Harpener Teiche

Harpener Teiche oder Werner Teiche – nach den beiden Bochumer Stadtteilen sind die Gewässer an der Grenze zu Dortmund benannt.

Harpener Teiche
Harpener Teiche

Wenn man einen der Parkplätze am Einkaufszentrum „Ruhr-Park“ nutzt gelangt man in kürzester Zeit an einen der Teiche, – eigentlich müßte man „See“ sagen, für einen Teich sind sie meiner Meinung nach doch schon ziemlich groß – wo es schon einmal ein wenig „streng“ riechen kann.

Das Wasser ist türkisfarben gefärbt. Der Grund für diese Eigenschaften eröffnet sich dem Wanderer nach ein paar Metern. Hier ergießt sich das Wasser, welches aus 500 Metern Tiefe empor gepumpt wird, in den ersten Teich. Obwohl das Grubenwasser, um das es sich hier handelt, mit Wasserstoffperoxid versetzt ist, riecht es hier manchmal nach faulen Eiern.

Harpener Teiche

Im Haushalt ist Wasserstoffperoxid ein beliebtes Reinigungsmittel. Wasserstoffperoxid ist antibakteriell und antiseptisch, es soll Gerüche beseitigen und bleicht das Wasser.

Das Grubenwasser aus den stillgelegten Bergwerken hat einen höheren Mineralgehalt als Trinkwasser und erreicht mit einer Temperatur von 20 Grad die Teiche.

An der Einmündung müssen die Tiere und Pflanzen mit einem höheren Salzgehalt klar kommen. Dennoch ist das Ökosystem intakt. Auf der Wasseroberfläche tummeln sich Kanada- und Nilgänse mit ihrem Nachwuchs. Auch ein Blässhuhn fühlt sich wohl und aus den Bäumen hört man die vielfältigen Gesänge der Vögel.

Harpener Teiche
am zweiten Teich ist das Wasser wieder klar

Bereits am nachfolgenden Teich, den man über eine Brücke überqueren kann, ist die türkisfarbene Färbung verschwunden und man kann den Grund des Gewässers wieder sehen. Auch hier sind wieder Kanadagänse und Nilgänse mit Gösseln, wie die korrekte Bezeichnung der Gänseküken ist.

Gössel
Gössel

Schließlich queren wir eine kleine Brücke in der Nähe des Bahndamms. Unter uns fließt das Wasser weiter in Richtung Ruhr. Rechter Hand liegen Pferde im Gras und auf der anderen Seite wurde der Acker frisch gepflügt.

Über uns zieht ein Mäusebussard seine Kreise. In Richtung zum Parkplatz begleiten uns Feldraine mit vielen Feldblumen. Hier wurde ein korrekter Feldsaum angelegt.

Über den Parkplatz der Medi Therme bewegen uns wieder auf den Ruhr Park zu.

Rotkehlchen
Harpener Teiche - Pferde

Der Wanderweg furch dieses schöne Gebiet, das uns bisher noch nicht bekannt war hatte eine Länge von knapp fünf Kilometern.

Kunst am Mast

Meerbusch

Meerbusch – ist seit 1990 ein Naturschutzgebiet innerhalb des 600 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Strümper Busch“.

Meerbusch

„Der Meerbusch,“ wie es eigentlich korrekt heißen muß, ist ein ökologisch wertvoller Bruchwald. Ein Bruchwald ist ein in großen Teilen nasser oder gestauter Wald mit sumpfigen Elementen. „Bruch“ ist die Bezeichnung für „Feuchtgebiet“. Während ein Bruchwald dauerhaft nass ist, ist ein Sumpfwald zeitweise geflutet und ein Auwald regelmäßig überflutet.

Der Meerbusch oder auch Meerer Busch, liegt im Süden der Stadt Meerbusch und erstreckt sich über eine Fläche von 54 Hektar. Im Osten grenzt er an Büderich. Der Wanderparkplatz in Büderich ist auch unser Ausgangspunkt für den Rundweg.

Meerbusch

Hier im Osten des Meerbusch wandern wir zwischen herrlichen alten Buchen und Stieleichen in deren Kronen sich die Sonnenstrahlen brechen. Der Weg ist ein wunderbar weicher Waldboden, auf dem man wie über einen Teppich schreitet. So begeistert wie wir scheinen auch die Vögel zu sein, deren Fröhlichkeit sich im vielfachem Gesang wiederspiegelt. Nur zu sehen sind sie fast nicht, weil dichtes Laub uns an eine Sichtung hindert.

Meerbusch

Erst als wir am Mühlenbach entlang wandern, hören wir aus einer Baumhöhle das Rufen junger Buntspechte. Der Hunger ist auch bei der Brut der Spechte immer groß und da kommt ein Elternteil auch schon mit dem Schnabel voller Futter angeflogen, setzt sich auf einen Busch nahe am Baum und wartet ab. Offensichtlich fühlt er sich durch uns daran gehindert die Höhle anzufliegen, deshalb gehen wir auch schnell weiter um nicht zu stören. Da verzichtet man dann lieber einmal auf ein schönes Foto an der Nisthöhle.

Die Natur ist hier in diesem Teil geprägt von einem Erlenbruchwald und teilweise offenen Wasserflächen. Röhricht und Schilfgürtel sind zu sehen und eine große Zahl Mücken fühlt sich hier sehr wohl. Man sollte schon etwas Vorsorge treffen, wenn man hier wandert, sonst kommt das große Jucken, wie bei uns, die wir ja einmal wieder nicht ans Eincremen gedacht haben.

Nur das letzte Stück des Weges führt über einen Schotterweg und man sollte auch ein bischen auf die „Tretminen“ der Hunde achten. Es ist wohl ein beliebtes Ziel für Hundefreunde. Schade nur das die meisten Hundehalter ihre Tiere nicht anleinen, obwohl wir uns inmitten der Setzt- und Brutzeit befinden.

Worringer Bruch

Worringer Bruch, linksrheinisch im Norden der Stadt Köln gelegen, ist die tiefste Stelle der Stadt. Nur 37,5 Meter über dem Meeresspiegel und deshalb auch immer abhängig vom Wasserstand des Rheins. Bei Hochwasser ist das Gebiet stets betroffen. Auch ein Grund dafür, dass das Feuchtgebiet auch im Hochsommer immer mit Wasser gesegnet ist.

Worringer Bruch
liebevoll bemalte Steine am Zugang zum Bruch

Seltene Tier- und Pflanzenarten sind hier zu finden. Auf unserer Rundwanderung tönte es aus vielen Vogelkehlen und wir waren glücklich den Pirol und den Kuckuck gehört zu haben, auch wenn es mir nicht gelang ein Foto dieser Vögel zu machen. Das viele Laub an den Bäumen macht es jetzt immer schwerer einen unserer gefiederten Freunde ablichten zu können.

Worringer Bruch
Feuchtgebiet im Worringer Bruch

Zunächst führt der Weg ein Stück durch das Feuchtgebiet. Die Blässhühner führen gerade ihre Jungen aus. Schließlich geht es an einem Feldweg entlang, der die landwirtschaftliche Fläche vom Wald mit wunderschönen, großen Schwarzpappeln trennt. Unterbrochen werden die Pappeln hin und wieder von Eschen und Ahorn. Wer möchte dehnt die Wanderung noch mit dem Abstecher in die Rheinaue aus. Der normale Rundweg beträgt knapp 5,5 Kilometer, mit dem Abstecher ungefähr 8 Kilometer.

Blässhühner

Beim Worringer Bruch handelt es sich um eine ehemalige Altarmschlinge des Rheins. Heute besteht die Region aus einem Auenwald mit stehenden Gewässern und Offenland.

Worringer Bruch

Auch in der Geschichte spielt Worringen eine gewichtige Rolle. Hier wurde 1288 in der Schlacht von Worringen der 6-jährige Krieg um die Limburger Erbfolge zwischen Siegfried von Westerburg, Erzbischof von Köln, und Herzog Johann I. von Brabant entschieden. Zu den Siegern gehörte auch der Graf von Berg (Schloß Burg an der Wupper). Dieser erteilte nach dem Ende des Krieges Düsseldorf und Mülheim die Stadtrechte.

Worringer Bruch

Es entstand ein Handels – und Wirtschaftszentrum das in Konkurrenz zur Stadt Köln stand. So kam es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Düsseldorf und Köln, was sich anscheinend bis in die heutige Zeit fortgesetzt hat, wie man es ja häufig im Karneval bestätigt bekommt.

Worringer Bruch
Worringer Bruch

Hervester Bruch

Hervester Bruch – ist der Name eines Feuchtgebietes im Norden der Stadt Dorsten in Nordrhein Westfalen. Bruch – beizeichnet eine Sumpf oder Moorlandschaft und wird mit einem lang gezogenen „u“ ausgesprochen.

Früher wurden die Flächen des heutigen Hervester Bruch über Entwässerungsgräben für die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt. Durch den Steinkohlenbergbau kam es aber immer wieder zu Bergsenkungen, was das Gebiet für die Landwirtschaft unbrauchbar machte. So kam es in den 1990er Jahren zur Rückentwicklung und es entstand das heutige Feuchtbiotop.

Wasserbüffel und Heckrinder sorgen dafür das die Weidelandschaft und die Offenlandschaft beständig bleiben.

Wasserbüffel sind gute Schwimmer und kühlen sich gerne im Pfuhl. Dann liegen sie lange Zeit im Wasser. Die Tiere können ganzjährig in der Natur verbleiben. Im Winter vertragen sie durch ihr dichtes Fell Temperaturen von minus 24 Grad Celsius (KRAWCZYNSKI 2010).

