hedra helix
Efeu umspannt den Baum

Efeu – Hedra helix – eine Gefahr für den Baum?

Efeu – Jeder kennt diese Pflanze, die selbst an scheinbar glatten Flächen empor rankt und sich ausbreitet. Im Wald sehen wir häufig Bäume die davon regelrecht „erobert“ werden. Man meint der Baum wird erwürgt und ist zum Tode verurteilt.

Was ist dran an dem Mythos von der Baum killenden Pflanze? Wie die meisten Pflanzen ist auch die Nährwurzel des Efeu im Boden. Von dort aus wird sie ernährt. Mit kleinen Hafthaken halten sich die Triebe an der Rinde eines Baumes fest, um nach oben, ans Licht zu gelangen. Diese Hafthaken beschädigen den Baum nicht und entziehen ihm keine Nährstoffe. Auch der Efeu braucht das Licht zum Leben. Warum sollte er dann den Baum töten, über den er schließlich das Licht erreichen kann?

Hedra helix – Efeu

Die Baumkrone verhindert ein schnelles Wachstum der Pflanze, weil sie das Sonnenlicht fern hält. Nur langsam kommt die Haftpflanze voran. Dabei schadet sie dem Baum keineswegs, denn die Photosynthese, die der Baum benötigt, findet in den Blättern in der Baumkrone und an den Ästen statt.

Ein gesunder, kräftiger Baum kann sogar von dem Besucher profitieren. Die Blätter des Efeu umfangen die Rinde und schützen den Stamm vor Sonnenbrand und im Winter vor Kälte. Das herabfallende Laub der Pflanze bietet am Boden noch zusätzlichen Dünger für den Baum. Weil sie nur am Stamm emporstrebt und auch nur einen Teil der Krone besetzt, wenn sie oben angekommen ist, stört das den Baum nicht.

Junge Bäume sucht die Rankpflanze eigentlich nicht aus. Sie bevorzugt gut gewachsene „reife“ Bäume. Der junge Baum würde den Bewuchs noch nicht bewältigen können und die noch dünne Rinde könnte von den Hafthaken beschädigt werden. Sie sucht sich also kaum einen Baum aus, mit dem sie das Sonnenlicht nicht erreichen kann. Auch alte oder kranke Bäume kommen mit dem Efeu nicht mehr klar. Es kommt vor, dass ein alter abgestorbener Baum von kräftigen Efeutrieben, die schon selbst Ästen ähneln, gehalten wird, obwohl er längst abgestorben ist. Die Efeu-Äste stützen den Baum noch über längere Zeit. Schwache und alte Bäume können im Winter durch die zusätzliche Fläche den Winterstürmen und dem Schnee nicht mehr trotzen und stürzen um.

Das Efeu ist kein Parasit, wie die Mistel, die ihren Wirt ausnimmt und ihm Nährstoffe entzieht. Wir können also beruhigt sein, wenn wir einen vom Efeu „eroberten“ Baum sehen und brauchen uns um ihn keine Sorgen zu machen.

Quelle: Internet / Gartentipps.com

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