Rotdrossel – ein Wintergast

Rotdrossel – Turdus iliacus – ist eine Art aus der Familie der Drosseln (Turdidae). Häufig wird man gefragt wo der Unterschied zu Amsel und Drossel ist. Es gibt keinen Unterschied. Beide gehören zur Familie der Drosseln, wie auch die Wacholder- Sing- Rot- oder Misteldrossel. Es ist also nicht falsch wenn man die Amsel als Drossel bezeichnet.

Aber zurück zur neuen Beobachtung – der Rotdrossel. Diese Drossel brütet in der borealen Zone, diese erstreckt sich von Skandinavien über Sibirien, die Mongolei bis nach Alaska und Kanada. Bei uns ist der Kurz- und Mittelstreckenzieher ein Wintergast, den man am Besten im Oktober und März beobachten kann.

Rotdrossel in der Aue
Rotdrossel

Die Rotdrossel ist die kleinste der Drosselarten. An der Flanke kann man eine deutliche rostrote Fläche sehen. Auffallend ist auch der weiße Überaugenstreif und ein weißer Bartstreifen. Das brachte dem Vogel auch den Namen „Weißdrossel“ bei. Eine andere Bezeichnung ist der Name „Pfeifdrossel“. Die Rotdrossel singt nämlich nicht so schön wie die Singdrossel. In unserer Region ist die Drosselart nicht sehr häufig anzutreffen. Im Winter 2018/19 dagegen kam es zu einer höheren Zahl an Sichtungen, was wohl an dem sehr milden Winter, mit über 3 Grad Celsius über dem normalen Wert lag.

Ich hatte das Glück unsere Rotdrossel bei einem der zahlreichen Besuche in der Saarner Aue in Mülheim an der Ruhr zu entdecken. Zunächst beobachtete ich einen Schwarm Wacholderdrosseln, die sich auf den Ästen eines umgestürzten Baumes tummelten. Am Boden sah ich dann im Gras, neben anderen Wacholderdrosseln, auch die Rotdrosseln nach Futter suchen. Es ist durchaus üblich, dass sich diese Drosselart im Verbund mit einem Schwarm Misteldrosseln aufhält.

Farbtüchtige Menschen können die Rotdrossel auch gut im Flug an den rostroten Unterflügeln erkennen. Leider ist mir das nicht möglich, weil ich eine Farbschwäche genau in diesem rot-grünen-Bereich habe.

Silberreiher

Der Tag in der Aue hat sich wieder einmal gelohnt, zumal wir auf der gleichen Runde auch den ersten Zilpzalp der Saison wieder entdeckt haben und an einem Bach in der Aue konnten wir auch noch einen Silberreiher beobachten.

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