Hervester Bruch
Wasserbüffel
Wasserbüffel
Wasserbüffel

Auch die Heckrinder sind robuste Rinder, die Feuchtgebiete gewohnt sind. Es ist eine Nachzucht des Auerochsen, allerdings sind die heutigen Heckrinder kleiner als der Ur. Die Stiere des Ur = Auerochse, sind schwarz, mit einem hellgrauen Strich auf dem Rücken. Sie Kühe sind etwas heller, von hellgrau bis schwarz. Auch die Kälber sind zunächst braun und ändern später die Farbe.

Heckrinder
Heckrind

Dem Besucher des Hervester Bruch stehen mehrere Indormationstafeln zur Landschaftsgeschichte und zum Leben der heimischen Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung. Es gibt eine große Biotopvielfalt für seltene Tiere und Pflanzen.

Der Wienbach, der die Landschaft wesentlich mitgestaltet, ist Teil von Natura 2000 . Der Bach ist kaum belastet und beherbergt deshalb viele Fisch- und Rundmaularten, wie Fluß- und Meerneunauge. Der Wienbach trägt zur Erneuerung der Fließgewässersysteme im Flachland bei und fließt in die Lippe.

Es gibt im Hervester Bruch zwei Aussichtskanzeln um die Natur beobachten zu können. Über einen Holzsteg geht es ein Stück durch das Schilf zu einer Plattform wo man auf ein großes Feuchtgebiet sehen kann. Im Schilf singt die Rohrammer und auf den Wiesen ist der Kiebitz zu Hause. Neben den Wasserbüffeln sucht die Bachstelze nach Nahrung.

Hervester Bruch
Storch

Auf der Rundwanderung begleitet uns der Gesang der Singvögel, wobei die Mönchsgrasmücker deutlich die Oberhand gewonnen hat. Die Grauammer hockt auf einem Zaunpfahl und läßt sich beim Sonnenbad nicht stören.

Auf den beiden Storchennestern haben sich Störche eingerichtet, ob sie bereits Junge haben können wir leider nicht erkennen.

Grauammer
Grauammer
Schnatterente
Schnatterente

Wir sind froh den Hervester Bruck erkundet zu haben. Bisher war uns das Gebiet noch fremd, obwohl es nur etwas über dreißig Minuten von Essen entfernt ist.

Hervester Bruch
Hervester Bruch
Hervester Bruch
Bachstelze

Zwillbrocker Venn

Zwillbrocker Venn – gelegen am Westrand des Münsterlandes, unmittelbar an der Niederländischen Grenze im Ortsteil Zwillbrock ist ein Teil der Gemeinde Vreden.

Die Tour startet an der Biologischen Station Zwillbrock. Hier ist der Zugang zum Rundweg um das Venn gut ausgeschildert. Gleich zu Beginn sehen wir die interessante Barockkirche St. Franziskus. Das Altarbild ist wie bei einer Theaterkulisse verschiebbar.

Der Weg durch das Zwillbrocker Venn liegt die meiste Zeit schön im Halbschatten. Zahlreiche Eichen und Birken säumen den Weg. Aus allen Ecken und Winkeln erschallt der Gesang der Vögel. Mehr als sechzig Vogelarten sind im Venn beheimatet.

Fitis

Zilpzalp, Fitis, Goldammer und viele andere Arten sind zu sehen und zu hören. Im Venn wurde ursprünglich Torf abgestochen. Später füllten sich die Senken mit Wasser. Heide, Stillgewässer , Feuchtwiesen und Moore prägen die Landschaft. Die Flachgewässer sind der ideale Lebensraum für die Flamingos. Das Zwillbrocker Venn ist die einzige Stelle wo es in Deutschland frei lebende Flamingos gibt. Auch der blaue Moorfrosch ist im März/April mit seinem Balzruf zu hören. Dafür waren wir aber wohl zu spät dran.

Zwillbrocker Venn
Goldammer

Flamingos im Zwillbrocker Venn

Zunächst siedelten sich Chile Flamingos im Venn an. Schließlich folgten europäische Rosaflamingos. Heute sind 40 Flamingos im Venn und bis Ende Mai rechnet man mit etwa 50 Tieren. Die Jungvögel kommen im Mai / Juni zur Welt und kehren nach einigen Jahren wieder in ihr Brutgebiet zurück. Die Wintermonate verbringen die Flamingos am Ijsselmeer, im Rheindelta und am Veluwemeer in den Niederlanden.

Im Hintergrund sieht man riesige Lachmöwenkolonien. 5000 Brutpaare sollen hier heimisch sein.

Zwillbrocker Venn
Flamingos

Es war unser dritter Besuch im Zwillbrocker Venn. Bei unserem ersten Besuch 2017 waren noch deutlich weniger Flamingos zu sehen und der Besuch im Jahr 2019 blieb uns in schlechter Erinnerung. Es war damals sehr heiß und die Monate vorher waren von viel Trockenheit und Dürre geprägt. Das Venn hatte kein Wasser mehr. Wo sonst die Flamingos und Möwen zu sehen war, war nichts mehr. Zudem war es die Zeit des Eichenprozessionsspinner, überall standen Warnschilder und Eichen gibt es hier sehr viele. Man war also mehr auf den eigenen Schutz bedacht, als auf die Natur zu achten. Wir hatten schon Sorge das die Flamingos für immer wegbleiben würden.

Jetzt aber, Ostern 2020 war das Bild ein völlig anderes. Feuchte Wiesen in saftigem Grün, angenehme Temperaturen, der Gesang der Vögel und die Möwen und Flamingos auf den Gewässern waren eine helle Freude. So hat man auch gerne eine der Bänke in Anspruch genommen, einen kleinen Imbiss genossen und die Seele baumeln lassen.

Auch wenn die Beobachtungs- und Aussichtstürme wegen der Corona Krise geschlossen waren, konnte man an genügenden Stellen das Treiben auf dem Wasser beobachten.

Auf der Heimfahrt schwärmten wir noch von dem schönen Tag im Zwillbrocker Venn.

Graugänse
2019 – das ausgetrocknete Venn
Zwillbrocker Venn
2017 im Zwillbrocker Venn

Totholz

Totholz wird im aufgeräumten Wirtschaftswald meistens schnell entfernt. Deshalb finden wir oft einen „aufgeräumten“ Wald vor. Als im letzten Jahr der Birkenkäfer die Fichtenwälder heimsuchte wurden in riesen Mengen Bäume gefällt, dass Totholz gestapelt und mit schwerem Gerät abtransportiert um dem Käfer den Garaus zu machen.

Mit dem schweren Gerät wurde dann zusätzlich zum Schaden der durch den Borkenkäfer entstanden war, auch noch der Boden derart verdichtet das noch mehr Schaden entstanden ist.

Totholz

Das Beispiel Bayerischer Wald hat in der Vergangenheit gezeigt das es auch anders geht. Der Nationalpark war in den 1980er und 1990er Jahren stark vom Borkenkäfer befallen und überall sah man die kahlen Baumwipfel. Die Bevölkerung regte sich bereits auf, weil die Parkverwaltung nichts unternahm. 60 Prozent der Altfichten starben und auch gesunde Bäume wurden teilweise befallen. Man sprach vom Borkenkäfer als den „Totengräber des Waldes“. Die Verwaltung blieb aber bei ihrer Linie die Natur einfach Natur sein zu lassen. Man hatte wohl erkannt, dass der Borkenkäfer lediglich seiner ihm zustehenden Aufgabe nachkommt, nämlich kranke Bäume zu befallen. Die Bäume sind allerdings nicht durch den Borkenkäfer erkrankt, sie nahmen Schaden durch den Klimawandel, die Luftverschmutzung, Bodenversauerung und Monokulturen, also alles menschgemachte Ursachen.

Das Totholz sorgte für neues Leben im Wald. Unzählige wirbellose Tiere und Pilze im Totholz sorgten durch die Zersetzung für die Nahrungs- und Lebensgrundlage eines neuen gesunden Wald. Die Menge Totholz ließ einen starkem Verbiss der jungen Triebe nicht zu. Viele neue Arten siedelten sich im neu entstehenden Urwald an. Der Borkenkäfer hatte so nicht nur für die Entstehung eines neuen gesunden Waldes mit starken Abwehrkräften gesorgt, sondern auch die Rückkehr vieler Arten. Der Bayerische Wald ist heute für seinen Artenreichtum ein Vorbild und ein Beweis dafür, dass die Natur sich selbst regeneriert, wenn man sie nur läßt.

Das Totholz fungiert als Nisthilfe für zahlreiche Arten. Er ist Trommelbaum für den Specht, Ansitzwarte und Spender für Nistmaterial für die Vögel des Waldes. In den toten Wipfeln legen Greifvögel ihre Horste an, sie bieten Platz für Nestburgen und viele unserer Vögel haben eine starke Bindung an das Totholz des Waldes. Baumläuf, Spechte, Sperling, Habicht und Meisen sind nur einige die vom Totholz profitieren.

Totholz

Selbst im Wirtschaftswald kann Totholz ein wichtiger Bestandteil für die Qualität des Bodens sein. So kann auch dieser ein Faktor für die Artenvielfalt werden.

Rabenkrähe

Rabenkrähe – wegen der Ähnlichkeit mit den Raben erhielt die Krähe ihren Namen. Die zu den Rabenvögeln gehörende Art hat die griechische Bezeichnung “ Corvus corone „. Von der Größe her ist die Rabenkrähe vergleichbar mit der Saatkrähe. Die Saatkrähe hat als bestes Unterscheidungsmerkmal einen fast weißen Schnabelansatz. Der Schnabel ist schlank und spitz, während der Schnabel der Rabenkrähe dick und schwarz ist.

