Zilpzalp

Zilpzalp – so lautet auch der Ruf dieses etwa elf Zentimeter großen Vögelchens. Das ist auch der volkstümlichen Name, der sich gegenüber dem Namen Weidenlaubsänger durchgesetzt hat. Es gibt auch noch andere Namen wie Erdzeisig, Weidenzweisig, Wüstling oder Finderling.

Zilpzalp

Seine bevorzugten Wohngebiete sind waldreiche Regionen mit viel Unterwuchs und Auenwälder. Die Vorkommen gehen bis in die Berge, solange noch Baumbewuchs besteht. Es ist ein emsiger Vogel, der ständig unterwegs ist. Ein auffallendes Merkmal sind die zuckenden Bewegungen mit dem Schwanz und den Flügeln.

Die Nahrung besteht aus Insekten und Spinnen und Schnecken. Er sucht gerne ab der Baummitte bis in den Baumwipfel nach Nahrung.

Das Weibchen wählt das Nest aus. Dieses, in der Regel unordentliche Nest, befindet sich in 10 – 40 Zentimeter Höhe und ist kugelförmig, mit einem Seiteneingang gebaut.

Zilpzalpe leben monogam. Häufig ist aber auch die Lebensform Bigynie – bedeutet ein Männchen mit zwei Weibchen. Die Brut beginnt Mitte bis Ende April. Häufig folgt eine Zweitbrut im Jahr. Er gehört zu den 10 häufigst vorkommenden Arten.

Der Zilpzalp ist ein Kurz- oder Langstreckenzieher. Die Vögel Mitteleuropas ziehen in die Mittelmeerregion, aber auch bis zur Sahara.

Oft wir der Zilpzalp mit dem Fitis verwechselt. Deshalb gehört er auch zu den Zwillingsarten .Unterschiede sind in der Beinfarbe zu erkennen. Beim Zilpzalp sind die Beine dunkelbraun bis schwarz, beim Fitis hellbraun bis graugelb. Auch der Überaugenstreif ist beim Fitis deutlich gelber. Das Federkleid des Zilpzalp ist bis auf die schmutzig weiße Kehle und die ebenso gefärbte Körperunterseite, graubraun bis graugrün.

Der deutlichste Unterschied ist aber der Gesang. Dem eintönigen „Zilpzalp“ steht der Gesang des Fitis gegenüber, der an den des Buchfinks erinnert.

Josef Guggenmoos schrieb ein Gedicht darüber:

Zilpzalp

Wer im Wald spazieren geht, hört, wie es lustig klingt, wenn der Vogel Zilpzalp „zilpzalp zilpzalp zilpzalp“ singt.

Der Zilpzalp kann kein „zizidä“ doch „zilpzalp“ kann er gut. Darum singt der Zilpzalp „zilpzalp“ in seinem Übermut.

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