Eisvogel

Eisvogel – mit neunzig Stundenkilometer stürzt sich der etwa siebzehn Zentimeter große Vogel vom überhängenden Ast ins Wasser um kleine Fische, Krabben, Insekten und Kaulquappen zu erbeuten. Etwas in sich gekehrt hockt er am Fließgewässer oder am stehenden Wasser auf dem Stamm, fast könnte man meinen er hätte einen Buckel und lauert auf einen Fisch. Erst wenn er leicht mit dem Kopf nickt, wird es spannend. Dann hat er im Wasser eine Beute ausgemacht. Ist der Fang erfolgreich gewesen, schlägt er den Fisch auf dem Ast auf dem er sitzt bewußtlos. In der Saarner Aue, wo man ihn gut beobachten kann, hat er einen eigenen „Schlagast“, den er nur für diesen Zweck benutzt. Manchmal verspeist er ihn aber auch sofort.

Kaum ein anderer Vogel fasziniert die Menschen so wie der Eisvogel. Ein Objekt der Begierde für jeden Fotografen. Die auffallende, türkis bis dunkelblau schillernde Oberseite glitzert regelrecht in der Sonne, zumal wenn das Gefieder noch feucht ist. Die Unterseite ist orange braun. Beide Farben tarnen ihn sehr gut, einmal zum Wasser und einmal zum Baum hin.

Eisvogel
Eisvogel – Weibchen
Eisvogel
Eisvogel Männchen

Männchen und Weibchen sind kaum zu unterscheiden. Man muß schon einen guten Blickwinkel haben, um zu erkennen, dass der Unterschnabel des Weibchen rot gefärbt ist. Beim Männchen ist der gesamte Schnabel schwarz.

Die Renaturisierung vieler Bäche und Flußläufe hilft den Bestand mindestens zu erhalten, oder leicht zu verbessern. Dennoch ist die Art noch zu schützen. Schwer wird es für den Eisvogel wenn die Winter starken Frost bringen und die Gewässer zufrieren.

Viele Tiere schaffen dann die Wintermonate nicht und verhungern. Seine Nisttunnel baut er im lehmigen Steilufer seines Reviers. Am Ende des Tunnels befindet sich die Brutkammer. In der Regel lebt der Vogel monogam. Es kann aber vorkommen, dass ein Männchen mehrere Nisttunnel versorgt. Sobald die Jungen, meistens sechs bis sieben Tiere, das Nest verlassen haben, wird die Höhle auch von den Altvögeln verlassen. Weil ihm die Reinigung nicht liegt, bleiben die Fischreste in der alten Röhre und verwittern. Das veranlaßt ihn dazu, immer wieder neue Tunnel zu bauen.

Die Steillage am Wasserlauf schützt den Eisvogel vor dem Zugriff von Marder oder Fuchs.

Eisvogel
links Weibchen (roter Unterschnabel) – rechts Männchen (schwarzer Unterschnabel)

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Der Eisvogel auf dem Aste sitzt, das Vogelkleid in der Sonne blitzt . Nichts ahnend im Wasser der Stichling schwimmt, der blaue Vogel sich vom Ansitz schwingt.

Stürzt sich hinein ins kühle Naß, der Stichling hat nicht aufgepasst. Dem Eisvogel ist die Jagd gelungen, der Stichling wird ganz schnell verschlungen.

von mir…..

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