Saatkrähe
Saatkrähe

Die Rabenkrähe ist in Mittel- West- und Südeuropa verbreitet. In Osteuropa wird sie von der Nebelkrähe abgelöst. Bei beiden Arten sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden. Der Unterschied von der Nebelkrähe zur Rabenkrähe ist die hellgraue Ober- und Unterseite der Nebelkrähe. Die Rabenkrähe ist dagegen komplett schwarz gefärbt.

Rabenkrähe
Rabenkrähe

Der Vogel lebt in der offenen Kulturlandschaft mit hohen Bäumen. Gerne hält er sich an Waldrändern und Parks auf. Im ländlichen Raum sind die Vögel deutlich scheuer als in den städtischen Zonen. Das liegt wohl daran, dass sie im ländlichen Raum stark bejagt werden. In der Stadt ist die Krähe sogar in Gärten zu finden.

In den Wintermonaten frißt sie Sämereien, Nüsse und Obst. Interessant ist zu sehen wie sie die Walnuss aus größerer Höhe auf den Asphalt fallen läßt, damit sie aufplatzt. Oft wartet sie auch einfach ab bis ein Auto über die Nuss fährt. Desweiteren stehen wirbellose Tiere, Jungvögel, Vogeleier, kleine Säugetiere und Aas auf dem Speiseplan.

Nicht brütende Vögel leben in Scharen zusammen. Als Begleiter sieht man häufig Dohlen und Saatkrähen. Am Dümmer See , Dümmer Moor, sahen wir sie im letzten Jahr zu Hunderten auf den Bäumen am Rande des Waldes. Es sah so aus, als wüssten sie das sie dort wegen des Schutzgebietes nicht bejagt werden dürfen. Den ganzen Tag war das dumpfe „Krah“ der vielen Vögel zu hören.

Das brütende Paar lebt dagegen meist etwas zurückgezogen. Die Rabenkrähe ist monogam und ist ein Meister im Nestbau. Weil diese „Nestburgen“ hoch oben im Baum sind müssen sie auch den stärksten Wind überstehen. Das Innere der Nestburg wird mit Erde und Lehm ausgestattet. Drei bis sechs Eier legt das Weibchen und bebrütet diese. Das Männchen hält derweil Wache. Noch fünf Wochen nachdem die Jungvögel flügge wurden, werden sie von den Eltern gefüttert.

Rabenkrähe
Rabenkrähe

Das Nest wird vehement von der Rabenkrähe verteidigt. Elstern oder Turmfalken würden gerne das stabile Nest in Besitz nehmen.

Äußerst unangenehm für die Krähe kann ein Konflikt mit einer Schar Wacholderdrosseln werden. Die deutlich kleineren Vögel greifen die Krähe an und bekoten sie so lange bis sie flugunfähig wird. Das macht die Wacholderdrossel übrigens auch wenn Menschen ihren Nestern näher als 15 Meter kommen. Da kann dann schnell die Kleidung „versaut“ sein.

Das auffälligste Merkmal des Rabenkrähe ist das glänzende schwarze Gefieder und der fast schwarze Schnabel. Auch die kräftigen schwarzen Beine ziehen den Blick auf sich.

Rabenkrähe

In der Geschichte galten die Rabenvögel oft als „Galgenvögel“ weil sie sich im Mittelalter als Asfresser auch in der Nähe der Galgen aufhielten.

ESSEN – MEINE STADT

Essen – meine Stadt – meine Jahresaufgabe für den Fototreff Essen – wie ich die Stadt Essen sehe.

Ulrich Kloes

Mobilität

Essen - meine Stadt
Mobile – bei der Eröffnungsfeier zur Kulturhauptstadt
Essen  - meine Stadt

Schifffahrt

auf der Ruhr von Mülheim bis Essen – Kettwig und auf dem Baldeneysee

Essen - meine Stadt

Eisenbahn

historische Fahrten mit der Hespertalbahn

Essen -  meine Stadt

Eisenbahn

Verkehrsknotenpunkt Essen

Essen - meine Stadt

Eisenbahn

Regionalbahnen , S-Bahnen und U-Bahnen

Essen  - meine Stadt

Radfahrer

Radwege entstehen auf ehemaligen Trassen der Gütertransportwege

Essen  - meine Stadt

Straßenbahn

durch die Mitte von Essen – Borbeck

Essen meine Stadt

Stadthafen

Umschlagplatz für Waren aus aller Welt. Hier bei Trimet Aluminium.

Wassertürme in Essen

Essen meine Stadt

Frintrop

Wasserturm für Bottrop und Essen

Essen meine Stadt

Bredeney

heute beinhaltet der Wasserturm Büroräume. Auf der höchsten Erhebung des Stadtteils errichtet 1921 , mit einer Höhe von 31 Metern . Er steht unter Denkmalschutz

Steeler Wasserturm

1898 erbaut bezieht der Turm das Wasser direkt aus dem Steeler Wasserwerk an der Ruhr

Essen – meine Stadt – Events und Promis

Margarethenhöhe

viel Betrieb bei einer Schlagerparade

Essener Original

Rene Pascal – das Essener Urgestein am Schlagerhimmel. In seiner „Kultkneipe Drehscheibe“ häufig anzutreffen.

Patrik Lindner

bei seinem Auftritt auf der Margarethenhöhe

Rock`n Roll

mit Danny and the chicks

Berthold Beitz

bei der Eröffnung des Berthold Beitz Boulevard – Ekkehard Schulz, Essens damaliger OB Wolfgang Reiniger, Berthold Beitz, Gerhard Cromme (von rechts nach links)

Impressionen aus Essen – meine Stadt

Erinnerung

…an die Bergbauzeiten. Immer wieder sieht man eine alte Lore aus der Zeit der Kohle.

blauer Elefant

… ein Symbol der Kindertagesstätte und Familienzentrum in Essen Katernberg

Borbeck

… der Schloßpark Borbeck ist der zweitgrößte Park der Stadt.

Sturmschäden

…gefallene Bäume in der Heisinger Aue

Wandern und Natur

Erholung im Grünen wird in Essen „Groß“ geschrieben

Landwirtschaft

noch gibt es einige Betriebe im Bio Anbau und in der konventionellen Landwirtschaft

Sport

nicht nur der Fußball spielt eine Rolle. Freizeitsportler lieben auch das Swingolfen.

Bauernhof

einer der Höfe , der Wallneyer Hof

Friedenskapelle

… der Heiligen Eucharistie mit angrenzendem Kreuzweg. Ein Ort der inneren Einkehr und Besinnlichkeit …
in der Nähe des Wichteltals

alte Brücke

über einen Nebenarm der Ruhr, im Vogelschutzgebiet Heisinger Aue

Heveneyer Hafen

An der Promenade der Ruhr , am Wichteltal ist die Brücke über den Ruhrarm in den ehemaligen  Heveneyer Hafen

Hirtsiefer Siedlung

Die Hirtsiefer-Siedlung ist ein wichtiges Beispiel für den gemeinnützigen und reformierten Wohnungsbau von 1919 bis 1930. Erbaut vom Architekten Theodor Suhnel

Kirschblüte

…in Essen Rüttenscheid. Die etwa 180 japanischen Kirschen hüllen die RÜ in ein spektakuläres Farberlebnis, das sehenswert ist und viele Frühlingsgenießer und Fotografen von weither anzieht .

Schloß Borbeck

…gehörte den Äbtissinnen von Essen und diente dem Hochadel zur Erziehung ihrer Töchter.

Grillo Theater

eine Stiftung des Industriellen Friefrich Grillo aus dem Jahre 1892

Hauptbahnhof

Der Essener Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Essen und gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie der DB 

Angerbach

Angerbach, oder einfach nur Anger, ist die Bezeichnung für einen Bachlauf der über 35,8 Kilometer zum Rhein führt. Ursprünglich lag die Quelle des Angerbach in Velbert. Durch Aufdämmung entstand der Stadtteich in Wülfrath, der heute als Quellteich des Angerbachs gilt. Der obere Lauf bis dorthin wird jetzt „Fliethenbeeke“ genannt.

Angerbach
Kunstwerk auf dem Hügel
Die Hirschskulptur mit dem sitzenden Menschen ist teil des Kunstwegs Ratingen und wurde von Stephan Balkenhol geschaffen.

Das Angerbachtal

Der Bach mit dem Angerbachtal laden zum Verweilen und Genießen ein. Eine herrliche Landschaft mit wechselnder Flora und Fauna belohnt den Wanderer. Mit etwas Glück lassen sich Wasseramsel oder Eisvogel sehen und am Wegesrand findet man viele Arten von Pflanzen und Kräutern.

Es gibt mehrere Rundwanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ich empfehle die Wander App Komoot zu Rate zu ziehen.

Eine Einkehrmöglichkeit bietet das Restaurant Auermühle in der ehemaligen Wassermühle am Angerbach. Einst diente sie als Getreidemühle und Kormbrennerei.

Der Bereich von der Auermühle bis zur Stadtgrenze Heiligenhaus ist das Naturschutzgebiet Angerbachtal. Hier fließt der Bach noch kräftig, während er sich in der Folge als ruhiger und flach fließender Bach seiner Rheinmündung nähert.

Angerbach

Parallel des Baches verläuft die Bahnstrecke der Angertalbahn, auch Wülfrather Kalkbahn genannt. Die Bahn förderte Kalk zu den Hütten an Rhein und Ruhr und Wasser aus dem Kalkabbau speist auch den Bach.

Kalkbahn

Blaumeise

Blaumeise – wegen der blauen auffälligen Kappe trägt sie ihren Namen zu Recht. Die Meise ist weit verbreitet. Prägnant ist auch der schwarze durchgehende Augenstreif und das kleine schwarze Bärtchen.

Blaumeise

Die Jungen werden mit Insekten gefüttert. Ansonsten werden in den Wintermonaten auch Pflanzensamen gefressen. Ganz verzichten muß die Blaumeise aber auch dann nicht auf Insekten, jedenfalls nicht wenn Schilf in der Nähe ist. Dort sucht sie die in Schilfhalmen nach versteckten Insekten.

