Wissenswertes in Sachen Natur


22.09.2017  Wo sind die Insekten ?  Fuhr man vor dreißig Jahren über die Autobahn, mußte beim ersten Tankstopp die Frontscheibe von Insekten befreit werden um wieder eine gute Sicht zu haben. Heute kann man bis zum weit entfernten Urlaubsort durchfahren und es sind nur wenige Insekten auf der Scheibe umgekommen. An den erleuchteten Straßenlaternen wimmelte es von Insekten die im Lichtkranz umherschwirrten. Heute scheint die Luft „Insektenfrei“ zu sein und tatsächlich ist der Insektenbestand von 19890 bis heute um 80 Prozent zurückgegangen.  Die Bedüngung der Felder mit stickstoffhaltigem Dünger, der Klimawandel, die geänderte Nutzung der Landflächen bewirken Veränderungen in der Pflanzenwelt und somit wegfallende Lebensbedingungen für Insekten, mit der Folge das weniger Bestäubung durch Schmetterlinge etc. erfolgt. Desweiteren wird durch den Rückgang der Insekten bei den Insektenfressenden Vögeln die Nahrung knapp – Rückgang des Bestandes.

21.09.2017  Die Treue zur Art und zur Familie und ein besonders ausgeprägtes soziales Verhalten entdeckten jetzt Forscher bei der Spinnenart „Stegodypuhus dumicola“. Die Tanten von Spinnenkindern helfen nicht nur bei der Nahrungsaufnahme der jungen Spinnen. Die unverheirateten Tanten würgen die Nahrung wieder hoch und geben es dem Nachwuchs zu fressen und lassen sich später selbst von den Jungtieren fressen. Mehr gibt es unter dem Link zu erfahren

21.09.2017  Fünfzig Jahre war der Blauflossenthunfisch in der Nordsee verschwunden Nun ist er wieder da. Es gibt also auch einmal erfreuliches zu berichten. In Skandinavien werden nund vierzig Tiere gefangen und mit Sendern versehen wieder freigelassen. So wollen Forscher  des WWF und der Universitäten Schweden und Dänemarks herausfinden wieso der Blauflossenthunfisch wieder zurückkehrt. Mehr Infos unter :   WWF

Wolf tot. Der Wolf in der Anhholter Schweiz wurde erschossen. Auch einen neuen Zaun den man gezogen hat, könnte er überwinden. Nun wurde er angeblich zu gefährlich.

18 Millionen Vögel sterben jährlich durch Glas / Fensterscheiben. Was man dagegen tun kann zeigt eine Broschüre des BUND_NRW.  Hier die Broschüre als PDF:  Vogelschlag_an_Glas_Broschuere_BUND_NRW

Sensationeller ökologischer Fund im Landschaftspark Duisburg NordDer Diplom Biograf Tobias Rautenberg hat unter einem Stein eine Ameisengrille entdeckt. Wie die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet meldet handelt es sich um den westlichsten jemals entdeckten Fund einer Ameisengrille. Weder  in Frankreich, Belgien, den Niederlanden oder am Niederrhein wurde jemals eine dieser etwa drei Millimeter großen, blinden, tauben und stummen Art nachgewiesen. Bei Gefahr tarnt sie sich als Ameise. 10000 Steine hat der Biograf umgedreht bis er seinen Fund machte. Ameisengrillen auf Wikipedia

Feuersalamander gefährdet. Jetzt wurde in Essen ein 2. Infektionsherd des für den Feuersalamander tödlichen Pilz Batrachochytrium Salamandrivoranus gefunden. Bisher war er nur in der Eifel bekannt. Der Pilz verursacht Löcher und Geschwulste die den Salamander in nur wenigen Tagen töten. Der Virus ist hochansteckend. Aus einer großen Population im Essener Stadtwald wurden von 36 getesteten Salamandern 6 Tiere positiv getestet. Damit gilt der Salamander dort als stark bedroht. In vielen Regionen gilt er bereits als unbemerkt ausgestorben.

