Inselort – Föhr und die Dörfer

Inselort – eines haben sie alle gemeinsam, die Schönheit. Man könnte glauben jeder Ort würde mit dem folgenden Inselort um die schönsten Häuser und Höfe im Wettkampf liegen.

Auf der Liste der größten Deutschen Inseln liegt Föhr auf Platz fünf. Wenn man aber unter einer Insel ein völlig vom Wasser umgebenes Land versteht, also ohne Zugang zum Festland, ist Föhr sogar die größte Insel.

Rügen verbindet eine Brücke mit dem Festland. Auch Usedom ist mit dem Festland verbunden. Nach Fehmarn geht es auch direkt mit dem Auto und Sylt ist sogar mit dem Hindenburg-Damm ans Festland angeschlossen. Schließlich folgt Föhr, als erste Insel. die nur mit dem Schiff erreichbar ist. Für die tierischen Bewohner wie die Vögel hat das den großen Vorteil, dass sie sich nicht vor dem Fuchs fürchten müssen. Diesen Prädator gibt es auf der Insel nicht.

Wyk, den größten der Inselorte, habe ich ja bereits an anderer Stelle vorgestellt. Zu Wyk eingemeindet wurde Boldixum. Die im romanischen Stil erbaute Kirche St. Nicolai stammt aus dem Jahr 1240 und war auch Tagungsstätte des Gerichtes. Über die Ortsgrenzen hinweg bekannt ist die Orgel der Kirche.

Angrenzend an Boldixum kommt man in den Inselort Wrixum. Das Langdorf an der Marsch hat zahlreiche malerische Friesenhäuser zu bieten und die weithin sichtbare Mühle vom Typ „Großer Holländer„. Nach einem Brand wurde die Mühle 1950 wieder aufgebaut und bis 1960 wurde dort auch noch gemahlen. Später wurde der Boden entfernt und man errichtete im Inneren ein Restaurant.

Seit dem Ankauf der Mühle durch die Gemeinde kümmert sich ein Verein darum, die Mühle wieder zu restaurieren. Später soll hier eine Erlebnisbäckerei Platz finden.

Oevenum – ein Inselort mit Schafschur

Wir kommen nun nach Oevenum. Das ist wohl der Inselort mit den meisten Pferden. Wunderschöne reetgedeckte Häuser und Höfe sind hier zu sehen.. Donnerstags wird um die Friedenseiche ein Wochenmarkt abgehalten und mit etwas Glück kann man an einem Dienstag bei der Schafschur zusehen. Der Landwirt Sönke Roerden betreibt außerdem einen Hofladen, wo man sich mit Produkten aus der Schafhaltung eindecken kann.

Im Museum Kunst der Westküste in Alkersum kann man eine hochwertige Gemäldesammlung bestaunen. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf Fotografien.

Auf dem Dorfplatz mit einem alten Brunnen blühen wunderschöne Rosen und Hortensien. Auch in Alkersum scheinen Pferde besonders beliebt zu sein.

Midlum liegt als Inselort zwar nicht genau in der Inselmitte, wie man aus dem Namen ableiten könnte, ist aber der Ort mit dem schönsten Blick auf die grüne Marsch. Die Marsch besteht hauptsächlich aus Weideland. Von Midlum aus, auch dieser Inselort glänzt mit tollen Friesenhäusern, erreicht man alle anderen Inselorte in kurzer Zeit.

Die drei Inselorte Oldsum, Dursum und Utersum waren Teil einer Wanderung. Die drei Orte liegen an der Westküste der Insel. Oldsum strahlt Ruhe und Schönheit aus. Es gibt Ateliers und Werkstätten die man besuchen kann.

Von Dunsum aus starten Wattwanderungen zu den Seehundbänken. Vom Deich aus hat man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang und gegenüber liegen die Inseln Sylt und Amrum. Über den Deich gelangen wir zum Inselort Utersum. Im Süden liegt eine Reha Klinik. Utersum ist neben Wyk ebenfalls ein Seebad.

Am Strand ist man nahezu unabhängig von Ebbe und Flut, weil ein Priel unmittelbar vor der Küste immer genug Wasser führt. Der flach abfallende Strand ist der ideale Platz für Familien. Auch von diesem Strandabschnitt hat man einen freien Blick auf Amrum und Sylt.

Über Witsum haben wir bereits im Zusammenhang mit der Godelniederung berichtet. Bleiben noch die Inselorte Borgsum und Nieblum.

Borgsum hat seinen Namen durch die Lembecksburg. Heute steht nur noch ein etwa zehn Meter hoher Ringwall an der Stelle der Burg, die ehemals eine Schutzburg vor den Wickingern war. Zu Borgsum gehört auch eine weit sichtbare Mühle.

Nieblum ist über die Grenzen der Insel hinaus bekannt. Nahezu regelmäßig wird der Inselort als schönstes Dorf gekürt. Auf dem Friedhof der sehenswerten Johanniskirche findet man die „sprechenden“ Grabsteine. Auf den Steinen stehen die Lebensgeschichten der Föhringer Seefahrer.

Gut bekannt ist auch das Goting Kliff als Ausflugsziel, auch wenn durch die Abspülungen des Meeres kaum noch ein Kliff zu sehen ist. Das Kliff ist nur wenige Meter hoch. Es gibt aber das Kliff Café und einen breiten Sandstrand.

Schließlich landet man bei der Rundreise wieder am Südstrand von Wyk. Nun kann man die Runde kaum zu Fuß bewältigen. Mit dem Fahrrad verläuft die Inselrundfahrt über knapp 40 Kilometer. Man kann aber gut mit dem Linienbus 1 oder 2 über die Insel fahren und hat alle Orte einmal gesehen. Es gibt sogar ein Ticket für die Rundfahrt zu einem Sonderpreis. Man darf allerdings nicht unterwegs aussteigen.

4 Kommentare

  1. Mit deinem ausführlichen Bericht, wandert man im Geiste Schritt für Schritt von einer Schönheit zur anderen. Ganz ehrlich, es macht neugierig diese Insel selber zu erkunden.

  2. … ich bin ja als Jungendlicher auf Amrum „nordseemäßig“ sozialisiert worden! Für uns war Föhr eigentlich keine Insel sondern eher so ein Stück Festland im Schlick! Kein Meer, kein Strand und keine Dünen, was sollte man wohl dort? Könnte sein, dass ich meine Meinung im Alter wohl anpassen muss! Baden bei 17 Grad in der Nordsee mache in nicht mehr so oft, auf hohe Dünen klettere ich auch eher selten, dafür weiß ich mittlerweile, dass es auf Föhr einen Notar gibt, auf Amrum eben nicht! Vielleicht muss ich mich mit Föhr doch nochmal beschäftigen!

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