Aus dem Norden kommen im Winter oft invasionsartig Zuzügler zu den Beständen in unseren Regionen hinzu. Bei den Männchen ist die Haubenkappe kräftig leuchtend und auch mit der gelben Unterseite wollen sie den Weibchen imponieren.

In Nisthöhlen brüten Blaumeisen von April bis Juli zwei Mal. Bereits zwanzig Tage nach dem Schlupf werden die Jungvögel flügge. Danach werden sie noch zwei Wochen weiter gefüttert. Während des Nestbaus und der Brutzeit kümmert sich das Männchen intensiv um den Schutz des Reviers. Während der Balz bringt das Männchen dem Weibchen Baltzeschenke in Form von Futter und setzt das auch im Laufe der Brutzeit fort.

In den Wintermonaten sind die Verluste bei der Blaumeise groß, deshalb besteht das Gelege aus bis zu vierzehn Eiern, was einen Rekord bei den Nesthockern bedeutet. Es kommt vor das ganze Gelege sterben.

Die Wissenschaftler des Max Planck Instituts Dr. Peter Santema und Prof. Dr. Bart Kempenaers haben dieses Phänomen untersucht. Über sieben Jahre wurden 684 Nester analysiert. Dabei stellte man fest, dass dreizehn Prozent die komplette Brut verloren hatten. Das lag in fast allen Fällen am Verlust eines Elternteiles durch Tod. Hatte man ursprünglich vermutet das ein Elternteil oder beide die Brut bewußt verlassen, so wurde diese These widerlegt.

Oft versucht das verbliebene Elternteil wenigstens einen Teil des Geleges durch zu bringen. Das gelingt dem Weibchen eher als dem Männchen, weil diese die Küken nicht wärmen können.

Haubenmeise

Haubenmeise, Blaumeise, Weiden- und Sumpfmeise gehören zu den „Kleinmeisen“. Die Haubenmeise ist eine insektivore Art das heißt, sie frißt in der Hauptsache Insekten. In den Wintermonaten begnügt sie sich aber auch mit Samen, Körnern und dann nimmt sie sogar die Angebote in Futterhäusern an. Dort hält sie sich aber nicht auf, sondern nimmt das Korn auf um sogleich damit fortzufliegen.

Haubenmeise

Ihr eigentlicher Lebensraum ist der Nadelwald. Heute findet man sie aber auch in Mischwäldern, Parks und sogar in Gärten.

Haubenmeisen leben monogam, sie sind ihr Leben lang treue Partner. Sie zeigen auch ein hohes Maß an sozialem Verhalten. Paare mit erfolgloser Brut helfen den Eltern anderer Jungvögel bei der Aufzucht der Jungen. Die Haubenmeise gibt es nur in Europa. Sie nehmen am Meisenzug teil . Der Meisenzug geht durch Wälder und Wohngebiete, hat aber nichts mit dem Zug der Zugvögel zu tun. Die Habenmeise gehört zu den Standvögeln. Im Gegensatz zu anderen Meisenarten sind sie nicht sehr gesellig, verteidigen aber auch ihr Revier gegen Artgenossen.

Haubenmeisen sind die einzigen Meisen mit einer deutlichen Federhaube auf dem Kopf. Diese ist schwarz-weiß gemustert ist. Kopf- und Halsseiten sind weiβ und mit schwarzen Streifen schwarzen versehen. Oberseite ist braun-grau und die Unterseite weiß-grau.

Die Nesthöhle schlägt die Meise in morsche, alte Baumstämme, oder sie übernimmt eine verlassene Höhle eines Spechtes, die sie nach ihrem Empfinden mit Moos und Tierhaaren auffüllt.

Die Jungen werden noch bis zu drei Wochen nach dem ersten Ausflug gefüttert.

Warum die Meise eine Haube trägt, die auch meistens aufgerichtet ist, konnte noch nicht erforscht werden und ist noch ein Rätsel. Überhaupt unterscheidet die Haubenmeise sich in mehreren Dingen von der üblichen Meise. Si versteckt sie zum Beispiel Futter für schlechte Zeiten und bedeckt das Versteck mit Rinde oder anderem Gehölz. Auch offene Flächen und Laubwälder sind bei ihr nicht sehr beliebt.

Schwanzmeise

Schwanzmeise – „der kleine Wattebausch“- war das erste was meine Frau zu dem schwarz, weißen Vogel sagte. Tatsächlich wirkt er im Flug wie ein kleiner Ball mit einem langen Schwanz. Die Schulterfedern sind allerdings leicht rosa. Kopf und Bauch weiß und ein deutlicher schwarzer Scheitel – Seitenstreifen ist zu sehen.

Schwanzmeise

Schwanzmeisen sind gesellige Vögel und gehören eigentlich auch nicht zu den Meisen. Sie sind eher mit Laubsänger und Schwalbe verwandt. Die Vögel sind meistens in einem größeren Verband zu sehen und sie sind sehr unruhig, als wenn sie ständig etwas zu tun hätten.

Das Futter, was ein Fotograf aber auf das Brückengeländer ablegte, war wohl für die kleine Schwanzmeise unwiderstehlich und nicht nur die Schwanzmeisen fanden sich ein, auch der Kleiber und andere Meisenarten waren ganz „heiß“ auf den gekochten Reis. Allerdings darf der Reis nicht in Salzwasser gekocht werden und muß ungewürzt sein. Bitte auch keinen rohen Reis ausgeben, da dieser sich im Körper eines Vogels aufbläht.

Schwanzmeisen bauen kugelförmige Nester in Astgabeln. Es heißt das die Nester der Schwanzmeise zu den weichsten Nestern der Vogelwelt zählen. Sie werden mit Moos, Fasern und Federn ausgestattet. Bei der Brut und der Aufzucht helfen die Altvögel. Auch Vögel der Bruten erfolglos waren, helfen den jungen Eltern bei der Aufzucht der Jungvögel .

Den Namen verdankt der Vogel natürlich dem auffallend langen Schwanz, mit dem er gut Ballancieren kann, wenn er an der Spitze eines dünnen Astes nach Futter sucht. Dabei hängt sie zumeist am Ast. von den 14 cm die der Vogel mißt, nimmt der Schwanz 9 cm ein.

Der Gesang des Vogels ist so hoch, dass er für die meisten Menschen nicht zu hören ist. Ihr Lebensraum sind Laub- und Mischwälder mit vielen Büschen. Wenn man etwas für die Schwanzmeise tun möchte, sollte man Obstbäume pflanzen und Büsche und Hecken anlegen.

In den Wintermonaten kommen Trupps aus dem Norden hinzu. Die Schwanzmeise aus dem Norden oder Osten hat einen ganz weißen Kopf. Die Nahrungsreviere werden von einzelnen Gruppen, die aus zehn bis zwanzig Tieren bestehen, verteidigt.

Die Verbreitung und der Häufigkeitsanteile von Vögeln mit nahezu reinweißen Köpfen und den Tieren mit schwarzem Scheitelstreifen ist noch nicht gut bekannt und darin sieht ornitho.de eine wichtige Aufgabe der Beobachter, die ihre Sichtungen dort melden sollten.

Geologische Wand – Kohle

Geologische Wand ist die Bezeichnung für ein Felsengebilde an der Ruhr in Essen Heisingen. An der Wand sieht man die Erdschichten die sich im Verlaufe von Tausenden Jahren gebildet haben und einen Teil des Flözes. Deutlich ist die Kohle zu erkennen und man ahnt was es für eine Arbeit war, den Abbau über und unter Tage zu betreiben.

Geologische Wand
Stollenmundloch

Zwei Aufschlüsse eines Flözes sind zu sehen, außerdem zwei Stollenmundlöcher der früheren Zechen Voßhege und Wasserschneppe. Die Eingänge sind natürlich geschlossen und der Zugang zu den einstigen Stollen zugemauert.

In der Zeche Voßhege wurde das Flöz Dickebank im Tagebau abgebaut. Es gab auch noch das Flöz Dünnebank, dieses war aber zu schmal um es abzubauen. Die nachfolgezeche Wasserschneppe hatte im Jahr 1817 die Erlaubnis zum Tiefbau erhalten und so wurde das Flöz Dickebank nahezu völlig abgetragen.

Geologische Wand

Die Historie um die Zechen ist auf zwei Informationstafeln die mit Texten von D.E.Meyer beschriftet wurden abzulesen.

Nach der Genehmigung zum Tiefbau kam es zum Zusammenschluß der Zechen Wasserschneppe, Zeche Spiekbank und dem Erbstollen St. Maria von Gutenrath. 1821 wurde die Zeche wegen Absatzmangel geschlossen und 1848 wieder in Betrieb genommen. 1885 kam dann das endgültige Aus.

Im Jahr 2006 geriet Zeche Wasserschneppe noch einmal an die Öffentlichkeit. Ein Tagebruch oberhalb des Flöz verursachte immense Schäden an den oberhalb gelegenen Häusern und 2017 stürzte ein Junge aus 10 Metern Höhe von der Geologischen Wand ab. Die Rettung des verletzten Jungen erfolgte durch die Höhenrettung.

Ganz in der Nähe der Wand wurde vor kurzer Zeit die neue Kampmannbrücke über die Ruhr nach Kupferdreh eingeweiht. Es handelt sich um eine Schrägseilbrücke, die in 40 Monaten errichtet wurde. In der Mitte der Brücke befindet sich eine Gedenktafel für einen Arbeiter, der aus ungeklärten Gründen während der Bauarbeiten in der Ruhr ertrank.

