Ostern – Zeit über das Ei zu reden

Ostern – Zeit über das Ei zu reden – passend zur Jahreszeit schreibe ich heute einen Artikel über das Vogelei. Die Wissenschaft, die sich mit dem Ei befasst, ist die Oologie. Diese beschäftigt sich mit der Außenhülle der Eier. Es gibt noch eine Wissenschaft, die das Innere der Eier erforscht, dass ist die Embryologie. Beide Wissenschaften sind Teil der Ornithologie, der Vogelkunde.

Zu Ostern möchte man gerne große, bunte Eier – aber wer legt eigentlich das größte Ei ? Erstaunlicher Weise ist das nicht das Ei des Vogel Strauß, sondern das Ei des Zaunkönigs. Der Winzling legt Eier mit einem Gewicht , das dem 14fachen seines Körpergewichtes entspricht. Das Gewicht vom Straußenei entspricht lediglich dem 2fachen Körpergewicht.

Ostern – warum haben die Eier verschieden Farbtöne?

Grundsätzlich sind zwei Pigmente für die Eierfarbe zuständig. Das Protoporphyrin für die rotbraune und das Biliverdin für die blaugrüne Färbung. In der Eierschale sind die Pigmente enthalten. Die Eierschale ist übrigens porös, dass ist notwendig, damit das Ei atmen kann. Die verschiedenen Farben ergeben sich aus der Lage der Pigmente in den Schichten der Schale. So lange sich die Pigmente im Eileiter bewegen entstehen Muster und Flecken.

Vögel die in Höhlen brüten legen eher weiße, helle Eier, damit sie sie in der Dunkelheit besser finden können. Feldbrüter müssen dagegen ein ziemlich gemustertes Ei legen, damit Prädatoren, Feinde, ihr Gelege nicht so leicht entdecken können.

Die Färbung und Musterung der Eier dienen also der Tarnung des Geleges. Der Kuckuck, der sein Ei in fremde Nester legt, passt die Farbe seines Eies denen des Wirtes an. Deshalb nutz das Kuckucksweibchen für sein Ei auch das Nest der Art aus, aus der es selbst geschlüpft ist.

Ein Küken entwickelt sich aus der Eischeibe im Inneren des Eies. Die Eischeibe schwimmt auf dem, von der Dotterhaut umschlossenen, Eidotter. Sie wird von zwei Hagelschnüren gehalten, die stets für die richtige Lage des Eies sorgen. Das Ganze schwimmt im Eiweiß. Das wachsende Küken ernährt sich vom Eiweiß und vom Eidotter.

Um Ostern herum ist das Küken dann soweit, das es sich mit dem Eizahn aus dem Ei herauspickt. Dieser Zahn geht gleich nach dem Schlüpfen verloren.

Ostern ist also die ideale Gelegenheit einmal etwas mehr über das doch erstaunlich komplexe Ei zu erfahren. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes Ostern, schönes Fest und so richtig schönes sonniges Osterwetter. Viel Spaß allen Kindern beim Sammeln vom Osterei.

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