Rinderbach Wanderung

Rinderbach ist der Name des knapp 20 Kilometer langen Nebenfluß der Ruhr. Er verbindet die Städte Velbert und Essen-Kettwig.

Nach einer längeren Phase schlechten Wetters haben wir jetzt ideale Voraussetzungen für eine schöne Wanderung. Bei angenehmen 17 Grad machen wir uns auf den knapp 7 Kilometer langen Weg.

Wir überqueren eine kleine Brücke über den Rinderbach und verweilen einen Moment. Überall zwitschert es aus den Büschen und Bäumen. Das Plätschern des schnell dahin fließenden Flusses klingt wie Musik. Fast so wie dieses Plätschern, nur leiser, klingt das Intermezzo das die Mönchsgrasmücke gerade hören läßt, die nicht weit weg auf einem Busch sitzt. Dann legt sie los. Mit einer Stimmgewalt die man dem kleinen Vogel kaum zutraut. Der Körper vibriert leicht und die Kehlfedern sind gesträubt, weil sie so kräftige Strophen erklingen läßt.

Rinderbach
Mönchsgrasmücke beim Gesang

Der Weg führt nun leicht bergan, vorbei am Waldmuseum im ehemalige Wasserwerk Heiligenhaus, ins Vogelsangtal. Der Waldboden blüht in allen Farben. Das Wiesenschaumkraut leuchtet zart violett in der Sonne. Wer versuchen sollte die Blüte zu essen, wird einen kresseähnlichen Geschmack feststellen. Das Wiesenschaumkraut wird auch als Gewürz genutzt

Rinderbach
Wiesenschaumkraut

Gleich am Wegesrand wächst das winterharte Pfaffenhütchen. Man kennt es auch als Spindlerstrauch. Die Pflanze wurde zwar als Giftpflanze des Jahres 2006 gewählt, ist aber eine begehrte Nahrungsquelle für Insekten und Fliegen, die gerne ihren Nektar aufnehmen.

Pfaffenhütchen

Als Blume der Liebe verehrten die alten Griechen das März-Veilchen, das man auch als Duftveilchen kennt. Es wächst im Halbschatten der Büsche und Sträucher. In Wien wurde mit der Sichtung der ersten Duftveilchen der Beginn des Frühlings gefeiert.

Duftveilchen oder März – Veilchen

Wir nähern uns dem Cafe Herberge, einem Bauernhof mit einem schönen Hof Cafe. Gelegen im Talgrund, unmittelbar am Rinderbac,h ist es hier idyllisch schön. Aus den Hecken zwitschern die Haussperlinge, die immer wieder unruhig hinein und hinausfliegen.

Rinderbach
Haussperling weiblich

Wir sind zu früh, noch ist das Cafe geschlossen und so gehen wir weiter unseres Weges. Jemand hat am Weg einige Kunstwerke hinterlassen und der Witterung freigegeben.

Kunst am Waldesrand
Kunst am Waldesrand

An der kleinen Böschung die zum Wald hinführt wächst das „kleine Immergrün“, das allerdings hier nicht grün, sondern hellblau ist. Insekten nutzen den klebrigen Rand unterhalb der Fruchtblätter um ihren Rüssel daran zu beschmieren. So können sie mehr vom begehrten Nektar aufnehmen. Weil alle Teile der Pflanze giftig sind, wurde ihre Nutzung als Heilmittel untersagt.

Rinderbach
kleines Immergrün

Für ein gutes Stück geht es nun steil bergan und oben angelangt befinden wir uns an Pferdeweiden auf denen Kaltblütler grasen. Meine Frau mag diese Pferde so sehr, wegen der Puschel an den Hufen.

Kaltblütler

Über offenes Feld geht es nun an einem Bauernhof und einem Hundedressurplatz vorbei. Bevor der Weg wieder hinunter ins Tal führt, höre und sehe ich auf einem Baum, genau auf einer unbewachsenen Astspitze einen Grünspecht. Ich versuche mich etwas näher heranzupirschen um ihn aufs Bild zu bekommen.

Rinderbach
Grünspecht

Schließlich erreichen wir unseren Ausgangspunkt. Wir machen noch die kleine Runde um den Abtsküchensee und bemerken eine Stockente mit ihren sieben Jungen, die vor einem Blässhuhn an Land flüchtet, um ihre Jungen zu beschützen.

Auf einem Baumstamm im See sonnen sich Rotwangen – Schmuckschildkröten, die irgendwann einmal ausgesetzt wurden. Die milden Winter haben es ermöglicht das die Schildkröte, die eigentlich aus Amerika stammt, hier überleben und sich offensichtlich auch vermehren konnte.

Rotwangen Schmuckschildkröten

Zufrieden mit einer Wanderung die uns herrliche Ansichten und Aussichten geboten hat, kehren wir zum Auto zurück um die Heimfahrt anzutreten.

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