Das imposante Bauwerk hat eine Länge von 175 Metern und eine Breite von 11,7 Metern. Noch sind die Arbeiten rund um die Brücke nicht ganz abgeschlossen, aber man sollte sie in eine Rundwanderung mit einbeziehen, zumal sich im Umkreis ein neues Feuchtgebiet entwickelt, wo man viele Tierarten beobachten kann.

Wer mit dem PKW anreist, könnte den Parkplatz am neuen Cafe Extrablatt, Lanfermannfähre 118, nutzen. Über die Obere Aue und dem Staussebogen kommt man an der See Bar vorbei. und erreicht die Geologische Wand. Über die Kampmannbrücke geht es auf der Kupferdreher Seite wieder in Richtung Baldeneysee. Wer sich bis hierher noch nicht gestärkt hat, kann im alten Bahnhof Kupferdreh im Lukas einkehren, oder nutzt das Restaurant Gleis 2 am Baldeneysee. Vom Bahnhof Kupferdreh kann man in den Sommermonaten mit einem der historischen Züge der Hespertalbahn zum Haus Scheppen fahren. Manchmal auch noch richtig unter Dampf.

Über die alte Eisenbahnbrücke erreichen wir wieder die Heisinger Seite mit dem Vogelschutzgebiet. Entlang der Ruhr, vorbei an den Nestern der Graureiher und der Kormoran Kolonie, erreichen wir schließlich wieder das Cafe Extrablatt.

Turmfalke Lizzi

Turmfalke Lizzi bewohnt einen Teil der Walsumer Aue. Mittlerweile hat Lizzi eine richtige Fan-Gemeinde aus Fotografen, nicht nur aus der Region.

Wenn Lizzi eine Maus gefangen hat, läßt sie sich von Niemanden stören, dann kann man sich ihr bis auf knapp zehn Metern nähern und in aller Ruhe ein Foto „aus der Hand schießen.“ Lizzi genießt ihre Speise und ignoriert uns.

Turmfalke

Der Turmfalke hält sich auch treu an ihr Revier am Deich und man kann sie schön im Rüttelflug beobachten. Bisher kannte ich sie nur von Bildern meiner Fotokollegen aus dem Fototreff Essen, die sie schon öfter besucht haben. Heute war es dann soweit, dass ich mit meiner Frau ebenfalls dorthin gefahren bin um Lizzi einmal zu sehen.

Zunächst hatten wir kein Glück und sahen uns erst einmal die Einmündung der Emscher in den Rhein an. Überall auf dem Wasser er Emscher schwammen Enten und den Einlauf in den Rhein beherrschten unzählige Möwen.

Turmfalke - Emschermündung

Noch ist die Emscher in einem betonierten Lauf gefangen und ein sechs Meter hohes Bauwerk verhindert das Fische aus der Emscher in den Rhein gelangen. Auf ihrem 80 Kilometer langen Lauf von der Quelle zur Mündung ist die Emscher zum großen Teil wieder ein natürlicher Fluß. Auch die Zuläufe sind wieder renaturisiert.

Emschermündung

Bald wird auch die Mündung in den Rhein in Form einer Auenlandschaft stattfinden. Etwas weiter im Norden wird gerade daran gearbeitet.

Aber zurück zu Luzzi. Als wir schließlich wieder am Deich ankommen, rüttelt Luzzi unmittelbar in unserer Nähe. Eine Pause wird auf einer Laterne gemacht und schließlich hat sie eine Maus in den Fängen und läßt sich auf ihrem „Stammsitz“ auf dem Zaunpfahl nieder.

Turmfalke

Wie ein Birdinger berichtete frißt Lizzi etwa drei Mäuse am Tag. Ihr Gatte jagd weiter flußaufwärts in seinem eigenen Revier. Erst wenn die Brutzeit naht kommen beider Turmfalken wieder zusammen.

Ihr Brutplatz ist dann wieder das stillgelegte Kraftwerk Voerde, wo die beiden Falken auch in diesem Jahr für fünf Junge gesorgt haben.

Emschermündung
Höhenausgleich an der Emschermündung

Katze

Katze – ein Ausgehverbot für Hauskatzen fordern Juristen in den Niederlanden. Das Berichtet die WAZ in der Ausgabe vom 05. Dezember 2019.

Begründet wird die Forderung damit das Katzen eine Gefahr für viele Arten darstellen: „Weltweit waren Hauskatzen an der Ausrottung von mindestens zwei Reptilienarten, 21 Säugetierarten und 40 Vogelarten beteiligt.“ So die Juristen Arie Trouwborst und Han Somsen von der Universität Tilburg .

In Australien sind Hauskatzen zur Plage geworden, weil die „verwilderten“ Katzen keine natürlichen Feinde haben. Dadurch wurden sie zu einer Gefahr für das Ökosystem und werden gezielt gejagt.

Auch wenn ein „Ausgehverbot“ wahrscheinlich nicht umsetzbar ist, sollte man sich dennoch Gedanken machen dürfen, wie man gegensteuern kann.

Der Protest und die Empörung der Katzenfreunde ist natürlich bei dem Thema vorprogrammiert. Warum aber sollte man auf Freigänger keine Katzensteuer , ähnlich der Hundesteuer erheben. Diese könnte ja nach Anzahl der gehaltenen Tiere gestaffelt werden. Hundehalter müssen in gewissen Gebieten ihre Tiere an der Leine halten, um andere Arten zu schützen. Bei Katzen wäre etwas Ähnliches zumindest in der Zeit der Brutsaison ebenfalls denkbar. Kann man eventuell die Haltung auf eine gewisse Anzahl Katzen gesetzlich beschränken?

Hundehalter müssen den Kot ihrer Tiere entsorgen. Den Kot unserer Nachbarn mit zwei Katzen die alle zwei Stunden ihren „Spaziergang“ machen und ihre „Toilette“ neben unserer Terrasse eingerichtet haben, müssen wir selbst „verbuddeln“. Wer weiß wie Katzenkot riecht, kann unseren Ärger darüber sicher nachvollziehen. Beim Nachbarn wird das Katzenklo dadurch jedenfalls wohl kaum beschmutzt.

meine Katze fängt keinen Vogel…

Manche werden sagen das ihre Katze keine Vögel fängt, sondern nur Mäuse. Nur weil die Katze die Vögel nicht, oder nur selten, mit nach Hause bringt, heißt das aber nicht das sie keine fängt. 25 bis 100 Millionen Vögel werden in Deutschland jährlich von Katzen getötet. Einige Tierliebhaber halten dem entgegen das durch Glasschlag ebenfalls jährlich 18 Millionen Vögel getötet werden und das die meisten Arten durch intensive Landwirtschaft zu Tode kommen.

Das können aber keine Gründe sein das Thema „Katzen – Freigänger“ nicht anzusprechen. Dazu gehört es auch, sich mit der Steuer auf Freigänger zu befassen, oder die Pflicht zur Kastration zu besprechen.

Wikipedia : Man geht derzeit (2012–2014) von 8,4 Millionen Hauskatzen in Deutschland aus. 7,4 Millionen in Mittel- und Westeuropa und weltweit von mehr als einer Milliarde Tieren (einschließlich verwilderter und halbwilder Populationen).

Der Begriff Hauskatze besagt ja eigentlich das die Katze sich im Haus aufhält . Was muss bei der Haltung von Wohnungskatzen berücksichtigt werden?

Purina One zum Leben einer Hauskatze : Die Wohnungskatze benötigt ein anregendes Lebensumfeld. In Kombination mit guter Pflege und richtiger Ernährung kann die Katze so eine vergleichbar gute Lebensqualität haben wie Freigänger. Zu einem perfekten Katzenzuhause gehört ein Lebensraum, der dem Leben im Freien ähnelt. Dazu benötigt sie Flächen unterschiedlicher Höhe und unterschiedliche Ruheplätze. Außerdem sollten das Katzenklo nicht in der Nähe des Freßnapfes stehen.
Als Nächstes gilt es, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Die Katze braucht Beschäftigung. Mit Spielzeug bekommt sie Anregungen.

Keine Zeit für die Katzen ?

Man muß sich also mit dem Tier beschäftigen. Ist das etwa der Grund die Katze lieber als Freigänger zu halten, weil man sich dann nicht so viel mit ihr beschäftigen muß ?

Katzen gehören wie der Waschbär oder der Nutria grundsätzlich auch zu den invasiven Arten. Sie wurden erst aus Vorderasien nach Europa eingeführt. Weil Waschbären und Nutria ebenfalls Schäden im Ökosystem anrichten hat man bei den Tieren auch keine Bedenken gegen eine Bejagung. — Und bei Katzen?

Ich will natürlich auch nicht,das frei laufende Katzen bejagt werden, dass wollen wir bei Hunden ja auch nicht. Übrigens möchte ich das auch nicht beim Nutria und dem Waschbären. Man sollte sich aber Gedanken machen wie man Schäden durch Tiere in Grenzen halten kann.

Weil ich sicherlich einige mehr oder weniger heftige Kommentare erwarte. lege ich mich darauf fest, alle Kommentare zu lesen, aber nicht zu bewerten oder zu beantworten.

Jubiläum

Jubiläum – wenn auch nur eine kleines, feiert der Fototreff Essen in diesem Jahr. Fünf Jahre sind seit der Gründung (2014) in der Gaststätte Altenau, in der Siedlung Margarethenhöhe in Essen, vergangen.

Wegen der Nähe zur Margarethenhöhe lautete der Name des Treffs zunächst Fototreff- Margarethenhöhe.

Martin Petig und Ulrich Klös hatten damals die Idee einen Treff ins Leben zu rufen um sich mit anderen Fotofreunden auszutauschen. Zu den Teilnehmern der ersten Stunden gehörte auch Jochen Mohr, der noch immer aktiv bei den Treffen dabei ist.

