckuck belegten Nest mehr Junge als in Nestern ohne den Kuckuck.

Neuigkeiten – drei verschiedene Männchen

Das Männchen der Kampfläufer ist im Prachtkleid besonders schön anzusehen. Sein Auftritt in der Balzarena imponiert durch einen fantastischen Federkragen. Auf den “Rängen werden sie dabei von anderen Männchen beobachtet, die einen schlichteren weißen Kragen haben, dem so genannten “Faeder”. Außerdem sitzt da noch ein Männchen das von den schlichten Weibchen kaum zu unterscheiden ist. Das “Satellitenmännchen”, dieses profitiert vom Balz-Gehabe des residenten Männchen in der Arena. Unbeobachtet macht er sich nämlich über die empfangsbereiten Weibchen her.

Das unterschiedliche Aussehen der Männchen ist Gen bedingt. Der residente Vogel hat ein “Supergen”. Dieses 125 Gene lange Supergen wird nur im Ganzen vererbt. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich kleinere Mutationen des Supergen entwickelt, die die “Faeder” innehaben. Tiere mit einem halben Supergen sind dann die schlichteren “Satellitenmännchen”.

Quellen: Spektrum der Wissenschaft, wissenschaft.de

Verwandter – seltsame Verwandtschaft der Vögel

Verwandter – das Krokodil ist ein naher Verwandter des Vogels. Als ich das las, konnte ich zunächst nur ungläubig mit dem Kopf schütteln.

Tatsächlich hatte aber der “frühe Vogel” vor 60 Millionen Jahren Zähne. Von den sogenannten Zahnvögeln wurden in der Antarktis versteinerte Kiefern gefunden. Die Pelagornithiden, Riesenvögel, hatten Pseudoteeth, die mit Kreatin überzogen waren.

Als Pseudoteeth werden knöcherne Vorsprünge an den Kiefern bezeichnet, die UÄhnlichkeit mit Zähnen haben. Keratin ähnelt unseren Fingernägeln.

Verwandter mit Zähnen

Die Pseudoteeth in den Kiefern bestanden aus einer Reihe langer hohler Spitzen. Vor und hinter jedem großen langen “Zahn” – Spitze, waren jeweils eine kurze und eine halblange “Spitze”. Diese Art Zähne ermöglichte es den Seevögeln, die man mit dem heutigen Albatros vergleichen könnte, Tintenfische und Fische aus dem Meer zu fangen.

Der Schädel des Vogels war etwa 60 cm groß und die Flügelspannweite betrug zwischen 6 und 8 Metern.

Verwandter
so könnte er ausgesehen haben

Es ist erstaunlich das so ein großer und schwerer Vogel überhaupt fliegen konnte, immerhin soll er etwa 40 Kilogramm gewogen haben. Die großen Flügel lassen darauf schließen, dass er in erster Linie gegleitet ist. Die Schwimmhäute an den Füßen deuten darauf das er zum Start über das Wasser gerannt ist, ähnlich dem heute lebenden Albatross.

Die Evolution der Vögel hatte ein rasantes Tempo. Es war und ist für die Forschung nicht leicht bei der schnellen Entwicklung der Arten Schritt zu halten. Riesige Datenmengen an DNA Bereichen und Sequenzen müssen untersucht werden. Pro Spezies beziehen die Forscher etwa 14.000 Gene in ihre Analyse ein.

Deshalb wurden die “modernen Vogel” – die Neovaes – in zwei Untergruppen eingeteilt. Die Columbea – Nichtsingvögel und die Passerea – echte Singvögel.

Dadurch bedingt zählt der Falke nicht zu den Greifvögeln, obwohl er seine Beute wie die Greifvögel in der Luft jagt, sondern steht den Singvögel und Papageien nah.

Zu den Neovaes zählen heute 95 Prozent der lebenden Vögel. Diese Gruppe besetzte nach dem Aussterben der Dinosaurier sehr schnell die ökologische Nische, die entstanden war.

