Grugapark – Essens grüne Lunge

Grugapark – der Name entstand aus der „Großen Ruhrländischen Gartenschau“, die 1929 in der Stadt Essen veranstaltet wurde. 1938 fand hier die „Reichsgartenschau“ statt. Im Krieg wurde der Park völlig zerstört und durch die Gartenausstellung 1952 und die Bundesgartenschau 1965 wieder in seinen heutigen Zustand versetzt.

Auf einer Fläche von rund 65 Hektar wird dem Besucher viel Geboten. Spiel, Sport, Erholung und Landschaftsformen alles hat der Grugapark zu bieten. Angrenzend befindet sich die Grugahalle, die weltweit durch den „Rockpalast“ bekannt wurde. Die Messe Essen ist teilweise in den Grugapark hineingewachsen und das Gesundheits- Kur und Bäderzentrum sind Teil der Parklandschaft.

Am Gradierwerk befinden sich Sitzplätze auf denen man in Ruhe die salzhaltige Luft der Saline inhalieren kann. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Grugaturm. Von oben hat man einen schönen Rundblick über den Park.

Wellnessprogramm, Massage, Sauna und Wassertherme, Grugaspa und Physiotheraphie, alles wird im Rahmen con „Kur vor Ort“ angeboten.

Der Blick vom Turm fällt auf die „Dahlienarena“. Im Spätsommer und zu Herbstanfang findet man hier über 70 Dahlienarten und im Frühling scheint die Freiluftarena ein mehr aus farbenfrohen Tulpen zu sein.

Grugapark – für Unterhaltung ist gesorgt

An der Orangerie, hier werden auch Speise und Getränke angeboten, befindet sich das „kleine Ruhrgebiet“ der 1965er Jahre. Der „Pott“ zu Zeiten der Schwerindustrie wird im „OktoRail“ gezeigt. Die Modellbahnanlage hat eine Fläche von 400 m² . Der Besucher findet sich beim Eintritt in einem alten Eisenbahnwaggon wieder. Beim Blick aus dem Fenster des ruckelnden und hoppelnden Waggons, damals waren die Gleise noch nicht ruckelfrei, zieht das Ruhrgebiet in all seinen Facetten vorüber. Nach dem Verlassen des Waggons befindet man sich dann im Ausstellungsraum.

Musikpavillon die „Ruhrkrainer“ im

Im Musikpavillon finden in den Sommermonaten wechselnde Konzerte und Veranstaltungen statt. Von der Klassik über den Pop und Jazz zum Kabarett. Unterhalb des Musikpavillons befindet sich die Geologische Wand. Eine alpine Landschaftsform, die hier nachgebildet wird, geprägt durch einen Wasserfall der den kleinen kleinen See füllt. Wir entfernen uns über eine Brücke vom Musikpavillon.

Rechts liegt das Hundertwasserhaus, ein Gebäude der Universitätsklinik. Eltern schwerstkranker Kinder können hier während der stationären Behandlung ihrer Kinder eine Bleibe finden. Das Haus wurde 2005 nach einem Entwurf des Künstlers Friedensreich Hundertwasser eröffnet.

In der gegenüberliegenden Richtung befindet sich der größere Margarethensee, benannt nach der Stifterin der Siedlung Margarethenhöhe, Margarethe Krupp. Ihm schließt sich das Wildgehege an und etwas oberhalb die Eulenvolieren. Ich würde die Tiere ja eigentlich lieber in Freiheit sehen.

Habichtskauz

Folgt man dem Weg weiter bergauf kommt man an weiteren Volieren mit kleineren Vogelarten vorbei. Hier sind Sittiche und Papageien zu sehen. Früher gab es an dieser Stelle auch ein Gehege mit Adlern. Diese wurden später auf Wunsch vieler Tierfreunde von der Grugapark Verwaltung an die Wildvogelwarte in Hellenthal in der Eifel übergeben. Dort geht es den Tieren jetzt sicherlich besser.

Besser geht es den Vögeln in der folgenden Freiflughalle mit Ibissen, Enten, Gänsen, Sichler, Silber- Nacht- und Kuhreihern und dem imposanten Nimmersatt. Kuba- und Rosaflamingos scheinen sich im und am Gewässer wohl zu fühlen.

Nimmersatt

Ein Park der Farben

In anderen Abteilungen des Landschaftsparks befinden sich Pflanzen und Tropenhäuser. Verschiedene Landschaftsformen und Biotope sind zu finden, so gibt es ein Feuchtbiotop, eine Heidelandschaft, ein Waldtal, eine Moorlandschaft und den Tessiner Garten. Mustergärten und Kräutergärten schließen sich an und überall gibt es Liegewiesen und Spielplätze für jede Altersgruppe. Von der kleinen Schaukel über den Barfußpfad, dem Kneippfad und dem Trimm-Dich-Pfad ist alles vorhanden. Selbst eine Rollschuhbahn, ein Trampolinplatz, Tennisplatz, Volleyball und Streetball Platz sowie ein Verkehrsspielplatz und Streichelzoo mit Ponyhof, es fehlt nichts.

Wer sich dann auch noch erfrischen will, macht Station im 1964 eröffneten Grugabad mit Wellenbad und Rutsche. Man könnte auch die Fahrt in einer der Grugabahnen zur Erholung nutzen. Die Bahnen ermöglichen es auf einer insgesamt 3,5 Kilometer währenden Tour die Variationen des Grugapark zu erkunden. Dann geht es vorbei an den Liegewiesen, den Grillplätzen und Sportstätten.

Man benötigt schon einen ganzen Tag um die Sehenswürdigkeiten, auch Kunst ist im Park vertreten, zu erkunden. Deshalb nehmen auch viele ihren Rucksack mit. Es gibt genügend Plätze und Wiesen auf denen man gemütlich seinen mitgebrachten Proviant zu sich nehmen kann. Ob man sich in einem der Mustergärten niederlässt, in der Dahlienarena sein Getränk genießt, oder am Rosengarten in ein Stück Schokolade beißt. Es bleibt sicher ein unvergessener Aufenthalt im Grugapark in Essen.

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