In einem Nebenraum der Altenau konnten wir mit zunächst fünf Personen beginnen. Da einige Fotofreunde bereits eine gute Grundausstattung hatten, wurde unter Anleitung von Oliver Imhof, der bereits Erfahrung auf dem Gebiet hatte, mit der Porträt – Fotografie begonnen. Martin und Oliver sind leider heute aus persönlichen Gründen nicht mehr bei den Treffen dabei.

Jubiläum
Foto: Ulrich Kloes

Gäste aus der Gaststätte hatten sich als „Opfer“ zur Verfügung gestellt. Es wurde vereinbart sich einmal im Monat zu treffen. Heute finden die Treffen an jedem ersten Donnerstag im Monat ab 18:00 Uhr im Kunsthaus Essen-Rellinghausen statt.

Es folgten Workshops und gemeinsame Fototouren innerhalb des Ruhrgebiets und selbst gestellte Aufgaben mit einem Thema, wie zum Beispiel „Stühle“. Die Touren führten zum Innenhafen Duisburg, Medienhafen Düsseldorf, Schmetterlingshaus Hamm, illuminierte Dechenhöhle, Zoos und Naturparks wie Gangelt oder Zoom Gelsenkirchen, Museumsinsel Hombroich. Ein Ziel war auch die „Kent School“ als „Lost Places Fotografie„, das Diepholzer Moor und natürlich zu den Industriekulissen im Revier. Hier alles aufzuzählen würde zuviel.

Jubiläum
OLYMPUS DIGITAL CAMERA – Thema Stühle – Jochen Mohr

Nach zwei Jahren mußten wir uns eine neue Bleibe suchen, da das Lokal geschlossen wurde. Wir fanden im „Forsthaus“ in Essen Rellinghausen die Hilfe die wir benötigten. Der Wirt Wolfgang Kewer gestattete uns den Saal der Gaststätte zu nutzen.

Der Treff hatte im Laufe der Zeit auch Kontakt mit anderen Fotoclubs, so aus Esslingen. Den Mitgliedern konnten wir während ihres drei Tage Aufenthalts die schönen Seiten von Essen zeigen. Außerdem stellte sich bei einem Treffen der AV-Kreis Essen vor. Diese Gruppe erstellt Digitalpräsentationen und wir konnten uns in Wort und Bild von der guten Leistung überzeugen. Der AV Kreis Essen bietet auch Workshops zur Dramaturgie und Gestaltung an.

Eine Buchlesung von Klaus Hell, einem Essener Krimiautor, im September 2016, brachte uns auf die Idee Bilder nach dem Inhalt des Romans „Unter Chiffre“ zu erstellen, die dann während der Lesung gezeigt wurden.

Im Forsthaus – Saal fand im April 2017 die erste Ausstellung statt. Die Bilder blieben danach auf Wunsch des Wirtes noch länger im Saal und der Gaststätte hängen.

Jubiläum
Ausstellung

Jubiläum im neuen Standort

Anfang 2018 wechselte dann auch im Forsthaus der Inhaber und schließlich konnten wir durch die Vermittlung von Thomas Heuting unseren jetzigen Treffpunkt im Kunsthaus Rellinghausen nutzen. Damit haben wir nun wirklich einen Glücksgriff gemacht.

Jubiläum
der neue „Stützpunkt“ im Kunsthaus Rellinghausen

De Teilnehmerzahl des Treffs, der sich nach dem Wegzug aus der Altenau nun Fototreff Essen nennt, stieg stetig und heute zählen wir bei den Treffen zwischen zehn und fünfzehn Teilnehmer. Gemeldet sind knapp dreißig Personen, die auch per Mail oder WhatssApp über den Treff informiert werden.

Während des „kleinen Jubiläum“ findet am 16. November 2019 ab 14:00 Uhr eine Präsentation der Fotografen in Form einer Diashow im Black Box Raum des Kunsthauses statt. Anlaß ist allerdings nicht unser Jubiläum, sondern das Kulturwochenende im Bezirk II vom 15. – 17.11.2019

Rieselfelder Münster

Rieselfelder Münster – ein Begriff für den Vogelbeobachter und Tierfotografen. Im Norden der Stadt Münster gelegenes ehemaliges Verrieselungsfeld für die Abwässer der Stadt Münster.

Rieselfelder

Bis 1975 wurden auf zunächst 1 Hektar Parzellen geschaffen, in die die Abwässer über ein Kanalsystem abgeleitet wurden, oder im Sandboden versickerten. Den so gedüngten Boden nutzte man für die Landwirtschaft.

Von 1901 bis in die 60er Jahre erreichte die Fläche eine Größe von 640 Hektar. Seit den 1950er Jahren mußte das Gebiet bewässert werden. Das hatte zur Folge das sich viele Schreit- und Watvögel, sowie Graugänse und Enten einfanden. Seit 1975 werden die Abwässer der Stadt Münster in einer Kläranlage gereinigt. Die heutigen Rieselfelder sind auf einer Fläche von 200 Hektar ein einmaliges Naturerlebnis. Mehrere Beobachtungshütten und ein 12 Meter hoher Beobachtungsturm befinden sich auf dem Gebiet.

Rieselfelder Münster

Wir waren jetzt das vierte Mal in den Rieselfeldern und bei unserem jetzigen Besuch wurden wir mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen 10 – 12 Grad belohnt. Wenn man mit Rucksack und Kamera unterwegs ist, sind das tatsächlich ideale Voraussetzungen. Bei unserem ersten Besuch hatten wir viel Regen, beim zweiten über dreißig Grad. Man muß wissen, dass es in den Rieselfeldern nicht übermäßig viele schattige Plätze gibt.

Rieselfelder Münster – Artenvielfalt

Die Luft ist erfüllt von den Rufen heranziehender und umherfliegender Gänse. Besonders viele Blässgänse sind zu sehen, die sich auch am Boden mit den anderen Gänsearten, wie Graugans und Kanadagans, gut verstehen. Selbst der Graureiher schreitet gelassen durch die Reihen der ruhenden Gänse.

Auf einem angrenzenden Feld sehen wir Weißstörche, die sich durch die Fußgänger nicht stören lassen.

Rieselfelder Münster

Es geht am restaurierten Rieselwärterhäuschen vorbei, entlang der Obstwiese mit den Obstbäumen, nähern wir uns der ersten Beobachtungshütte am Stauteich. Bevor wir dort ankommen sehen wir auf der Weide, etwas zurück gelegen, mehrere Heckrinder. Die gegen den oft feuchten Boden unempfindliche Rasse hilft die Flächen durch Beweidung offen zu halten. Die hier geborenen Jungbullen dürfen zwei Jahre bei der Herde bleiben, danach werden sie entnommen, damit es nicht zu Streitereien mit den Altbullen kommt. Der Weg führt dann in eine neue Herde, oder in den Schlachthof. Da haben die Kühe bessere Aussichten. Die älteste war 2018 vierzehn Jahre alt.

Heckrinder

Am kleinen Stauteich sehen meine Frau und ich viele unterschiedliche Wasservögel. Löffelenten, Stockenten und natürlich Grau- und Blässgänse, Zwergtaucher, Kormorane, Blässhühner und Haubentaucher.

Interessant gestaltet ist der Schilflehrpfad. Hier hoffe ich auf die ein oder andere Bartmeise, die in den letzten Tagen schon mehrfach in den Rieselfeldern abgelichtet wurden. Aber in dieser Hinsicht ist das heute nicht mein Tag. Leider kann ich keine beobachten.

Schilflehrpfad

Auch von der Brücke, die das einfließende Gewässer überbrückt, hat man einen schönen Blick auf diverse Wasser und Watvögel. Schließlich überqueren wir die Coermühle Straße und erreichen die Storchen-Hütte an einem weiteren Gewässer. Beim überqueren der Straße hatte ich bereits einen Silberreiher fliegen sehen und ich hoffe das er hier gelandet ist. Tatsächlich sehe ich ihn am Schilfgürtel des Flachwassers. Außerdem sind einige Zwergtaucher im Schlichtkleid zu beobachten. Löffel- Stock und Pfeifenten vervollständigen das Bild das sich uns bietet.

Silberreieher

Der Weg führt nun über eine asphaltierte Straße weiter. Immer wieder bieten sich dem Wanderer Blicke auf die kleineren und größeren Rieselparzellen, bis wir schließlich die biologische Station erreichen. Wir legen eine kleine Pause ein, bevor wir weiter in Richtung Aussichtsturm laufen. Hier, auf dem großen Stauteich, herrscht eine große Vielfalt von Tieren. Eine Lachmöwenkolonie ist zu sehen und natürlich die üblichen Wasser- und Watvögel.

Rieselfelder

Bevor wir das Kanonenwäldchen passieren, freuen wir uns über den Anblick weiterer Weißstörche. Auf der Weide die jetzt folgt, grasen wieder Heckrinder mit ihren gewaltigen Hörnern.

Schließlich erreichen wir wieder den Parkplatz am Informationszentrum Rieselfelder. Hier kann man sich zum Abschluß noch eine interessante Außenausstellung ansehen und anschließend im Heidekrug neue Kräfte sammeln.

Lachmöwen

Es war wieder einmal ein herrlicher Tag in den Rieselfeldern Münster. Die etwas über einstündige Fahrt von Essen läßt es zu, den ganzen Tag hier zu genießen.

Krickente

Distelfalter

Distelfalter – auch Vanessa cardui – bevorzugen eigentlich die „Große Brennessel“, aber jetzt fand er wohl den Nektar auf den Blüten der Ringelblume und des Wandelröschen in unserem Garten erstrebenswert. Natürlich zu meiner großen Freude, denn bisher hatte ich noch keinen dieser Tagfalter fotografieren können. Auch in den benachbarten Gärten sind mir keine größeren Vorkommen von Disteln bekannt.