05.09.2017 Wolf geflohen. Im Tierpark Anholter Schweiz ist eine Wölfin aus dem Gehege ausgebrochen. Beim Betäubungsversuch zur Untersuchung des Rudels  hat die Wölfin die Flucht ergriffen und den Zaun des Geheges überwunden. Der Park ist nun zur Zeit geschlossen, da das Tier sich noch innerhalb des Parkgeländes befindet. Mehrmals wurde die Wölfin gesehen, aber man schaffte bisher die notwendige Nähe von 10-15 Metern nicht um sie betäuben zu können. Nun wurden Strohballen am Gehege zu einer Art Treppe aufgeschichtet, über die die Wölfin wieder ins Gehege gelangen kann, da man vermutet das sie wieder zum Rudel zurück möchte. 2016 hatte das Wolfspaar in der Anholter Schweiz sieben Welpen zur Welt gebracht. Eines davon ist die jetzt ausgebrochen junge Wölfin. Auch heute, eine Woche später, ist die Wölfin noch innerhalb des Geländes. Auch eine zweite Brücke hat sie nicht angenommen. Eine Fotofalle zeigt sie vor dem Zaun des Geheges mit ihrem Rudel auf der anderen Zaunseite. Sie will also zurück.

12.09.2017 die Wölfin ist noch im Parkgelände. Auch einem Experten ist es bisher nicht gelungen das Tier einzufangen

Wolf

Wolf in der Anholter Schweiz

Wolf

Wolf in der Anholter Schweiz

Usutu Virus breitet sich aus – das tropische Usutu Virus bewirkt auch in diesem Jahr wieder ein Vogelsterben. Bisher wurden dem NABU bereits 650 Fälle gemeldet. Betroffen sind hauptsächlich Amseln, die vermehrt zwischen Mai und September befallen werden, da der Virus durch Stechmücken übertragen wird. Verbreitungsgebiete sind die wärmeren Regionen. Am Niederrhein und im Bereich Aachen wurden die meisten Fälle entdeckt, aber auch in Niedersachsen und Bayern wurden bereits Tiere gefunden. Das Virus ist für den Menschen ungefährlich. Wegen der hohen Anzahl betroffener Amseln wird der Virus auch Amselvirus genannt. Die Vögel verlieren ihre Scheu und wirken apatisch. Bereits nach wenigen Tagen sterben sie. Tote Tiere bitte dem NABU melden, damit dieser in Zusammenarbeit mit Forschern die Wirkung und die Entwicklung des Virus erforschen kann. Hier ein Link mit einem Meldeformular:  Formular Usutu-Virus

Zum Vogel des Jahres 2017 –  wurde der Waldkauz gewählt. Stellvertreten für alle Eulenarten soll so daran erinnert werden einen Teil des Waldes als „Urwald“ zu belassen, damit diese Arten Bruthöhlen in den Altbaumbeständen finden können.

Der Waldkauz wird etwa 40 cm groß und ernährt sich von Mäusen, Ratten, Maulwürfen und Jungkaninchen. In der Dunkelheit verläßt er sich ganz aus sein Gehör.


„Klangattrappen Apps“  – werden von Einigen gerne genutzt um Vögel anzulocken. Wichtig ist aber zu wissen das dieses Verfahren durch das Bundesnaturschutzgeset verboten ist. Viele Vögel sehen in Artgenossen Feinde und fühlen sich so bedroht, dass sie dadurch vertieben werden und ihr Gelege im Stich lassen.


Welcher Vogel ist das ?  – heißt ein Buch aus dem KOSMOS Verlag welches auch vom NABU empfohlen wird. Es werden ausführlich über 440 Vogelarten Europas erklärt.


Kappenammerpärchen – im August wurde bei Tübingen erstmals ein Kappenammerpärchen entdeckt, das erfolgreich gebrütet und vier Küken aufgezogen hat. Bisher wurde der Vogel wohl ab und zu gesichtet, aber nie mit einem Brutnachweis. Somit ist das Projekt zum Schutz der Grauammer, das die Universität Tübingen initiierte, erfolgreich gelaufen. Eigentlich lebt der gelbbäuchige Vogel zwischen Südeuropa und dem Iran und in den Wintermonaten in Indien. Nun hat die Evolution ihn bis Südfrankreich und Süddeutschland kommen lassen


Wildschweine erreichen das Ruhrgebiet.  – In der Kirchellener Heide wurden im Herbst 2016 mehrere Wildschweine gesichtet. Ein Zaun entlang der A2 verhinderte bisher Unfälle mit den Tieren. Wildschweine werden sehr früh geschlechtsreif und vermehren sich extrem schnell. Auf der Veranstaltung „Wildhier“ (26./27.08.2017) am Kemnader See vermutet ein Jäger in fünf Jahren Zustände im Raum Essen, vergleichbar mit der Wildschweine Population in Berlin.


