Erlebnisse

Erlebnisse auf unseren Wanderungen und Beobachtungen gab es natürlich immer wieder und einige möchte ich hier einmal zum Besten geben

Nette Anwohner

Wir wollten das Venner Moor erkunden. Ich hatte in einem Bericht über dieses Moor gelesen , das südlich von Münster liegt. Es handelt sich um ein ehemaliges Hochmoor, das entwässert und jetzt wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgeführt wird .

Wir müssen wohl den Wanderparkplatz verpasst haben und biegen in eine kleine Seitenstraße ab um zu drehen. Vor einem Gebäude ist ein Schotterstreifen auf dem ich anhalte um auf der Karte den Wanderparkplatz zu suchen. Im Rückspiegel sehe ich dann die Dame des Hauses nahen, bewaffnet mit einer Harke.

Na ja denke ich, wir wollen den Platz hier ja nicht zum Parken nutzen und sage Ruth sie möge doch aussteigen um es ihr zu erklären. Gleichzeitig hält gegenüber ein PKW mit Anhänger. Der Fahrer steigt aus und kommt auch auf uns zu, wohl der Herr des Hauses.

Ruth erklärt kurz das wir eigentlich nur den Wanderparkplatz suchen. “Ach, das ist gut, normaler Weise könnten sie ruhig hier parken, aber wir wollen gerade den Schotterplatz umarbeiten.” ist die freundliche Reaktion der netten Anwohner und sie erklären uns den Weg zu unserem gesuchten Parkplatz. Als sie hören das wir ins Moor wollen, werden wir gefragt ob wir denn Mückenspray dabei hätten. Ja , das haben wir tatsächlich vergessen und weil wir verneinen, bietet die gute Frau uns an ein paar Zwiebeln aus dem Haus zu holen, um uns damit einzureiben. Wir haben lachend abgelehnt, hätten es aber, wie wir später feststellen, besser annehmen sollen.

Erlebnisse im Regen

Als wir die Rieselfelder in Münster erreichen, zieht sich der Himmel immer mehr zu. Bereits auf dem ersten Weg durch die Felder setzt der Regen ein und wird immer stärker. Viele Möglichkeiten Schutz zu suchen gibt es hier nicht. Vor uns nähert sich eine Wandergruppe die offenbar auch vor dem Regen die Flucht ergreifen will. Plötzlich bleiben alle stehen und wir sehen auch bald den Grund dafür.

Mitten auf dem Weg vergnügen sich spielend zwei Wiesel und weil auch wir so etwas noch nicht beobachtet haben, bleiben auch wir stehen. der Regen spielt in diesem Augenblick keine Rolle mehr. Wir sind dann auch ziemlich durchnässt, als der Weg wieder frei wird und in der Ferne wird es auch wieder heller.

Erlebnisse in Corona – Zeiten

Wir wollen die Flamingos im Zwillbrocker Venn beobachten, der einzigen Stelle, wo man in Deutschland frei lebende Flamingos beobachten kann. Das Navi führt uns vom Ruhrgebiet über den nächsten Weg zum Venn und der geht leider ein Teilstück durch Holland. Das Zwillbrocker Venn liegt am Niederrhein unmittelbar an der holländischen Grenze.

Am Übergang hält uns die Polizei an, ob wir vor hätten in Holland einzukaufen oder an die holländische Küste zu fahren, beides Dinge die zu Corona Zeiten nicht gerne gesehen werden. Wir verneinen natürlich und erklären zur Vogelbeobachtung ins Zwillbrocker Venn fahren zu wollen. Das Venn ist der Polzistin offenbar nicht bekannt und das Leute an solchen Tagen irgendwelche Vögel beobachten wollen, scheint ihr auch sehr suspekt vorzukommen und etwas verdutzt sagt sie nur “na dann, gute Fahrt.” Wir können uns ein Lachen kaum verkneifen und sehen zu das wir schnell weiterkommen.

Geld in der Hosentasche

In der Urdenbacher Kämpe, einem ehemaligen Altarm des Rhein und einer Rheinaue mit herrlichen Feuchtgebieten, begegnen wir einem anderen Fotografen. Er macht uns auf die kahlen Baumstämme im Wasser aufmerksam. In den Nisthöhlen am Baum haben sich Stare einquartiert und füttern ihre Jungen. Wir kommen ins Gespräch und tauschen uns über die diversen Beobachtungsgebiete aus die wir bisher besucht haben.

So die Eisvogelbrücke in Mülheim-Saarn oder das Zwillbrocker Venn. Letzteres ist ihm noch nicht bekannt und er freut sich von den Flamingos zu hören, die wir dort beobachtet haben. Auch hier in der Kämpe gibt es den Eisvogel. Im Wurzelwerk eines mächtigen umgestürzten Baumes hatte ein Eisvogel Nisthöhlen gebaut, wo man ihn gut beobachten konnte.

Leider hatte sich das aber wohl zu schnell herumgesprochen und es kamen unzählige Fotografen um die Vögel zu fotografieren. So viele und offensichtlich nicht mit genügend Abstand, dass die Vögel die Brutstätte aufgaben und verschwanden.

