Federnsammlung – warum das Sammeln von Federn verboten ist

Federnsammlung – Das Sammeln ist eine große Leidenschaft der Menschen, das gilt auch für Federn. Da liegt so eine wunderschöne Feder von einem Falken, die man gerne mitnehmen und zeigen würde. Leider ist es aber verboten dieses Teil von einem geschützten Vogel mitzunehmen und zu sammeln.

Federnsammlung
pixabay zanzibarski

Federnsammlung mit hohem Wert

Federn können durchaus wertvoll sein. Besonders solche von sehr seltenen Arten können einen hohen finanziellen Wert erreichen. Das beweist ein Prozess in der Schweiz von 2017. Dort stand ein Mann vor Gericht der in einem Museum Federn im Wert von 5,5 Millionen Euro gestohlen hatte.

Tötung wegen der schönen Feder

In der Mode gab es eine Zeit, da war es modern eine Feder am Hut zu tragen. Dafür wurden dann unzählige Vögel getötet. Übrigens war diese Vogeltötung wegen einer Mode der Grund, weshalb Lina Hähnle 1899 den Naturschutzbund gründete.

Viele “Sammler” behaupten die Federn aus der Federnsammlung stammen von einem bereits toten Vogel, obwohl sie die Tiere zuvor selbst getötet haben. Um derartige Machenschaften zu unterbinden wurde das Artenschutzgesetz verabschiedet. Demnach darf keine geschützte Art getötet werden und auch keine Teile von geschützten Arten entnommen werden :

Gesetz zum Schutz der Art

In Paragraf 44 finden sich die geltenden Vorschriften zu Zugriffsverboten, Besitzverboten und Vermarktungsverboten. Die Zugriffsverbote – wie zum Beispiel Tötungsverbote, Entnahmeverbote, Verletzungsverbote – gelten sowohl für besonders geschützte wie auch für streng geschützte Arten.

Auch wenn man gerade jetzt, in der Zeit nach der Mauser, häufig eine Feder finden kann, sollte man gleich vor Ort versuchen zu bestimmen und sie liegen lassen. Federn können im Handel erworben werden. Der Händler stellt eine Herkunftsbescheinigung aus, weil Sammler einen Nachweis erbringen müssen, woher die Feder stammt. Die Händler haben die Federn zumeist aus Züchtungen. Lediglich zu Forschungszwecken dürfen Federn gesammelt werden.

Es ist vielleicht schwer einzusehen, gefundene Federn nicht mitnehmen zu dürfen, aber wenn man versteht warum dieses Gesetz besteht, ist es durchaus sinnvoll die Vögel auch durch eine derartige Maßnahme zu schützen.

Ein interessantes Buch zur Federnbestimmung ist “Der Feder-Führer” von Eberhard Gabler

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