Distelfalter
Distelfalter am Wandelröschen

Der Distelfalter gehört zur Familie der eigentlichen Edelfalter und wenn man sich seine Flügel mit der schwarzen Oberseite, die mit mehreren weißen Flecken ausstaffiert ist ansieht, versteht man auch den Begriff „Edelfalter“. Sein Aussehen ist wirklich stattlich. Hinter dem bereits geschilderten Bereich ist der Falter orange gefärbt mit schwarzen Flecken. Am Rand der hinteren Flügel sieht man größere Augenflecken.

Die anhaltende Trockenheit im Essener Süden hat ihn wohl dazu bewegt uns aufzusuchen. Der Falter liebt trockene Regionen und weil es hier schon lange nicht mehr regnete, ist der Boden trotz des Gießen ziemlich ausgedürrt. Auch wenn es um den Essener Süden herum einmal eine Größere Schauer gibt, bleiben wir meistens im Trockenen. Das liegt vermutlich an der Nähe der Ruhr mit den Höhenzügen. Die Blumen halten sich aber tapfer und darüber freut er sich offensichtlich.

Distelfalter

Invasion der Distelfalter

Falter der ersten Generation findet man von Mai bis Juli. Je nach klimatischen Verhältnissen gibt es eine zweite Generation die wir von Juli bis August und September/Oktober sehen können.

Der Falter verbringt erstaunliche Leistungen. So überwintert er in Afrika und legt bis zu 15000 Kilometer zurück. Jedes Jahr fliegen die kleinen Flattermänner bis zu 15.000 Kilometer weit! Sie starten wenn die Regenzeit in Afrika beginnt und erreichen Nordeuropa im Frühjahr. Schon bald fliegen sie dann wieder zum Überwintern nach Afrika. Das alles bei nur sechs Zentimetern Körpergröße!

Man hat beobachtet das Distelfalter nach einer Flugstrecke von etwa 3000 Kilometern ihre Eier in Disteln ablegen und sich verpuppen. Während die Alttiere sterben, setzen die „Kinder“ den Flug fort. Dabei fliegen sie in bis zu 1000 Meter Höhe bis zu 50 km/h schnell.

Schließlich kommen dann die Urenkel in Nord Europa an. In diesem Jahr meldeten Israel und der Libanon einen Einflug von Millionen Distelfaltern und bald darauf kamen derartige Meldungen aus Zypern. Bis Ende Mai 2019 verzeichneten Berlin, Brandenburg, Bremen und die Stationen des Wattenmeeres „Massen von Distelfaltern“. Die Lebensdauer des Falters beträgt 12 Monate

Infos, Quellen : Helmholtz Zentrum für Umweltforschung / NABU/ Naturdetektive für Kinder

Wasserralle

Wasserralle oder Rallus aquaticus –sie wird der Höhepunkt meines heutigen Ausflugs in die Aue, die schon so etwas wie mein zweites zu Hause geworden ist. Ich stehe auf der kleinen Brücke in der Saarner Aue in Mülheim. Die Enten lauern schon auf Futter, aber damit kann ich heute nicht dienen. Es dauert nicht lange und sie bekommen ihr Frühstück von einem Rentner Ehepaar zugeworfen. Eine junge Frau hat Vogelfutter auf der ausgestreckten Hand und lockt das Rotkehlchen, das auf dem Pflock eines Zaunes sitzt. Tatsächlich ist die Verlockung groß genug und das Vögelchen frißt ihr aus der Hand.

Wasserralle in der Saarner Aue

Ein Fotofreund aus unserem Fotoclub, dem Essener Fototreff, war am gestrigen Tag hier und zeigte mir ein Bild vom Wintergoldhähnchen, das er hier gesehen hätte. Deshalb bin ich eigentlich hier, ich habe noch kein einziges gutes Foto vom dem kleinsten Vogel Deutschlands. Heute soll es etwas werden obwohl, eigentlich kann ich ihn mir an dieser Stelle überhaupt nicht vorstellen. Hier steht kein einziger Nadelbaum und das ist ja nun einmal das bevorzugte Gebiet vom „Goldie“. Aber ich habe ja nicht nur Geduld, sondern auch eine lange Unterhose und dicke Socken an, denn es sind gerade einmal 2 Grad plus.

Plötzlich erscheint sie, völlig unerwartet, aus dem Dickicht an der kleinen Uferböschung. Urplötzlich ist sie da und schreitet gemächlich, gut sichtbar über die Steine und das Laub und sucht nach Fressbarem. Die Wasserralle, nur zwischen 200 und 600 Paare soll es in NRW von diesem wunderbaren Tier geben. Er oder sie ist nicht viel größer als eine Drossel. Wie ich später nachlese gibt es sie in den Rieselfeldern Münster, im Zwillbrocker Venn (dort gibt es sogar Flamingos) und im Lippeland und dem Emscherland. Aber eben auch hier, in der Saarner Aue, was ich natürlich bei ornitho.de melden werde.

Man kann nicht unterscheiden, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt, sie sind gleich gefärbt. Ins Auge fallen der lange, rötliche Schnabel und die extrem langen Zehen. Der Unterkörper ist gräulich un die Oberseite olivbraun gesprenkelt. Die Querbänder am hellen Bauch grenzen sich deutlich ab, man könnte meinen der Vogel hätte eine Jacke, oder Weste an. Beim Laufen denke ich sofort, er hätte die „Hände in den Taschen“. Natürlich ist das Quatsch, aber es wirkt so. Vielleicht liegt dieser Anschein auch an dem kurzen Schwanz. Interessant ist auch das die Rallen zur Ordnung der Kranichvögel gehören.

Die Familie der Rallen ist mit 134 Arten sogar die größte unter den Kranichvögeln. Rallen erzeugen auf der Suche nach Nahrung auf dem Schlammboden, den Schwimmpflanzen und Blätterteppich, einen regelrechten „Wasserrallenpfad.“ Diese Wechsel werden in der Brutzeit gegenüber Artgenossen vehement verteidigt.

Die Wasserralle und die Baustelle

Wasserralle

In Essen hat die Wasserralle eine große Presse bekommen. Seit 2013 soll auf einem Gelände am Borbecker Mühlenbach, im Rahmen der Renaturisierung der Emscher und ihrer Zuläufe, ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Irgendwann hat aber jemand einen Ruf der Wasserralle gehört und weil diese unter besonderem Schutz steht, konnten die Baumaßnahmen nicht durchgeführt werden, obwohl niemand bis dahin die Ralle gesehen hat. Ein Schwein konnte es aber auch nicht gewesen sein. Wieso ein Schwein? Ja tatsächlich klingt der Ruf der Ralle wie das Grunzen oder Quieken eines kleinen Ferkels.

Die Emscher Lippe Genossenschaft baute dem Vogel sogar ein „Ausweichquartier“. Da man aber keinen Bruterfolg im neuen „Revier“ feststellen konnte, blieb es zunächst beim Baustopp. Selbst ein Fernsehsender nahm sich des Thema an und die Anmoderation lautete nach Auskunft der Emscher Lippe Genossenschaft : „Wasserralle will nicht vögeln….“ jetzt, 2019 im Januar, hat die Bezirksregierung allerdings eine Baugenehmigung für das Frühjahr erlaubt, unter der Auflage der Ralle ein zweites Umzugsgebiet zu gestalten und anzubieten.

Wasserralle , der Speiseplan

Insekten, Würmer, kleiner Amphibien, aber auch Pflanzen und Früchte stehen auf dem Speiseplan der Wasserralle. Häufig ist sie in den Morgen und Abendstunden zur Futtersuche unterwegs. Ich konnte erfahren, dass sie häufig die gleichen Nahrungsquellen aufsucht und so regelrechte „Rallenstraßen“ im Schilfgürtel entstehen. Die jungen Rallen verlassen bereits nach fünf Tagen das Nest und laufen hinter den „Alten“ hinterher, wobei sie bereits selbständig nach Futter picken. Wegen des Flaums werden die jungen Küken „Pullis“ genannt.

Weil die Sichtung der Wasserralle für mich so etwas Besonderes war, hänge ich noch zwei Bilder an.

Wasserralle
Wasserralle

Vogelfotografie – Technik

Vogelfotografie – wie fotografiere ich Vögel ? Wer mit der Vogelfotografie beginnen möchte, sollte sich zunächst ein wenig mit dem Objekt seiner Begierde befassen. Vögel sind schnell, bleiben meist nicht lange auf einer Stelle, fliegen, hüpfen, springen und sind äußerst wachsam. Das müssen sie auch, weil ihre natürlichen Feinde überall lauern. Katzen, Füchse, Marder, Waschbären und natürlich der Mensch geben jede Menge Anlass für die Tiere vorsichtig zu sein.

Vögel reagieren auf Bewegung. Man kann sich sicher sein vom Vogel bereits beobachtet zu werden, bevor man ihn selbst überhaupt entdeckt hat. Außerdem können Vögel auch gut hören. Man sollte, um nicht noch mehr aufzufallen, gedeckte Kleidung tragen. Ein zu farbenfrohes Outfit fällt sofort auf. Ob man nun sehr leise sein sollte ist Ansichtssache. Wildtiere fühlen sich sicherer wenn sie den Menschen hören. Wanderer die sich mit einem Partner unterhalten, oder spielende Kinder beruhigen die Tiere eher weil sie wissen das von den Menschen keine Gefahr ausgeht, im Gegensatz zu dem lautlosen Jäger.

Vogelfotografie – Vorbereitung

Es gibt natürlich Tarnkleidung. Sinn macht diese wenn der Fotograf oder Beobachter zum Beispiel am Feuchtbiotop auf eine bestimmte Vogelart wartet. Die Wasserralle, die nur am frühen Morgen oder in der Dämmerung zu sehen ist, oder Kraniche , die sehr scheu sind und die man nicht stören will, lassen sich evtl. so besser ablichten.

