Ökosystem und die Rolle der Insekten

Ökosystem und die Rolle der Insekten – Insekten sind nicht nur für viele Vogelarten Überlebenswichtig, auch der Mensch ist davon abhängig, dass die Insekten für ein intaktes Ökosystem sorgen.

Die Insektenwelt bildet 70 Prozent aller Tierarten. Bienen, Fliegen, Ameisen Libellen, Heuschrecken und eine Armee von diversen Käfern gehören zur Welt der Insekten, um nur einige zu nennen. Sie sorgen für die Bestäubung der Pflanzen und halten so die Flora aufrecht. Sie sorgen dafür, dass wir sauberes Trinkwasser genießen können und kämpfen für uns gegen Viren und Bakterien, auch wenn manche selbige übertragen können. Die überwiegende Masse der Insekten sind nützliche Tiere, von denen wir alle profitieren.

Viele sehen nicht gerade schön aus und vor manchen Insekten ekeln sich einige Menschen auch. Eines der wichtigsten Tiere für uns Menschen, ohne das eine Existenz quasi unmöglich würde, ist der Mistkäfer.

Mistkäfer – ohne ihn würden wir durch Kot waten

Insekten im Ökosystem – Kämpfer gegen den Kot

Ohne den Mistkäfer würde der ganze Kot der Tierwelt liegen bleiben. Wir könnten es vor Gestank kaum aushalten und würden durch eine Schicht von Mist laufen müssen, würde der kleine Waldmistkäfer nicht dafür sorgen, dass der Kot verarbeitet würde. Viele weitere am Boden lebende Insekten kümmern sich um verendete Tierarten, um Aas. Sie schaffen damit neue Lebensräume für Bakterien und Pilze. Aus Totholz entsteht mit Hilfe von Kleinstlebewesen neues Leben.

Ökosystem – ohne die Bestäuber gäbe es keine Pflanzen

Ohne die Insektenbestäubung wäre unsere Nahrungsgrundlage vernichtet. Dort wo man die natürlichen Bestäuber bereits vernichtet hat, muss der Mensch mühsam von Hand jede Blüte bestäuben. So wird es bereits in China gemacht, weil man durch industrielle Landwirtschaft, mit einer Unmenge an Pestiziden, die natürlichen Bestäuber vernichtet hat. 88 Prozent aller Pflanzen vermehren sich durch die Bestäubung von Nektar und Pollen suchenden Tieren. Die Bestäuber halten das Ökosystem der Pflanzenwelt am Leben und sorgen für die Ausbreitung der Pflanzen.

Die Ernährung der Menschen mit Proteinen, Eisen oder Vitaminen wäre ohne die fleißigen Arten kaum möglich. Viele Vogelarten gäbe es ohne die Insekten schon lange nicht mehr. Das allseits bekannte Phänomen des Insektensterbens der letzten Jahre hat bereits zur Vernichtung vieler Arten geführt. In Deutschland sind über 50 Prozent der 560 Wildbienenarten im Bestand gefährdet und 5 Prozent sind bereits vom Aussterben bedroht.

goldglänzender Rosenkäfer
Wildbiene

Der goldglänzende Rosenkäfer ist einer der wichtigsten Bestäuber in der Insektenwelt. Seine Larven bilden fruchtbaren Humus. Die kleine dicke Larve bewegt sich auf dem Rücken robbend vorwärts und ist daran gut zu erkennen. Sie ernährt sich von den verrottenden Pflanzenteilen und bildet so Dauerhumus. Man tut also gut daran den Engerling von gefährdeten Stellen in das Laub zu legen. Regenwürmer lockern den Boden und sorgen dafür das der Boden Wasser aufnehmen kann. Sie verhindern die Verdichtung der Erde.

Die in unseren Häusern und Gärten so unbeliebten Ameisen, sind überaus nützliche Lebewesen. Über 180 ihrer Art gibt es in Europa, weltweit mehr als 12000 Arten. Die fleißigen Tiere, die obwohl in riesiger Anzahl unterwegs, nie einen Zusammenstoß verursachen, sind Abfallbeseitiger. Sie fressen eine Menge an Schädlingen, wie Blattläuse, entfernen Aas und tote Insekten und sorgen beim Nestbau für Biomasse.

Seit 1989 ging die Biomasse der Fluginsekten ständig zurück. Man konnte das gut an der Frontscheibe am Auto, auf der Reise in den Urlaub, erkennen. In den letzten Jahren war die Scheibe nur wenig beschmutzt, obwohl ich meine, dass es in den letzten zwei Jahren wieder etwas mehr geworden wäre.

Man könnte sich ja freuen, wenn das Insektensterben gestoppt werden könnte.

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