Geschichten aus der Natur

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Der Kleiber – Vogel der Woche 31

Der Kleiber - Vogel der Woche 31

Der einzige Vogel, der kopfüber den Baum hinunterläuft

Es gibt Orte, die liegen direkt vor der Haustür und überraschen doch immer wieder. Besonders dann, wenn der Kleiber als Vogel der Woche 31 plötzlich am Baum erscheint.

Wenn ich unser Haus verlasse, bin ich nach wenigen Schritten im Kammansbachtal. Ein schmaler Bach begleitet den Weg hinunter bis zur Quelle des Borbecker Mühlenbachs. Von dort fließt das Wasser durch die Gruga, weiter in die Berne und schließlich in die Emscher.

Wer heute an der Quelle steht, kann kaum glauben, dass die Emscher einst als Kloakenfluss des Ruhrgebiets galt. Durch die aufwendige Renaturierung und den Ausbau moderner Kläranlagen hat sich das Gewässer zu einem der saubersten Flüsse Deutschlands entwickelt. Sogar die äußerst seltene Emschergroppe – ein kleiner Bodenfisch mit hohen Ansprüchen an die Wasserqualität – ist inzwischen zurückgekehrt.

Genau an dieser Quelle begegnete mir auch der Vogel der Woche: der Kleiber. Er wurde für mich der – Vogel der Woche 31 –

Mit erstaunlichem Eifer flog er immer wieder eine alte Spechthöhle an. Im Schnabel trug er kleine Portionen feuchten Lehms, die er sorgfältig am Rand des Einfluglochs verteilte. Stück für Stück wurde die Öffnung kleiner – bis schließlich nur noch ein Loch übrig blieb, das genau seiner eigenen Körpergröße entsprach.

Woher der Name „Kleiber“ stammt

Der Name des Vogels verrät bereits seine besondere Fähigkeit, und genau diese Fähigkeit macht unter Vogelinteressierten den Kleiber als Vogel der Woche 31 besonders bekannt.

Das alte deutsche Wort „kleiben“ bedeutet kleben oder verkleben. Genau das macht der Kleiber. Mit einer Mischung aus feuchter Erde, Lehm, Speichel und manchmal kleinen Pflanzenfasern formt er eine erstaunlich stabile Masse. Diese trägt er mit dem Schnabel an den Rand einer vorhandenen Baumhöhle auf und drückt sie immer wieder fest an.

Während andere Höhlenbrüter das vorgefundene Einflugloch akzeptieren, passt der Kleiber die Größe einfach seinen eigenen Bedürfnissen an. In der Tat hebt ihn das als Der Kleiber – Vogel der Woche 31 von anderen ab.

Ein genialer Baumeister

Der Kleiber baut seine Nisthöhle meist nicht selbst. Stattdessen übernimmt er verlassene Spechthöhlen oder natürliche Baumhöhlen – ein Verhalten, das typisch ist für den Kleiber, den Vogel der Woche 31.

Ist der Eingang zu groß, hätten Räuber wie Eichhörnchen, Marder oder größere Vogelarten leichtes Spiel. Deshalb verkleinert der Kleiber den Eingang so geschickt, dass größere Eindringlinge kaum noch hineingelangen können.

Oft wirkt das Einflugloch anschließend wie sorgfältig verputzt – fast so, als hätte ein kleiner Maurer am Werk gearbeitet. Genau dadurch wird Der Kleiber als Vogel der Woche 31 besonders geschätzt.

Der Akrobat am Baum

Der Kleiber besitzt noch eine weitere Besonderheit, die dem Titel „Vogel der Woche 31“ alle Ehre macht.

Er ist der einzige heimische Vogel, der Baumstämme kopfüber hinunterlaufen kann. Seine kräftigen Beine und langen Zehen geben ihm selbst an senkrechten Stämmen sicheren Halt, was ihn für viele als Der Kleiber – Vogel der Woche 31 – einzigartig macht.

Dadurch entdeckt er Insekten und Spinnen, die andere Vögel häufig übersehen. Während Spechte überwiegend nach oben klettern und Baumläufer den Stamm spiralförmig erklimmen, bewegt sich der Kleiber scheinbar mühelos in alle Richtungen.

Vorratsmeister für den Winter

Im Sommer ernährt sich der Kleiber hauptsächlich von Insekten, Spinnen und deren Larven. Aufmerksame Naturfreunde wissen: Der Kleiber – Vogel der Woche 31 – ist ein echter Überlebenskünstler.

Im Herbst erweitert sich sein Speiseplan um Bucheckern, Haselnüsse, Eicheln und Samen. Überschüssige Nahrung versteckt er geschickt in Rindenspalten oder Astgabeln. Seine zahlreichen kleinen Vorratslager helfen ihm dabei, auch harte Winter gut zu überstehen – typisch für den Kleiber, der als Vogel der Woche 31 gilt.

Ein treuer Waldbewohner

Der Kleiber ist ein typischer Standvogel und dadurch auch als Vogel der Woche 31 ein Symbol für Heimatverbundenheit.

Besonders wohl fühlt er sich in alten Laub- und Mischwäldern, Parks sowie naturnahen Gärten mit höhlenreichen Bäumen. Wo genügend alte Bäume stehen bleiben dürfen, ist der Kleiber oft ein regelmäßiger und auffälliger Besucher – und so steht er oft im Mittelpunkt, wenn es um Der Kleiber als Vogel der Woche 31 geht.

Mein Fazit

Der Kleiber gehört nicht zu den auffällig buntesten Vögeln unserer Heimat. Doch wer ihn einmal beim „Verputzen“ seiner Nisthöhle beobachtet hat, wird ihn so schnell nicht vergessen. Gerade deshalb wurde er zum Vogel der Woche 31 gewählt.

Sein handwerkliches Geschick, seine akrobatischen Kletterkünste und seine erstaunliche Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem der faszinierendsten Waldvögel Deutschlands – was seine Auswahl zum Der Kleiber – Vogel der Woche 31 unterstreicht.

Manchmal genügt eben ein kleiner Spaziergang vor der eigenen Haustür, um einen wahren Meister seines Fachs bei der Arbeit zu beobachten – vielleicht gerade den Kleiber, den Vogel der Woche 31.


Infokasten

Kleiber (Sitta europaea). Mehr zum Thema: Der Kleiber – Vogel der Woche 31.

  • Größe: 12–14 cm
  • Spannweite: 22–27 cm
  • Gewicht: 18–28 g
  • Nahrung: Insekten, Spinnen, Larven, Samen und Nüsse
  • Lebensraum: Alte Wälder, Parks und naturnahe Gärten
  • Brutzeit: April bis Juni
  • Besonderheit: Einziger heimischer Vogel, der Baumstämme kopfüber hinunterlaufen kann und Einfluglöcher mit Lehm verkleinert. Auch das ist typisch für den Kleiber – Vogel der Woche 31.

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