Weltzugvogeltag

An diesem Wochenende ist der Weltzugvogeltag. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag, der immer am 2. Maiwochenende stattfindet um auf die Gefahren hinzuweisen, denen unsere Zugvögel auf ihren Reisen ausgesetzt sind.

Es sollen europaweite Aktionen unterstützt werden die dem Schutz der Flugrouten und der Lebensräume, der Pausenplätze, dienen und die sich im Kampf gegen illegalen Vogelfang engagieren.

Viele unserer Zugvögel gehören zu den Langstreckenziehern. Diese legen Entfernungen von 8000 bis 12000 Kilometern zurück. Die Winterquartiere liegen hinter dem Äquator und gehen, wie bei der Mehlschwalbe, bis nach Indien. Zu den Langstreckenziehern gehören zum Beispiel der Storch, der Zilpzalp, Fitis,Kuckuck, Mauersegler und die Nachtigall.

Kurz- und Mittelstreckenzieher zieht es in den Mittelmeerraum, nach Großbritannien, Sibirien oder Nordafrika. Da wären der Kiebitz, die Singdrossel oder das Rotkehlchen und der Buchfink beispielhaft genannt.

Zugvögel belegen auch in eindrucksvoller Weise den von einigen geleugneten Klimawandel. Durch die globale Erwärmung hat sich das Zugverhalten der Tiere bereits verändert. Immer mehr Vögel kehren verfrüht aus den Winterquartieren zurück. So wurde auf der Insel Helgoland festgestellt, dass sich zwischen 1960 und 2007 die mittlere Heimziehzeit von 24 Arten um 8,6 Tage verfrüht hat. Das wird sich wohl bis heute, also 12 Jahre später noch weiter verändert haben. Einzelne Arten, wie die Mönchsgrasmücke, sind bereits 17 Tage früher wieder zurück.

Der „Falke 55,294-299“ berichtet das sich pro 1 Grad Celsius Erwärmung eine Verfrühung von 2,5 – 3,3 Tagen ergibt.

Die Abflugzeiten in die Winterquartiere finden aber nicht früher statt, sondern verschieben sich eher leicht nach Hinten. Die Erwärmung,die Trockenheit und Dürrezeiten in den Überwinterungsgebieten verändern auch dort das Nahrungsangebot. und somit das Verhalten der Zugvögel. Die steigende Erwärmung in den eurasischen Zonen bringt einige Arten dazu ganz auf den Abflug zu verzichten. Der Konkurrenzkampf um Lebensräume und Nistplätze wird größer. Vögel die sich noch nicht auf eine frühere Heimkehr eingestellt haben und erst später mit der Brut beginnen finden für den Nachwuchs weniger Insekten, weil die Frühheimkehrer bereits ihre Brut versorgt haben.

Der klimatische Wandel hat also extreme Auswirkungen auch auf die Vogelwelt, die ja auch noch unter dem Insektensterben zu leiden hat, der durch die intensive Landwirtschaft, also durch den Menschen, verursacht wird.

Mehr Daten zum Klima kann man auf dem Hamburger Bildungsserver einsehen.

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