Verwandter verschläft die Evolution

Während also die modernen Vögel eine rasante Evolution in riesigem Tempo abspulten, blieben die Krokodile in der Entwicklung fast auf dem Stand vor 60 Millionen Jahren und haben sich kaum verändert.

Die schnelle Mutationsrate der Vögel gibt Forschern die Hoffnung auf den Erhalt von Arten, die stark bedroht sind. Forscher der Xi` an Jiatong Universität haben analysiert, dass Gene künstliche Umweltgifte zerlegen können. Das führt dazu das sich Bestände erholen können. Zu sehen ist das momentan beim Weißkopfseeadler und bei dem ostasiatischen Schopfibis.

auch ein Urvogel – der Archaeopteryx

Quellen: Spektrum der Wissenschaft – Kompakt – Der Falke

Unschuldig – müsste ein Urteil für die Wölfin Gloria ausfallen

Unschuldig – nach einem Gutachten das die DBBW – Dokumentations – und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf, jetzt veröffentlichte, kann Gloria nur für Unschuldig erklärt werden.

Eigentlich sollte das Gutachten überhaupt nicht veröffentlicht werden. Offenbar war aber der Drück in der Bevölkerung groß und so beschloss das Ministerium / LANUV doch das Gutachten frei zu geben.

Unschuldig

Unschuldig – oder Schuldig ?

Gloria, auch als GW954f bezeichnet, ist seit 2018 im Raum Schermbeck beheimatet. 2020 ging sie eine Partnerschaft mit einem Rüden, GW1578m ein und offensichtlich haben die beiden in 2020 Nachwuchs bekommen. In einem Video konnte der Nachweis eines Welpen per Video erbracht werden.

Gloria werden diverse Nutztierrisse vorgeworfen, weshalb immer wieder ihr Abschuss gefordert wird.

Laut des DBBW Gutachten sind 47 bewertete Risse Gloria zuzuschreiben. Dem Rüden werden bisher keine Nutztierrisse zugewiesen. In 49 Fällen wurden Gloria Risse bewiesen. Darunter 4x Damwild und 1 Shetlandpony.

Auffallend ist aber laut DBBW, dass von 2018 bis 2020 der Anteil Übergriffe auf Nutz-Weidetiere die nicht dem Grundschutz entsprechen, sehr hoch war.

2018 schuldete man das noch dem neuen Zustand. Die Halter mussten sich ja erst einmal damit abfinden das es jetzt den Wolf in der Region gibt. Gesetzliche Hilfen mussten abgerufen und umgesetzt werden. Erstaunlich ist aber, dass sich die Schutzmaßnahmen für die Nutztiere in den folgenden Jahren nicht besserten, sondern schlechter wurden.

Im Jahr 2029 gab es nachweislich 13 Übergriffe auf nicht geschützte Weiden und lediglich 1 Fall bei einem Übergriff mit Grundschutz. 2019 und 2020 gab es lediglich je 2 Fälle bei denen Nutztiere hinter Zäunen gehalten wurden. Auch bei dem Shetland Pony gab es keinerlei Schutzmaßnahmen.

Durch den nicht vorhandenen oder unzureichenden Schutz konnte Gloria überhaupt Nutztiere reißen.

Erstaunlich auch, dass bei den registrierten Übergriffen immer wieder nicht elektrifizierte Schutzzäune verzeichnet wurden. Eine wunderbare Möglichkeit für einen Wolf das überwinden eines Zaunes durch diverse Techniken zu erproben, verspürt er ja den so furchtbaren Schmerzreiz nicht.

Das Urteil für Gloria kann demnach eigentlich nur – Unschuldig – lauten.

Insektenschutz – ist das neue Gesetz der große Wurf?

Insektenschutz – mit dem neuen Insektenschutzgesetzt der Bundesregierung ist es den ungleichen Ministerien, dem Umweltschutzministerium unter Svenja Schulze und dem Landwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner, erstmals gelungen einen gemeinsamen Beschluss zu fassen, der den richtigen Weg weist.