Plötzlich hören wir den Kuckuck rufen, den ersten in diesem Jahr und spontan fragt der Kollege ob wir Geld in der Hosentasche hätten, denn wenn der Kuckuck ruft und man etwas in der Tasche hat, wird sich dieses im Laufe des Jahres vermehren.

Erlebnisse mit Milan und Bussard

Bei einem anderen Besuch in der Urdenbacher Kämpe werden wir auf dem letzten Abschnitt des Wanderweges Zeugen eines tollen Schauspiels.

Die Strecke führt durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet und der Landwirt ist gerade mit der Maht beschäftigt. Während der er mit dem Traktor seine Runden über das Feld zieht freut sich der Mäusebussard über die zu Tage geförderte Beute. Allerdings bleibt er nicht lange alleine.

Ein Rotmilan möchte auch gerne etwas mithaben und die beiden Vögel beginnen sich um die fetteste Beute zu streiten. Hierbei kommen sie oft dem Traktor erheblich nahe. Die Flugkünstler kommen aber immer wieder geschickt davon und nun gesellen sich auch noch die Krähen hinzu. Fasziniert bleiben wir stehen und beobachten die Szene.

Der Rosapelikan von Büsum

Während unseres Urlaubs in Schleswig Holstein in Büsum besuchen wir natürlich die diversen Naturschutz- und Beobachtungsgebiete der Region. Bei einer Visite im Speicherkoog, unweit von Büsum, kommt plötzlich ein größerer Vogel auf uns zugeflogen. Das es keiner der üblichen Kandidaten ist, habe ich natürlich sofort erkannt. Dennoch bin ich überrascht hier einen Pelikan zu sehen. Als er vorüber geflogen ist, begeben wir uns in Richtung Küste, vielleicht können wir ihn ja am Wasser noch einmal sehen.

Hier treffen wir eine alte Dame die extra mit ihrem Sohn aus Glücksburg angereist ist, um den Pelikan zu beobachten. Ihr Sohn war vor einiger Zeit als Vogelwart im Schutzgebiet Speicherkoog tätig und sie hatten aus der Presse von dem Vogel erfahren. Da hatten wir Glück ihn ebenfalls gesehen zu haben, weil wir keine Info aus einer Zeitung hatten.

Der Wanderer von der Eisvogelbrücke

Ich stehe auf der Eisvogelbrücke in Mülheim und suche den kleinen Vogel mit der wundervollen leuchtenden blauen Farbe. Neben mir bleibt ein Tramp mit Schlapphut stehen. Er sieht etwas “heruntergekommen” aus. Doch jetzt erkenne ich ihn. Vor einigen Jahren hatte er auf einem Parkplatz in Essen sein kleines Zelt aufgebaut. Irgendwie sind wir mit ihm ins Gespräch gekommen und erfuhren das er von Süddeutschland aus zu Fuß nach Schleswig zu seinem Bruder unterwegs ist. Ein Schicksalsschlag hatte ihn dazu bewegt diesen Marsch zu machen und eventuelle Erlöse der Kinderkrebshilfe zu spenden.

Nun treffe ich ihn also hier auf der Brücke und er erklärt mir, dass er auf dem Rückweg ist und in einer Mülheimer Zeitung ein Inserat aufgegeben hat, ob Jemand mit ihm weiter bis zum Papst nach Rom wandern will.

Ich lehne das natürlich ab – keine Zeit, ich suche ja den Eisvogel.

Erlebnisse – Bislicher Insel und der Adler

Wer zur Bislicher Insel fährt möchte neben vielen anderen interessanten Vogelarten natürlich auch den einzigen brütenden Fischadler unserer Region erleben. Neben dem Löffler und den Silberreihern ist er natürlich die Attraktion und das Hauptthema der Besucher des Beobachtungsturms. Wir haben das Glück einen Ornithologen des NABU hier zu treffen, der uns viel über die Adler vom Niederrhein erzählen kann. Seit einigen Jahren brüten sie hier an der Wasserlinie erfolgreich. Jetzt sei er aber seit zwei Tagen nicht mehr gesehen worden, was aber durchaus normal sei, da Adler große Strecken abfliegen.

In diesem Jahr 2020, werden sie aber wohl keinen Nachwuchs hervorbringen. Unbefugte ließen an der Wasserlinie ihre Hunde frei laufen und mit Bällen spielen. Daraufhin haben die empfindlichen Eltern das Nest verlassen. Die Staatsanwaltschaft wurde mit der strafrechtlichen Ermittlung beauftragt.

Die Sohle vom Ochsenmoor – Schuh Erlebnisse

Wir halten uns für einige Tage am Dümmer See auf und wollen das Ochsenmoor erkunden. Aus diesem Anlaß habe ich wieder einmal die alten Wanderschuhe aus dem Keller mitgenommen. Ich habe sie tatsächlich schon lange nicht mehr getragen, weil ich mir beim letzten Tragen im Harz auf einer Wanderung an beiden Hacken mächtige Blasen zugelegt hatte.

