Wolfsmanagement Sachsen – Anhalt

Sachsen Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert widerspricht der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die die „Entnahme“ eines Wolfes vereinfachen, sprich den Abschuß erleichtern will.

Claudia Dalbert verbessert den Herdenschutz, indem dieser zu 100 Prozent erstattet wird. In der Vergangenheit wurden 80 Prozent erstattet. Die Erfahrungsberichte der Nutztierhalter mit effektivem Herdenschutz durch korrekte Schutzzäune und Schutzhunde zeigen das ein Zusammenleben Wolf – Mensch durchaus funktionieren kann, wenn man denn will und nicht auf die Lobyisten der Jagd- und Bauernverbände eingeht.

Gegner machen mobil

Schwerin und Dresden, Sachsen und Mecklenburg Vorpommern drängen den Bundesrat erneut sich mit dem „Problemwolf“ zu beschäftigen, im Bewußtsein das es den „Problemwolf“ eigentlich nicht gibt, sondern sie selbst das „Problem“ sind. Entgegengesetzt der EU Bestimmungen soll der Abschuß von Wölfen erleichtert werden. Bei der „Existenzgefährdung“ wirtschaftlicher Nutztierhalter ( bei korrektem Herdenschutz kann es dazu nicht kommen, siehe weiter oben im Text ) und jetzt auch bei „erheblichen Schäden“ bei Nebenerwerbshaltern und Hobbyhaltern, soll der Abschuß erlaubt werden. Letzteres bietet die Möglichkeit jeden Wolf töten zu dürfen. Man braucht dem Wolf nur ein Tier anzubieten und schon ist das Problem „Wolf“ gelöst. Das getötete Tier bekommt der Hobbyhalter sicher von den „Großen“ ersetzt.

Die beiden Bundesländer stehen mit ihren Forderungen leider nicht alleine da. Sie werden von anderen Politikern in ihrem Ansinnen unterstützt. Als da wären an erster Stelle Landwirtschaftsministerin Klöckner, der niedersächsische Minister Lies und Jan Philipp Albrecht, Umweltminister in Schleswig Holstein. Baden Württembergs Umweltminister Franz Untersteller fordert die „Entnahme einzelner Wölfe“ zu erlauben. Es ist bisher ein einziger Wolf in Baden Württemberg als sesshaft registriert.

Das Märchen der unkontrollierten Vermehrung

Das die AfD geschlossen als Wolfsgegner auftritt, verwundert nicht wirklich. Sie sehen die Gefahr, daß die Populationsdichte in einigen Gebieten „mehr und mehr Wölfe zu einer artfremden Lebensweise veranlasst“.

Das die Population nicht unendlich steigt, zeigt das Land Sachsen. Hier gibt es 18 Territorien mit 18 Rudeln. Die Region ist die erste, die gesättigt ist. Es gibt keine neuen Bestände mehr. Wölfe verteidigen ihre Reviere gegen andere Wölfe. Bei den Kämpfen kann es zu derart heftigen Verletzungen kommen, dass ein Wolf getötet wird.

Seit 2000 wurden in Sachsen 85 Wölfe getötet. 56 davon kamen durch Verkehrsunfälle um. 8 wurden illegal getötet, bei 7 ist die Todesursache unklar und 12 starben durch natürliche Ursachen.

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