60 Kraniche wurden heute in Brandenburg gesichtiet. Die Wanderung hat also begonnen. Im September gibt es auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst viele Veranstaltungen um die Tiere beobachten zu können. Termine  hier


Peter Berthold zum Thema : Vogelfütterung über das ganze Jahr ?


Zugvögel gefährdet. Bekassine und Knäkente sind bereits auf ihrem Flug über die Adria Route Richtung Afrika. Die Ruheplätze an der östlichen Adria sind nun aber in Gefahr. In Montenegro ist so ein Haltepunkt die Saline Ulcinj. Vor hundert Jahren wurde die ehemalige Lagune mit Verbindung zur Adria in einen Salzgarten umgewandelt. In Verbindung mit dieser Nutzung blieben 1500 Hektar als Natur- und Schlickfläche erhalten. Ein Paradies für die Zugevögel. Nun aber will der Betreiber offensichtlich diese Flächen bewußt austrocknen lassen, um sie dann für den Tourismus zu bewirtschaften. Eine Katastrophe für die Zieher. Außerdem werden trotz Artenschutz an der östlichen Adria jährlich mehr als zwei Millionen Zugvögel geschossen. Mehrfach hat die Regierung  angekündigt einzugreifen, aber nichts geschieht. Die ehemalige Botschafterin in Montenegro Gudrun Steinacker soll nun den Preis EURO-NATUR 2017 erhalten um ein Zeichen für den Erhalt der Saline zu setzen, da sie sich in ihrer aktiven Zeit für die Erhaltung eingesetzt hat.


Das Nationalparkamt Müritz berichtet über Bruterfolg eines Uhu Paares im Müritz Nationalpark. Der Uhu galt bisher für die Nationalparkregion als ausgestorben. Der aktuelle Brutbericht 2017 für den Müritz-Nationalpark zeichnet für die Greifvögel ein positives Bild. Insgesamt 11 Seeadlerpaare zogen 14 Jungtiere heran. Die Zahl der Jungtiere hat sich im Vergleich zu 2016 nicht geändert. Bei den Fischadlern stieg der Wert leicht an. 15 Fischadlerpaare stopften die hungrigen Mäuler von insgesamt 28 Küken. Im Jahr 2016 waren es 23 junge Fischadler. Bei den Wanderfalken sank die Zahl der brütenden Paare und auch der Jungtiere im Vergleich zum Vorjahr. Nur zwei Paare mit fünf Jungtieren wurden in diesem Jahr gezählt. 2016 verließen noch zehn Jungtiere das Nest.

  


      

Die WAZ berichtet in der Ausgabe vom 01. September 2017:                                          Jugendliche fühlen sich von Zerstörung der Natur bedroht….                           Vier von fünf Jugendlichen zieht es laut einer Umfrage  mehrmals pro Woche ins Grüne. Für fast drei Viertel der jungen Menschen bedeutet Natur „Freiheit“ und „Abenteuer“, wie eine Befragung des Ecolog-Instituts von gut 1000 Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren ergab. Rund 80 Prozent sind demnach mehrmals pro Woche oder täglich im Grünen unterwegs. Zugleich zeigt die in Düsseldorf vorgestellte bundesweite Umfrage „Fokus Naturbildung“ : Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der jungen Leute fühlt sich durch die Zerstörung der Natur bedroht. Und 72 Prozent gaben an, sich persönlich für den Naturschutz verantwortlich zu fühlen. Zugleich wurde aber auch deutlich : etwa jeder vierte Jugendliche weiß nicht, was er selbst zum Naturschutz beitragen kann.          


Nabu hält kein Kreuzfahrtschiff für empfehlenswert . Kein Verzicht auf Schweröl und kaum Abgasreinigung: Der Naturschutzbund (Nabu) kann keine wesentlichen Verbesserungen in der Kreuzfahrtbranche erkennen. Auch neuere Schiffe könnten die Umweltschützer nicht empfehlen.

 


      

One Response to Wissenswertes in Sachen Natur

  1. 09.09. Um 07:30 Uhr bis 09:30 Uhr. NABU Führung Heisinger Aue. Rastplatz für Zugvögel. Treffpunkt Rote Mühle

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