Fotohütte

Fotohütte – davon hatte ich gerade im Bezug auf die Tierfotografie schon des öfteren gehört. Durch den Kontakt mit einem anderen Fotografen erfuhr ich dann von einem Anbieter und erforschte im Internet die Einzelheiten.

In Holland bot sich eine Möglichkeit für den 06.Mai 2019 eine solche Hütte anzumieten. Meine Anfrage bei einem Kollegen aus dem Fototreff Essen, ob er eventuelle auch Interesse hätte, wurde positiv beschieden und so beschlossen wir das Ding perfekt zu machen.

Um möglichst früh in der Hütte zu sein, buchten wir für den Vortag ein Hotelzimmer in der Nähe, um nicht mitten in der Nacht aus dem Ruhrgebiet anreisen zu müssen. Allerdings ist die Fahrzeit lediglich knapp 1 1/2 Stunden von Essen aus.

Laufenten – Schneckenenten

Wir waren also schon am Vortag in Holland und machten einen kleineren Spaziergang durch die Gegend. Sofort vielen uns die langgestreckten Körper der Laufenten auf. Diese Enten können nicht fliegen und „laufen“ aufrecht über die Wiese. Dummerweise hatten wir die Kameras im Auto gelassen, die wir nun schnell noch holten. Zurück am „Laufentenpunkt“, waren diese aber schon am Wassergraben angekommen und wir konnten sie nur noch im Wasser ablichten und nicht beim typischen „Laufschritt“.

Die Enten waren wohl schon auf dem Weg zum Stall. Laufenten müssen in Stallungen zum Schlafen untergebracht werden, weil sie in der Nacht keine Möglichkeit haben einem Marder oder Fuchs zu entkommen, da sie ja nicht fliegen können. Laufenten werden auch „Schneckenenten“ genannt. Sie leben immer in einem Verband aus mehreren Tieren und sorgen dafür, dass es im weiteren Umkreis keine Schnecken gibt, die werden alle von ihnen gefressen. Die Ente stammt ursprünglich aus Indien und ist mit den Stockenten verwandt.

Fotohütte
Laufente oder Schneckenente
Fotohütte

Feldhase

Auf unserem weiteren Rundgang stießen wir dann noch auf den Feldhasen. Diese sind durch die intensive Landwirtschaft mittlerweile zur bedrohten Art geworden, schienen sich aber hier im Park sehr wohl zu fühlen.


Die Fotohütte

Am nächsten Tag machen wir uns also bereits um 6:00 Uhr auf den Weg um unseren Schlüssel für die Hütte zu holen. Die Organisation hat prima funktioniert. Die Abholung des Schlüssel aus einem „Schließfach“ mit den weiteren Unterlagen zur Hütte inklusive der Wegbeschreibung verlief reibungslos. Schließlich treffen wir an dem beschriebenen Abstellplatz für das Auto ein und gehen noch ein Stück zu Fuß zur Hütte. Der Innenraum entspricht auch voll und ganz der Beschreibung. Bequeme Sessel für drei Personen, bereits installiertes Benro Slider System mit Benro Gimbal Stativköpfen und selbst „Bohnensäcke“ sind vorhanden. Das Spiegelglas sorgt dafür das es nicht windet.

Der Maitag ist recht kühl und wir sind froh uns warm angezogen zu haben, trotzdem kriecht die Kälte später langsam zum Knie hoch und das legt sich erst gegen Mittag, da haben wir die Hütte wohl mit der Körperwärme etwas „aufgeheizt“. Es ist zwar ein kleiner Gasofen vorhanden, aber ihn zu zünden misslingt. Offenbar ist die Gasflasche leer.

Hinter der Hütte befindet sich ein Waldstück und rechts und links von uns ist Buschwerk mit blühenden Pflanzen und etwas Schilfröhricht. Wir blicken auf eine angelegte größere Wasserstelle mit auslagernden Ästen und Stämmen um den Vögeln Sitzgelegenheiten anzubieten. An den Seiten befindet sich eine Insel, die linke ist eine kleine „Halbinsel“ die in das Wasser hineingeht. Baumstümpfe sind ebenfalls vorhanden und wir bringen etwas Fettfutter an. Auf der „Insel“ liegt etwas Vogelfutter.

Kaum sind wir in der Hütte sehen wir einen Graureiher, der aber sofort wieder weiterfliegt. Die Kameras im Anschlag warten wir nun auf die „Vögel des Tages“. Leider ist das Wetter nicht ganz wie wir es erhofft haben, aber der erste Buntspecht macht sich am Baumstumpf zu schaffen.

Fotohütte
Fotohütte

Dann geht es etwas schleppend weiter. Dem ausliegenden Heft, wo man seine Beobachtungen eintragen soll, um etwas für die Statistik zu tun, entnehmen wir, dass in den letzten Tagen häufiger ein Eisvogel gekommen ist. Heute ist er uns allerdings nicht gewogen. Irgendwann hat sich unsere Hoffnung zerschlagen ihn auch zu sehen.

Es kommen eine Amsel, ein Grünspecht, Sumpfmeise, Kohlmeise, Mönchsgrasmücke und eine kleine Maus. Nebenan ruft mehrmals am Vormittag ein Kuckuck. Aber auch die stille Hoffnung er könnte ja einmal zum Trinken kommen, erfüllt sich nicht. Man hört zwischendurch das Hupen eines Schiffes, weil der Kanal ganz in der Näher ist und auch die Geräusche der nahegelegenen Baustofffirma sind zu hören.

Zu den Gästen gesellen sich dann noch das Rotkehlchen, eine Ringeltaube , und ein Fitis.

Alles in Allem hatten wir uns etwas mehr „Leben“ gewünscht, aber das Wetter spielte wohl eine gewisse Rolle und die Vögel sind ja auch nicht immer „gleich gut drauf“. Dennoch war es interessant, weil die Vögel, wie der Buntspecht, sonst aus der Nähe nur schwer zu fotografieren sind. Der Preis war dadurch das e i n Fotograf die Hütte anmietet und selbst entscheidet ob er noch ein oder zwei Personen mitnimmt recht günstig. Der Anbieter HBN hat noch weitere Fotohütten im Angebot, wobei diese jeweils anders gelegen sind und wo auch andere Arten zu finden sind.

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2 Gedanken zu „Fotohütte

  1. Die Fotos die du machen konntest sind sehr gut . Wenn die Fotostrecke , wie du es ja schon selbst geäußert hast, etwas mager ausgefallen .Du hast dir ja eine meiner letzten Ziele notiert . Diese liegen nicht weit von Essen entfernt. Hier hast du gleich mehrere Möglichkeiten NSG zu besuchen . Die Düffel von der ich kein Beitrag gepostet habe , ist je nach Jahreszeit ein lohnendes Ziel.

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