Das Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner konnte fast nicht mehr anders als sich auf einen Kompromiss einzulassen. Hatte sich doch die Ministerin in der Öffentlichkeit schon als Retterin der Bienen profiliert.

Aber auch Svenja Schulze, die Umweltministerin, hatte Schwierigkeiten mit Politikern aus den eigenen Reihen. So gingen ihre Pläne dem niedersächsischen Umweltminister Lies, nach seiner Ansicht zu weit. Wobei ja bekannt ist, dass dieser Umweltminister zuweilen skurrile Ansichten über seine Aufgaben hat. Obwohl der Wolf unter besonderem Schutz steht fordert er wiederholt und stetig den Abschuss der Tiere. Zuletzt feierte er den Abschuss einer Wölfin im Februar diesen Jahres und fordert weiter Entnahmen. Er begründet das mit den Rissen der Wölfe bei Nutztieren, ohne den notwendigen Herdenschutz zu hinterfragen, sondern bezieht sich auf “Ausnahmegenehmigungen vom strengen Schutz.”

Insektenschutz – was im neuen Gesetz geschrieben steht.

Die Liste geschützter Biotope wird um artenreiches Grünland, Streuobstwiesen, Steinriegel und Trockenmauern erweitert.

Bei den Streuobstwiesen mußte die Umweltministerin hinnehmen, dass das Gesetz erst ab Streuobstwiesen mit mindestens 25 Bäumen und einer Größe von 1500 Quadratmetern gilt.

Steinriegel sind die Aufschichtungen von Lesesteinen, wie man sie in den Weinbauregionen vorfindet. Trockenmauern dienen der Hangbefestigung.

Beim Umgang mit Glyphosat einigte man sich auf den Ausstieg Ende 2023. Dieser Termin fiel der Landwirtschaftsministerin Klöckner auch nicht schwer, weil die EU Zulassung für Glyphosat Ende 2023 ausläuft.

Der Einsatz von Herbiziden ist in Naturschutzgebieten und Nationalparken verboten. in Vogelschutzgebieten aber weiterhin erlaubt. Das wird die Vögel nicht sehr erfreuen und den Tierschützern ebenso wenig. Außerdem wurde es versäumt, die Gifte in einem gewissen Umkreis der Schutzgebiete und Naturparken ebenso zu verbieten. So hat der Wind leichtes Spiel, weiterhin die Gifte in die geschützten Gebiete zu treiben.

Betrachtet man nun noch die Klage der EU gegen die Bundesrepublik, weil die Umsetzung der Flora und Fauna – Habitat – Richtlinien zum Schutz der natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen nicht eingehalten wurden, kann man das Insektenschutzgesetz nur als ersten, begrüßenswerten Schritt einstufen.

Die EU Klage beruft sich darauf, dass in allen 4606 Gebieten nicht genügend Ziele für die Erhaltung und Umsetzung als Schutzgebiete festgelegt wurden.

Es wurden keine Gebiete geschaffen, die für den europäischen Naturschutz besonders wichtig sind. Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen wurden nicht so unterhalten, dass man sie als “in gutem ökologischen Zustand gehalten” – bezeichnen kann.

Vogelei – das kleine Wunder der Natur

Vogelei – vor uns liegt ein Ei und wir denken uns nichts Besonderes dabei. Ein ovales, rundes, weißes, kalkhaltiges Ding eben. Schauen wir uns einmal so ein Vogelei genauer an und wir erkennen das auch das Ei ein kleines Wunder der Natur ist.

