Niers – eine Wanderung bei Grefrath

Niers – ist der Name des 11,8 Kilometer langen Flusses der bei Mönchengladbach entspringt und in die Maas mündet. Unser Rundweg beginnt an der Ruine der Burg „Uda“, die etwa um 1300 erbaut wurde. Die Burgherren lebten zunächst feudal, was sich aber nach der Schlacht um Worringen änderte, denn dort standen sie auf der Verliererseite.

Heute steht lediglich noch einer der ehemals vier Burgtürme und ein kleiner Rest einer Mauer. Im Turm werden heute Trauungen abgehalten.

Der „Flügelbaum“ von Uli Mader, ein Holzbildhauer aus Solingen, stellt die Entwicklung der tierischen Arme als Fortbewegungsmittel in der Welt zu Wasser und in der Luft da. Urzeit unten Quastenflosser und Schmetterling, darüber Flugsaurier und Vogel und dann Fledermaus und menschlicher Arm als jüngste Entwicklungsstufe. Soll auch die Zusammenhänge in der Natur darstellen.

Über das Niersauenprojekt führt uns der Weg über offene Landschaft parallel zur Niers bis zur Straße „Fritzbruch.“ Das Wetter ist ideal. Erstmals liegt die Temperatur in diesem Frühjahr über zwanzig Grad. Wenn es im Sommer sehr heiß wird, ist der Weg über eine lange Etappe in der Sonne. Schließlich überqueren wir die Niers. Beim Blick in Richtung Wasserwerk haben wir ein ähnliches Landschaftsbild wie in den Rieselfeldern bei Münster. Einen Monat später, etwa ab Mai wird hier sicher mehr Biodiversität zu finden sein. Heute tummeln sich auf den Gewässern einige Schwäne, Blässhühner und Teichhühner. Auch einige Gänse sind zu sehen.

Der Rückweg führt uns immer entlang der Niers. Das Wasser ist herrlich klar und man kann die Pflanzen im Wasser sehen. Ein Eisvogel fliegt an uns vorbei. An den Uferböschungen sind überall Niströhre zu sehen. Auf einem hohen Baumstumpf hat ein Storch sein Nets gebaut. Zwischendurch sehen wir ihn auf den Feldern nach Futter suchen.

Zwei Kanuten fahren grüßend an uns vorbei. Alle sind gut gelaunt bei dem herrlichen Wetter. An einem Zulauf hat ein Biber begonnen einen Staudamm zu errichten und der Mäusebussard kreist über uns, während wir den Ruf des Fasans hören. Ab und zu lugt sein Kopf auf der anderen Flussseite aus dem Gras.

Insgesamt ein wunderschöner Rundweg führte uns entlang der Niers, der Besuch in Grefrath hat sich wirklich gelohnt.

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