Gänsesäger – Mergus merganser

Gänsesäger beeindrucken bereits kurz nach der Geburt. Gerade einmal zwei Tage alt stürzen sich die Küken aus dem Nest um ihrer Mutter zu folgen und die Nester der Tiere können in ziemlichen Höhen liegen, das sie i Höhlen brüten. Baumhöhlen, aber auch „Höhlen“ die in 20 Metern Höhe und mehr an Häusern angelegt wurden. Meistens überleben die Kleinen sogar Stürze wenn sie auf hartem Stein landen.

Gänsesäger auf der Bislicher Insel

an diesem Wochenende im Dezember 2021 konnte ich auf einer der Überflutungsflächen des Rheins einige Gänsesäger beobachten. Die Vögel kommen zum Überwintern hierher an den Niederrhein. Ihr eigentliches Habitat liegt im hohen Norden. Einige wenige brüten auch an der Ostsee. Die Bislicher Insel bietet alles was die Vögel, die etwas größer sind als unsere Hausente, zum Überwintern benötigen.

Gänsesäger - Bislicher Insel
Bislicher Insel im Dunst
Gänsesäger - hier Blässgänse
Blässgänse und Graureiher

Am Niederrhein finden sich alljährlich auch unzählige Gänse aus dem arktischen Raum ein. So sehen wir auch viele Blässgänse und Weißwangengänse auf den Feldern.

Die Bislicher Insel zeigt sich heute leider nur im Dunst, der sich auch in den nächsten Stunden nicht verzieht. So ist es schwierig vernünftige Bilder zu „schießen“

Um den Gänsesäger deutlicher zu sehen, habe ich ihn einfach gezeichnet. Auffallend ist die windschnittige Kopfform und der Haarschopf am Hinterkopf. Auch der Hakenschnabel ist auffallend.

Wie beim Haubentaucher tragen die weiblichen Gänsesäger ihre Jungen häufig auf dem Rücken, wenn sie im Wasser schwimmen.

Tatsächlich gibt es aber auch Gänsesäger im alpinen Raum. Auf dem Weg in sonnige Gefilde sind wohl irgendwann einmal Vögel in den Alpen gelandet und haben dort gebrütet. Weil die weiblichen Vögel ihren Brutplätzen treu bleiben und die männlichen den Frauen hinterherziehen, ist es so wohl in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu der Population der „Alpensäger“ gekommen.

Gänsesäger gelten in der Roten Liste in Deutschland als „stark gefährdete“ Art. Obwohl die Küken bereits nach ein bis zwei Tagen das Nest verlassen, werden sie noch bis zu 60 Tage lang von den Eltern gefüttert. Erst dann sind sie wirklich selbständig.

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