Vogelei

Das Vogelei zählt zu den Eiern mit sehr viel Dotter. Der Dotter, oder auch als Eigelb bezeichnet ist an der Keimscheibe angelagert und von Eiklar umgeben. Die Keimscheibe enthält die genetischen Informationen, den Zellkern der weiblichen Eizelle. Die Keimscheibe ist so angeordnet, dass sie immer dem brütenden Vogel zugerichtet ist, damit die Körperwärme den Embryo entwickeln kann.

die Hagelschnüre zwischen den Membranen und der Dotter sorgen dafür, dass keine Schäden durch Bewegung oder Erschütterung, an der Dotter entstehen und halten den Dotter in der Mitte.

Wenn die Brutzeit beginnt, verliert der brütende Vogel einige Federn und dieser bloße Körperteil bedeckt die Eier. So kann mehr Körperwärme auf das Ei abgegeben werden. Benötigt wird eine ständige Temperatur von etwa 37 Grad, was etwa der Körperwärme des Vogels entspricht.

Die Schale des Ei ist porös. Hunderte hauchdünne Porenkanäle durchziehen die kalziumhaltige Schale. Auf diese Weise kann der Sauerstoff und Kohlendioxid – Austausch erfolgen. Auch ein, durch die Nahrungsaufnahme aus der Dotter entstehender, Wasserdampf kann so entweichen.

Das Ei wird umschlossen von der inneren und der äußeren Eimembran. Zwischen der äußeren und der inneren Membran befindet sich am runden Teil des Ei die Luftkammer.

In der Zeit vor Beginn der Brut, stellt der brütende Vogel seine Nahrung etwas um. Da kann man dann beobachten, dass die Blaumeise in den Abendstunden an der Schale von Schneckengehäusen knabbert. So nimmt der Vogel Kalzium auf, das beim nächtlichen Ei – Aufbau benötigt wird. Das Ei wird immer bei Anbruch des Tages gelegt, um es nicht noch den ganzen Tag tragen zu müssen.

Unmittelbar vor dem Ausbruch zieht das Küken aus der Luftkammer die ersten Lungenzüge und erhält so die Energie das Ei aufzubrechen.

Forscher haben festgestellt, dass der brütende Vogel mit dem Embryo kommuniziert. Sieben Tage vor dem Schlupf beginnt das Weibchen, oder ein brütendes Männchen, auf dem Gelege zu singen.

Es ist also nicht so das Vögel nur zum Schutz ihres Revieres und bei der Suche nach einem Partner singen. Der “Brutgesang” wird vom Embryo bereits wahrgenommen und wenn die geschlüpfte Brut nach Futter ruft, enthalten diese Rufe Elemente aus dem Gesang des Elternteils der gebrütet hat. So wissen die Eltern auch das es sich um das eigene Gelege handelt, was sie da versorgen.

Wenn die Rufe nicht dem Gesang der Eltern entsprechen, wurden bereits ganze Bruten nicht weiter versorgt. Durch die Kommunikation bei der Brut entsteht bereits eine feste Bindung zwischen Eltern und Brut.

Die kleinsten Eier legt in Deutschland das Wintergoldhähnchen und die größten Eier der Höckerschwan. Die Anzahl der Eier richtet sich nach dem Lebenszeitalter und dem Nahrungsangebot. Die Blaumeise, die keine hohe Lebenserwartung hat, beginnt mit einem Jahr bereits mit der Eiablage und brütet bis zu fünfzehn Eier aus. Ein Seevogel, mit einer Überlebenschance von vierzig Jahren beginnt erst nach sieben Jahren mit dem ersten, einzelnen Ei.

Noch nicht genau nachgewiesen ist es warum Vogeleier unterschiedliche Formen haben. Elliptisch, oval oder kugelförmig usw. Es wird vermutet das es mit der Sauerstoffversorgung im Nest zusammenhängt. Die Bauweise der Nester ist auch darauf ausgelegt, dass die Brut immer die benötigte Wärme bekommt. Deshalb sind Nester meist gut gepolstert und isoliert.