Nach einer halben Stunde des Weges bemerke ich beim Laufen ein seltsamen klatschendes Geräusch, es ist die Sohle, die sich an der Hacke gelöst hat. Nach weiteren zehn Minuten verabschiedet sich die Sohle komplett und ich Laufe rechtsseitig sozusagen auf der Felge. Wir setzen unseren Weg dennoch fort und erreichen unser Ziel. Auf dem Rückweg verabschiedet sich dann auch die Sohle des linken Schuh. Nun gehe ich also Profillos weiter. In einem Beobachtungsturm nisten Rauchschwalben und die Jungen machen die ersten Ausflüge. Hier erfahren wir auch vom Rotschenkel den es mit etwas Glück am Ochsenmoor zu sehen gibt.

Tatsächlich kann ich ihn einen Tag später aus dem Auto heraus wunderbar fotografieren, da er das Auto nicht als gefährlich ansieht und dieses für uns die ideale Tarnung darstellt.

unvergessliche ERlebnisse an der Mosel

Wir sind in Bernkastel – Kues, besser gesagt in Kues, Bernkastel liegt auf der anderen Moselseite. Wir wandern zum Weinfest nach Brauneberg in der nächsten Moselschleife. Brauneberg hat sich mit einer Nussbaumallee einen Namen gemacht. Diese hat für den Ort eine wichtige historische Bedeutung.

Wir genießen den Wein vor Ort und die leckeren Speisen die hier angeboten werden, wir wollen ja zurück nicht laufen, sondern mit dem Schiff fahren.

Dummer Weise ist aber Sonntag, da fahren keine Schiffe und öffentliche Verkehrsmittel gibt es auch nicht. der letzte Bus ist vor einiger Zeit abgefahren. Nun müssen wir also den ganzen Weg wieder zu Fuß zurück. Auf dem Zahnfleisch erreichen wir schließlich Bernkastel, im Bewußtsein noch den Berg auf der anderen Moselseite zu unserer Ferienwohnung hinauf zu müssen. Dort angekommen vergleichen wir die vergangene Wegstrecke mit einer Wüstenwanderung.

Die Wyker Kappe – Erlebnisse auf der Insel

Wyk auf Föhr gehört zu einem unseren beliebtesten Urlaubsziele. Während die Einen sagen ” ich hab`noch einen Koffer in Berlin” , kann ich sagen, “ich hab´noch eine Kappe in Wyk.” In der Nicolai Kirche habe ich bei der Besichtigung meine Kappe liegen gelassen und jedesmal wenn wir einmal wieder in Wyk sind, müssen wir nachsehen ob meine Kappe noch dort ist, was natürlich nicht der Fall ist, aber bereits zu einer Art Tradition geworden ist.

Die Insel meiner Träume – Erlebnisse am Hafen

Ein schönes Erlebnis wartete auf der Rückreise von der Nordseeinsel Borkum am Hafen. Unter den Leuten die auf das Schiff warten befindet sich auch der Borkumer Chanty Chor und der singt das schöne Lied “ die Insel meiner Träume.” Alle Fährgäste stimmen nach und nach mit ein und nicht wenige haben Tränen in den Augen.

Rehdener Geestmoor – Erlebnisse mit KranicheN

Ein Gebiet des Diepholzer Moor ist das Rehdener Geestmoor. Dorthin fuhren wir mit einigen Fotofreunden vom Fototreff Essen um den Einflug der Kraniche auf ihre Schlafplätze zu erleben.

Im Rehdener Moor befindet sich ein hoher Beobachtungsturm auf dem die Zuschauer über mehrere Ebenen verteilt dem Schauspiel beiwohnen können. Überall gibt es Informationstafeln mit Verhaltensregeln um die Kraniche nicht zu stören. Unter Anderem auch der Hinweis nicht zu Fuß auf der Deichstraße auf die Vögel zu warten. Vorbeifahrende Autos stören die Vögel nicht.

Natürlich setzt sich irgendwann ein Unvernünftiger mit Stativ in Bewegung um genau dort seinen Posten zu beziehen. Der Mensch ist ein Herdentier und so sammeln sich bald immer mehr Leute dort, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben.

Wir können die anfliegenden Kraniche und Gänse vom Turm aus sehen und aus der Entfernung ablichten, aber wie zu erwarten drehen sie ab um einen anderen Schlafplatz aufzusuchen. Das Rehdener Schlafgebiet kommt für sie an dem Tag nicht in Frage. Leider kommt es immer wieder vor das unüberlegt und rücksichtslos gehandelt wird, nur um eventuell ein besonderes Bild zu erhaschen. Diese Leute sind in meinen Augen weder als Natur- oder Tierfotografen zu bezeichnen, noch als Tier- oder Naturschützer.

Wenn mir noch weitere Episoden einfallen, oder neue Erlebnisse auftauchen werde ich sie in diesem Blog immer weiter ergänzen, ich wünsche viel Spaß damit, so wie wir ihn hatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.