Der Vogelopa – hat eine Bitte

Der Vogelopa –hat eine Bitte und wendet sich heute an die Eltern und Angehörigen der Kinder.

Der Vogelopa hat bisher die Kinder über unsere Vogelwelt informiert und macht das auch weiterhin. Heute aber möchte ich mich im Interesse der Kinder,  der Umwelt und somit auch der Vögel einmal an die „Großen“ wenden.

Im nächsten Monat gehen wir zur Wahl. Diese Wahl ist eine besondere Wahl. Es geht nicht nur um eine neue Regierung, weil Angela Merkel nun endgültig das Ruder aus der Hand gibt. Es geht um die Zukunft der Kinder und deren Kinder. Es geht um das Klima.

Extreme Hitze – ein Problem für die Alten

Wir haben heute noch die Freiheit uns, einmal abgesehen von Einschränkungen durch Corona, frei bewegen zu können. Allerdings bei extremer Hitze, wie wir sie ja auch schon hatten, gehen viele der älteren Menschen, auch der Vogelopa, nicht mehr vor die Tür, weil der Kreislauf dabei schnell schlapp machen kann. Im Hitzesommer 2018 hatten wir 20.000 Hitzetote nur in Deutschland.

Die Wälder im Süden Europas brennen, ausgelöst durch Brandstifter, aber auch durch die große Hitze. Riesige Flächen von wichtigem CO² Speicher gehen verloren.

Der Klimawandel ist nicht rückgängig zu machen

Extremwetter in Deutschland wird es immer häufiger geben. Grund für diese Extreme ist der Klimawandel, an dem auch der Mensch einen großen Anteil hat. Richtig, Klimawandel hat es schon immer gegeben. Aber nicht in dem rasanten Tempo wie er jetzt gerade voranschreitet. Es ist dringend notwendig sofort etwas zu tun, um den Temperaturanstieg zu stoppen. Aufhalten können wir ihn nicht. Wir können aber dafür sorgen, dass der Temperaturanstieg angehalten oder wenigsten verlangsamt wird, damit Mensch und Natur Zeit gewinnen um sich darauf einzustellen.

Tun wir nichts, werden unsere Kinder und deren Kinder in der Zukunft in ihrer Freiheit stark eingeschränkt. Das Klima zwingt dann dazu. Die Natur wird sich verändern, sie wird mit dem Klimawandel klarkommen, aber der Mensch nicht. Viele Arten die wir heute noch erleben werden verschwinden. Der Einsatz für das Klima ist also auch ein Einsatz für die Freiheit unserer Kinder.

Der Brocken – das Leiden eines Berges

Wer sich die Bilder von Deutschlands geschichtsträchtigsten Berg, dem Brocken ansieht, wird sich erschrecken. Früher war der Blick vom Gipfel über die Landschaft von dicht bewachsenem Wald eingeschränkt. Heute freuen sich einige über eine extrem weite Sicht.

Diese Sicht ist aber nur durch die gestorbenen kahlen Fichten möglich. Von Wald ist kaum noch etwas zu sehen. Die Forstwirtschaft ärgert sich darüber das im Nationalpark Harz das Totholz, verursacht durch den Borkenkäfer, liegen bleibt, weil sie Sorge haben das der Borkenkäfer auf ihre Plantagen getrieben wird. Was sie nicht sehen, ist das zwischen dem Totholz bereits junge neue Bäume wachsen. Dort entsteht ein neuer gesunder Wald. Diese Bäume sind mehr Wert als das Holz der Fichtenplantagen.

Brocken 2017 – LisaMeStars

Sehen Sie sich bitte die Programme der Parteien an. Welche Partei ist bereit etwas für die Zukunft zu tun. Ein „Weiter so“ kann und darf es nicht geben. Es kann auch nicht so weitergehen, dass erst gehandelt wird, wenn die Katastrophe da ist.

Selbst Angela Merkel hat in einem Buch mit dem Titel „Der Preis des Überlebens“ bereits 1997 im Stile von Greta Thunberg vor einer Klimakatastrophe gewarnt und den Klimawandel als eine Sache von Leben und Tod bezeichnet.

Sie spricht im Buch von der Notwendigkeit der Aufforstung und als Anreiz zur CO² Minderung von der Einführung einer CO² Steuer. Leider hat sie das alles aber in den 16 Jahren ihrer Regierungszeit nicht berücksichtigt. Es war wohl einfacher Unbequemes vom Wähler fern zu halten. Ganz nach dem Motto der FDP „ die Wirtschaft wird das schon richten“.  Das hat allerdings nicht funktioniert.

Selbst Franz Josef Strauss, CSU, hat bereits 1986 gesagt :“ Das Kohlendioxid, das bei der Verbrennung fossiler Energieträger entsteht, führt zu einer laufenden Veränderung der Atmosphäre, mit dem Gefährdungspotential, das alle anderen Gefährdungspotentiale bei Weitem übersteigt.“

Gefahr erkannt, aber nichts getan und nicht gebannt, könnte man dazu sagen. Noch ist es aber vielleicht nicht zu spät, um drastische Folgen abzuwenden. Deshalb bittet der Vogelopa, nehmen wir die Politiker jetzt in die Pflicht, indem wir bei der Bundestagswahl an die Zukunft denken. Nicht unbedingt an unsere, die ist schon weitgehendst hinter uns, aber an die Zukunft unserer Kinder.

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