Die Forschung, die sich mit dem Ei befasst heiß Oologie. Die Forschung die sich mit dem Ei Inneren befasst nennt man Embryologie und die Sammlungen von Vogeleiern in Museen oder zur Erforschung sind die Ootheken. Viele dieser Informationen habe ich bei diesen Quellen gesammelt und hier nieder geschrieben.

Schlaf – warum der Vogel nicht vom Ast fällt

Schlaf – wenn wir uns im Schlaf drehen, kann es vorkommen das wir aus dem Bett fallen. Meistens geschieht dabei nichts Schwerwiegendes, außer vielleicht ein blauer Fleck. Wenn aber ein Vogel aus größerer Höhe im Schlaf vom Ast fallen würde, wäre das für ihn schon ziemlich dramatisch.

Wie macht er es dann, dass er nicht vom Ast fällt? Wenn der Vogel auf einem Ast landet um sich zu setzen, knickt er die Beine ein. Dadurch werden Sehnen in den Klauen gespannt, die wie eine Wäscheklammer den Ast umschließen. Um wieder aus der sitzenden Position abzufliegen, muss er mit den Flügeln schlagen um die Beine zu entlasten und wieder strecken zu können. So löst sich auch die Umklammerung durch die Sehne.

Nun fragt der Beobachter aber, warum kippt der Vogel im Schlaf nicht nach vorne, zur Seite oder nach hinten um? Wenn wir im Sessel einschlafen, kippen wir auch schon einmal zur Seite weg.

Vögel haben im Innenohr ein Gleichgewichtsorgan. Dieses alleine würde aber nicht ausreichen um im Gleichgewicht zu bleiben und so stellte man fest, dass Im Beckenbereich, dem “Lumboskalbereich” ein aus Bogengängen bestehender Flüssigkeitsraum besteht. Bei einer Bewegung entsteht durch diese Flüssigkeit ein Reiz auf einen Teil des Nervensystems, das mit den Beinen verbunden ist. Das Kleinhirn korrigiert daraufhin die Bewegung.

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Ruhr Universität Bochum. Zudem stellte man fest, dass Vögel in der Lage sind eine Hälfte des Gehirns in die Ruhephase zu versetzen, während der andere Teil in der Wachphase ist.

Durch diese Technik sind die Langstreckenflieger und der Mauersegler in der Lage, während des Fluges zu schlafen.

Im sogenannten “unihemisphärischen Schlaf”, wechseln sich die Gehirnhälften ab. Das wurde vom Max Planck Institut für Ornithologie in Seewiesen vor allem bei Enten festgestellt, die diese Technik bei Gefahren einsetzen.

Man geht aber davon aus das alle Vögel dazu in der Lage sind.

Schlaf

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Rückkehr

Rückkehr – Eis und Schnee bedecken große Teile der Bundesrepublik. Selbst im sonst eher schneearmen Ruhrgebiet bleibt der Schnee bei minus 10 Grad liegen. Mein Auto ist mit einer dicken Eisschicht umhüllt und verwehrt mir so den Zutritt. Gut das ich nicht mehr zur Arbeit fahren muß, weil auch die öffentlichen Verkehrsmittel ihren Dienst eingestellt haben.

Trotzdem befinden sich die Störche bereits auf den Flug in ihre Brutgebiete.

Die ersten haben die Rückkehr bereits hinter sich. Einige Tage können Störche ohne Futter auskommen. Viele Helfer legen jetzt Futter für die Vögel aus, damit sie bleiben können. So wie sie bei großer Hitze der Wärme widerstehen, können sie auch Frostperioden durchhalten. Das Problem ist das fehlende Futter.

Es kann sein das einige wieder so weit in Richtung Süden fliegen, bis sie wieder bessere Bedingungen vorfinden. Das kann durchaus auch über 1000 Kilometer gehen. Sobald die Lage sich im Brutgebiet wieder entspannt hat, kommen sie dann wieder zurück.

Rückkehr

Die Rückkehr ist mittlerweile für viele Störche nicht mehr ganz so lang wie es früher war. Viele Störche überwintern bereits in Deutschland, oder im südlichen Frankreich und Spanien.