Wo finde ich den Vogel ?

Beobachtungshütte in Holland

Es gibt Beobachtungshütten die man für seine Ziele nutzen kann und für die Bodenbrüter, wie zum Beispiel der Rotschenkel, der auf dem Zaunpfahl sitzt und sein Nest beobachtet, bietet sich das Auto als idealer Schutzraum an. Es ist zwar erstaunlich, aber ein Mensch im Auto, selbst bei offenem Fenster stört den Vogel nicht. Das Auto wird zum Ansitz und man kommt sehr nahe an die Tiere heran, ohne sie aufzuscheuchen. Das soll jetzt nicht bedeuten mit dem Auto überall hinzufahren. Die Landschaft, der Acker, das Feld, die FFH und andere Schutzgebiete sind keine Strassen und mit den Reifen wollen wir nicht noch zur Verdichtung der Böden beitragen. Deshalb gilt es unbedingt auf den Strassen zu bleiben.

Rotschenkel – aus dem Auto heraus fotografiert

Der Schutz der Vögel und der Natur steht immer im Vordergrund. Nur um ein Bild zu „schießen“ dürfen brütende Vögel, oder betreuende Elternvögel nicht gestört, aufgescheucht oder verscheucht werden. Das würde für das Gelege und für Jungvögel den Tod bedeuten, weil die Eltern aus Angst nicht mehr zum Nest zurückkommen.

Der ideale Beginn für die Vogelfotografie ist der eigene Garten mit einer Futterstelle und einer Vogeltränke. Ich habe in einem Jahr 15 verschiedene Arten im Garten entdeckt. Das Schöne dabei ist, das man bereits die ersten Vögel des Frühjahrs mitbekommt. Da ist noch nicht so viel „Betrieb,“ weil andere noch nicht aus den Winterquartieren zurück sind. So lernt der aufmerksame Beobachter auch die Stimmen der Vögel kennen und auseinander zu halten. Am Futterkasten halten sich die Vögel auch schon einmal etwas länger auf und man hat mehr Zeit für das Bild.

Vogelfotografie – Lektüre

Neben den Informationen die das Internet bietet, gibt es zahlreiche gute Lektüren. Bestimmungsbücher helfen dabei den Vogel einzuordnen, den man gerade abgelichtet hat. Man will ja auch wissen welche Eigenarten der Vogel hat, wie seine Ernährung ist und wann er überhaupt zu sehen ist. Handelt es sich um einen Standvogel, der immer in der Region bleibt, oder um einen Zugvogel, der sein Winterquqartier aufsucht, oder macht der Vogel lediglich eine Rast auf der Durchreise? Ein solches Buch ist das „BLV Handbuch Vögel„, oder der Svensson „Kosmos Vogelführer .“ Ebenfalls vom Kosmos Verlag:  „Welcher Vogel ist das? “ und diverse andere Lektüren. Mehr zu Büchern in der Sektion „Buchrezension“.

Die beste Zeit zum Fotografieren

„Der frühe Vogel fängt den Wurm “ – ein weithin bekannter Spruch, der aber auf die Vogelfotografie zutrifft. Zwar legen die Vögel im Frühjahr nach ihren Gesängen am ganz frühen Morgen eine kurze Pause ein, aber mit diesen Revier- und Präsentations – Gesängen beginnen sie ja auch schon eine Stunde vor Sonnenaufgang, bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. Die frühe Morgenstunde ist sehr gut geeignet um Vögel abzulichten, weil sie dann auf der Suche nach dem „Frühstück“ noch nicht so ganz aufmerksam sind, was ihre Umgebung betrifft. Wer sich für die Zeiten interessiert, kann auf der „Vogeluhr“ nachlesen, wann welcher Vogel mit seinem Gesang beginnt. Die Zeiten verschieben sich etwas mit dem Sonnenaufgang.

Die Ausrüstung

Das Objektiv – die Brennweite – die Kamera

Ich benutze für die Vogelfotografie eine SLR von Canon, deshalb beziehen sich die folgenden Angaben auch auf diesen Hersteller. Die 7D Mark II mit einem L Objektiv 120 – 400 mm ist der Standard wenn ich unterwegs bin. Das Zoom Objektiv hat den Vorteil einen Brennweitenbereich von 120 – 400 mm abzudecken. Auf dem Bild ist eine 300 mm Festbrennweite zu sehen. Diese haben zumeist eine bessere Abbildungsqualität und eine höhere Lichtstärke gegenüber dem Zoom Objektiv. Der Vorteil des Zooms ist aber die Flexibilität in der Brennweite, gerade weil unsere Objekte sich ja bewegen und wir nicht ständig das Objektiv wechseln können, so viel Zeit bleibt meist nicht. Außerdem ist die Qualität der Zoom Objektive mittlerweile sehr gut, wenn man nicht das billigste nimmt.

300mm Festbrennweite

Brennweiten um 400 – 600 mm im Kleinbildformat, oder 300 – 500 mm im APS-C Bereich sollten etwa das Minimum an Brennweite darstellen. Es können natürlich auch schon einmal Bilder mit niedriger Brennweite gelingen, wenn man nahe genug herankommt, allerdings gehören da Faktoren wie Glück und Zufall dazu.

Große Vögel die an den Menschen gewöhnt sind, wie eine Möwe, kann man natürlich auch mit kürzeren Brennweiten als Vollbild ablichten weil sie kaum scheu sind. so auch ein Rotkehlchen, das zum Füttern auf die Hand kommt. Auch die Vögel in Freiflughallen sind in der Regel einfach zu fotografieren. In der freien Natur ist das allerdings meistens nicht so.

Wie bereits am Anfang beschrieben sind Vögel sehr schnell, zumal wenn man sie im Flug erhaschen will. Meist verharren sie auch nicht lange an derselben Stelle. Somit benötigen wir also neben der langen Brennweite auch eine entsprechend kurze Verschlußzeit.

Verschlußzeit

Ein Vogel im Flug zwingt uns schon zu einer Verschlußzeit  ab 1/1000 Sekunde, eher 1/2000 Sekunde oder kürzer. Je näher die Flugbahn des Vogels ist, um so kürzer muß die Verschlußzeit sein. Damit beantwortet sich auch schon die Frage des Bildstabilisators. Den braucht man bei solchen Verschlußzeiten natürlich nicht mehr.  Bei langen Zeiten bietet sich gegebenenfalls ein Stativ an. Es gibt allerdings auch Kameras die einen 5 Achsen Stabilisator mitliefern, womit dann sogar Freihandaufnahmen mit 1/30 Sekunde noch machbar sind.

In der Regel gilt allerdings, um ein verwacklungsfreies Bild zu bekommen,  eine Verschlusszeit mit etwa dem Kehrwert der Brennweite. Zum Beispiel eine Brennweite von 300 mm entspricht einer Verschlusszeit von etwa 1/300 Sekunde. Ich empfehle zunächst die Blendenautomatik zu nutzen.

ISO

An der Kamera sollte die ISO Automatik ( ISO ist analog als Bezeichnung der Filmempfindlichkeit bekannt ) eingestellt sein. Beginne mit einer Verschlusszeit von 1/1000 Sek und experimentiere, je nachdem wie aktiv der Vogel ist, den du ablichten möchtest. Wenn die ISO Zahl zu hoch wird, wird das Rauschen im Bild unschön.

Für die Belichtungsmessung empfehle ich die Spotmessung um sich auf das Objekt zu konzentrieren. Der Autofokus sollte auf AI Servo , also bewegende Objekte, stehen und benutze die schnelle Reihenaufnahme, das erhöht die Chance, das eines der Reihenbilder dem entspricht, das dir richtig gut gefällt.

Hintergrund

Auch bei der Vogelfotografie sollte man auf den Hintergrund achten. Eine weiße Möwe im Flug vor einem fast weißen bedeckten Himmel zu fotografieren macht nicht viel Sinn. Anders ist das Bild bei einem schönen blauen Himmel als Hintergrund. Bei hellerem Himmel werden die fliegenden Gänse zu dunkel abgelichtet durch das vorhandene Gegenlicht. Man muß also die Lichtmessung anpassen um die Konturen erkennen zu können.

Ähnlich ist es mit Vögeln die in Bäumen oder auf Ästen sitzen. Der Hintergrund ist dann sehr unruhig. Oft sind Blätter im Weg, was die Scharfstellung erschwert. Ein Autofokus ist dann fast nicht mehr möglich. Ein Positionswechsel kann dann hilfreich sein. Eine offene Blende lässt das Laub in Unschärfe verschwinden.

Stativ ja oder nein ?

In der Regel fotografiere ich ohne Stativ, da der Vogel mir zumeist nicht die Zeit gibt das Stativ zu benutzen. Wenn ich aber weiß , ich möchte heute den Eisvogel fotografieren, den ich seit Tagen beobachte und der immer alle 15 – 20 Minuten auf seinem „Stammast“ sitzt, lohnt es sich ein Stativ dabei zu haben. Ein Einbeinstativ kann auch gut am Fotorucksack angebacht werden. Den Vogel im Flug werde ich bestimmt nicht mit einem Stativ „einfangen“. Der fliegende Vogel, der durch „Mitziehen“ fotografiert wird, erfordert schon ein wenig Übung.

Wichtig ist noch die Einstellung „Reihenaufnahme“. Bei zehn Bildern in der Sekunde ist es höchst wahrscheinlich, dass wenigsten ein oder zwei Bilder gelungen sind. Das A und O der Vogelfotografie ist aber, wie überhaupt bei der Tierfotografie – Geduld.