Eine Mülldeponie bei Madrid ist bei Störchen wegen des großen Futterangebots sehr beliebt.

Einige ziehen aber noch immer bis in den Tschad oder die südliche Sahel Zone, oder Richtung Ost- und Süd Afrika.

Wer sich für die Flugrouten der Störche interessiert sollte einmal unter “Störche auf Reisen” nachsehen. Dort werden gesenderte Störche bei ihrem gefährlichen Flug in die Winterquartiere bis zur Rückkehr verfolgt. Auf einer animierten Karte, im Blog von Kai-Michael Thomsen, kann man die Wege der Störche über die östliche oder westliche Route verfolgen. Eine Newsletter berichtet regelmäßig wo welcher Storch sich gerade befindet. Jeder Vogel hat einen Namen und es gibt bereits so etwas wie eine Fan Gemeinde für die einzelnen Störche.

Leider wird man so auch Zeuge, wenn ein Storch den abenteuerlichen Flug nicht überlebt.

Hoffen wir, dass alle anderen Störche bald wieder gesund und zu unserer aller Freude auf den Dächern und Ständen bei der Aufzucht der Jungstörche beobachtet werden können.

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Endemische Arten

Endemische Arten – zu diesen gehören Arten aus Flora und Fauna, die nur in ganz bestimmten Gebieten zu finden sind. Arten die in vielen Gebieten der Erde vorkommen, zählen zu den Kosmopoliten.

Endemische Arten sind unter anderem die Rallen. Rallen gehören zu den Kranichvögeln. Ihr Lebensraum ist das Wasser. Im endemischen Bereich gehört sie zum Lebensraum Inseln.

Blässhuhn

Allen gut bekannt, weil sie auch häufig zu sehen ist und wenig Scheu zeigt, ist das Blässhuhn ( Fulica atraoder). Häufig auch als auch Blässralle bezeichnet.

Neben dem Blässhuhn gibt es noch sechs weitere, in Deutschland zu findende, Rallenarten. Das Blässhuhn fällt durch die weiße Stirn und den weißen Schnabel auf. Beim ebenfalls zur endemischen Art zählenden Teichhuhn (Gallinula chloropus), ist die Stirn rot und der Schnabel ebenfalls rot, mit einer gelben Spitze.

Teichhuhn
Teichhuhn

Beide Arten kann man auch von hinten gut unterscheiden, weil der Unterschwanz beim Blässhuhn komplett weiß ist und der weiße Unterschwanz beim Teichhuhn durch einen schwarzen Balken unterbrochen wird.

Tüpfelsumpfhuhn
Tüpfelsumpfhuhn

Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) liebt die sehr flachen Gewässer und hat seinen Namen von den vielen weißen Tüpfeln am Hals und auf der Brust. Diese endemische Art ist etwa so groß wie eine Drossel. Ich hatte das Glück sie in den Rieselfeldern bei Münster zu entdecken.

Wasserralle
Wasserralle

Selten zu beobachten, dafür aber häufiger zu hören, ist die Wasserralle (Rallus aquaticus). Diese ist etwa taubengroß und ihr Ruf klingt wie das Quieken eines Schweines. Sie beobachtete ich in der Saarner Aue, in Mülheim an der Ruhr.

Die restlichen Rallenarten habe ich leider noch nie in der freien Natur beobachten können, weil sie sehr selten sind. So der Wachtelkönig (Crex crex), den man mit viel Glück von Mai bis September beobachten kann. Die Überschwemmungsgebiete im Frühjahr mit Seggenwiesen gehören zum bevorzugten Lebensraum. Er ist sehr selten, hat etwa die Größe eines Stares und ist eventuell noch im Osten zu finden

Auch das kleine Sumpfhuhn (Porzana parva) ist äußerst selten zu sehen. Im Nordosten gab es Nachweise und im Süden. Gleiches gilt für das flache Gewässer liebende Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) .

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Kasarkas

Kasarkas – diesen Begriff aus der Ornithologie las ich gestern zum ersten Mal in einem Bericht über die Vögel am Wattenmeer. Natürlich mußte ich mich gleich informieren, was es mit diesem Begriff auf sich hat und gebe das Gelesene gerne weiter.

Der Name kommt aus dem russischen Sprachgebrauch und bezeichnet wird damit innerhalb der Gattung der Gänse eine Unterfamilie die der Halbgänse zugehörig ist.

Zu dieser Familie gehört die Rostgans, die Brandgans und die Nilgans, die bei uns zu finden sind.

Kasarkas
Rostgans

Rostgänse sind etwas größer als Stockenten und zeigen im Flug ein großes weißes Flügelfeld. Der schwarze Halsring ist besonders im Prachtkleid beim Männchen gut zu erkennen.

Markante Merkmale hat auch die Nilgans mit dem “Fletschauge”, dem dunklen Fleck rund um das Auge.

Rostgans hat sich gut angepasst und ist mittlerweile auch häufiger an den Binnengewässern in NRW anzutreffen. Die Nilgans findet man an nahezu allen Gewässern und Feldern und steht im Ruf andere heimische Gänse zu vergrälen, was allerdings noch nicht wirklich nachgewiesen ist. In der Brutzeit werden allerdings die Männchen der Kasarkas oft aggressiv wenn sich jemand dem Brutrevier nähert. Dazu werden sie aber auch von den Weibchen lauthals animiert.

Kasarkas
Nilgans

Die Brandgans ist allerdings hauptsächlich an den Küsten zu sehen, obwohl ich sie auch schon an der Ruhr in Mülheim gesehen habe. Dort in einem Schwarm von Kandagänsen. Ihre Brutgebiete liegen an der europäischen Atlantikküste und dem schwarzen Meer und der Mongolei. Brutplätze gibt es aber auch an der Ost- und Nordseeküste.

Kasarkas
Brandgänse – den Namen haben sie wegen des roten Bruststreifens

Alle Kasarkas fallen durch farbenfrohes Gefieder auf. Männchen und Weibchen sind sehr ähnlich.

Bei den Gänsen ist der Unterschied der Geschlechter häufig in der Größe zu sehen, die Männchen sind größer und kräftiger als die Weibchen.

Bei den Enten ist das Männchen im Prachtkleid den Kasarkas schon eher ähnlich, währen die Enten Weibchen wohl keinen großen Wert auf Farbigkeit legen.

Weihgesang – Rotkehlchens Winterlied

Weihgesang – soll der Titel meines Gedichtes über den treuesten Vogel in unserem Land sein. Das Rotkehlchen erfreut uns das ganze Jahr über mit seinem Gesang.

Kälte und ein wenig Schnee liegt auf Fluren, Wald und Feld.

Nur ein kleiner roter Vogel singt ein Lied wie`s ihm gefällt.

Sitzt trillierend auf dem Ast. Kein Komponist hat das Lied verfasst.

Die anderen Vögel sind verreist, er singt sein Lied im kalten Eis.

Amsel, Finken und die Meisen,

bevorzugen jetzt das Schweigen .

Der Wind fegt eisig durch die Kiefer,

der kleine Vogel spreizt jetzt sein Gefieder.

Aufgeplustert schützt er sich,  

doch das Singen das vergisst er nicht.

Die Wildsau gräbt den Boden um,

unser Vogel freut sich drum.

Findet in der losen Erde

viele schöne frische Kerne.

Kommt auch gern in uns`re Gärten,

um dort etwas abzuernten.

Singend dann aus voller Brust ,

vertreibt er jeglichen Verdruß.

Wie in Lied aus tönernd Erz

Bringt er Frieden in das Herz.

In der Ferne tönt der Glockenklang

Ganz nah erklingt Rotkehlchens Weihgesang

Weihgesang