Der Botanische Garten

Der Botanische Garten der Ruhr Universität Bochum zählt zu den schönsten ihrer Art weltweit.

Der Botanische Garten

Er liegt in herrlichen Landschaft, begrenzt von den Gebäuden der Universität, dem Lottental und dem Kemader See. Gegründet wurde der Botanische Garten 1962 zu Studien und Forschungszwecken der Biologischen Fakultät. Anlässlich des 25jährigen Jubiläum schenkte die Universität Shanghai den Bochumern den heute überall bekannten Chinesischen Garten. Dieser erhielt den Namen „Quian“, nach dem chinesischen Dichter mit gleichem Namen, der von 365 – 427 nach Christus lebte.

Chinesischer Garten
der chinesische Garten

Der Bericht vom Pfirsichblütenquell des Poeten ist den Chinesen allgemein bekannt und handelt von der Sehnsucht des Dichters nach einer Idealgesellschaft und dem idyllischen Leben im Einklang mit der Natur.

Der Botanische Garten
Felsenlandschaft im Chinesischen Garten

Die Felsenlandschaft im Chinesischen Garten besteht aus 600 Tonnen Gestein. Der Garten belegt innerhalb des Botanischen Garten eine Fläche von 1000 qm. Der Botanische Garten hat eine Größe von 13 Hektar.

Dazu gehören vier Schauhäuser. Das Tropenhaus, das Wüstenhaus und zwei Savannenhäuser. Wegen der Corvid 19 Pandemie dürfen die Häuser aus Sicherheitsgründen zur Zeit nicht besucht werden. Außerdem ist nur der Eingang am Betriebshof geöffnet, um die Gartenbesucher nicht zu gefährden.

Der Botanische Garten

Durch eine „Einbahnstraßenrgelung“ für den Fußgänger können die Corona – Regeln gut eingehalten werden.

Dennoch hat der Botanische Garten dem Besucher viel zu bieten. So findet man in der Außenanlage eine europäische Biotoplandschaft, Heidevegetation, Küstenvegetation, Pflanzen aus Europa, Nord-Amerika und Asien. Ein Alpinum und eine Bachlandschaft gehören ebenso dazu, wie auch die Schauhäusern die Wüsten- und Savannenlandschaften vor den Schauhäusern

Man kommt an den verschiedensten Baumarten aus aller Welt vorbei, wie dem Ginko und den knapp 60 Jahre alten Mammutbäumen. Der Duft tausender Blüten schmeichelt dem Geruchssinn.

Der Botanische Garten ist nicht nur für die Studenten der Ruhr Universität ein Ort der Ruhe und der Entspannung. Übrigens, womit man eigentlich nicht rechnet, der Eintritt in den Botanischen Garten der Ruhr Universität Bochum ist frei und wenn man die Adresse ins Navi eingibt, unbedingt daran denken das dem Straßennamen “ Südstrasse“ noch ein Buchstabe vorangesetzt ist. I-N-G-M – der Eingang „Betriebshof“ befindet sich auf der N-Südstraße 160.

Hier noch ein paar Impressionen:

Trauerschwan

Trauerschwan- oder auch Schwarzschwan, ist der Name dieses exotischen Schwan. Seine Heimatregion ist Australien und Tasmanien. In einem australischen Bundesstaat ist er als Wappentier sogar in der Staatsflagge zu finden.

Mitte des 19.Jahrhunderts versuchte man in England, nach erfolgreicher Zucht, durch Auswilderung eine wilde Population zu erreichen, was aber nicht gelang.

In den Niederlanden und vermutlich in NRW ist es zu einer verwilderten Population gekommen, die sich gegen den weißen Höckerschwan durchsetzen konnte, der sie sonst vertrieben hat. Der Schwan ist äußerst selten zu finden.

Eine Ausbreitung des Trauerschwans ist in Deutschland unerwünscht. Eine plausible Erklärung dafür ist mir nicht bekannt, außer das er eben ein Gefangenschaftsflüchtling und ein Neozoen ist.

Trauerschwan – Cygnus atratus

Die Ernährung besteht aus Wasseralgen, ufernahem Gras und Algen. Sie leben an Seen und Überschwemmungsgebieten mit wenig Strömung und viel Ruhe. Weil er sehr anfällig für Störungen ist, ändert er häufig seinen Standort, bleibt aber immer im Umkreis von etwa 100 Kilometern von seinem ursprünglichen Aufenthaltsort. Trauerschwäne sind keine Zugvögel.

In Deutschland gibt es nur wenige Brutpaare. Mein Paar am Vogelschutzgebiet Essen Heisingen war mit vier Dunenküken unterwegs. Die Küken haben eine silbergraue Färbung. 2005 gab es lediglich 11 Brutpaare.

Die Brut besteht aus vier bis acht Eiern und wird meistens vom Weibchen bebrütet. Das ist auch besser, weil mitbrütende Männchen häufig vergessen die Eier zu drehen, oder sich neben die Eier setzen.

Der Trauerschwan ist etwas kleiner als der weiße heimische Höckerschwan. Er wirkt aber durch den längeren Hals und dem auffallend glänzenden schwarzen Gefieder robuster. Die Federn erinnern durch die Krümmung der Flügeldecken und der Schulterfedern an Dachziegeln, im Vergleich zum Gefieder des Höckerschwan. Die Weibchen unterscheiden sich nur durch einen etwas kürzeren Hals und einem kürzeren Schnabel vom Männchen.

Weiß ist lediglich an Hand- und Armschwinge zu sehen. Allerdings kann man dies nur im Flug erkennen, weil diese Federn verdeckt sind. Eine weiße Binde befindet sich auch am vorderen Schnabel, der ansonsten rot gefärbt ist.

Der berühmteste Artgenosse ist der Trauerschwan „Petra“ vom Münsteraner Aasee, der sich in ein weißes Tretboot in Form eines Schwanes verliebt hatte.

Erft – Weckhoven

Erft und die Neusser Stadtteile Weckhoven und Selikum waren die Ziele unserer heutigen Wanderung.

Das erste Stück führt uns durch eine kleine Siedlung. Aber schon bald liegt vor uns ein Gerstenfeld. Immer wieder müssen wir überlegen um welches Getreide es sich handelt.

Wie war das noch, lange Grannen, kurze Grannen, kaum Grannen, Gerste lang, Roggen kurz und Weizen kaum eine Granne.

Nachdem wir das durch diskutiert haben, liegt vor uns ein Bauernhof, über dessen Eingang ein Banner angebracht ist.

Erft – Kinder Bauernhof und Wirtschaftsgarten

Bauerngarten

Darauf steht : Kinder Bauernhof . Hier gibt es Schweine, Pferde, Schafe, Ziegen und natürlich Hühner. Es können Kindergeburtstage gefeiert werden und selbst ein Hofcafe ist vorhanden, welches aber zur Zeit wegen Corona nicht geöffnet hat. Hinter dem Gut Selikum befindet sich noch ein Bauerngarten und Imker werben mit mehreren Bienenhäusern für ihren Stand.

Wildblumen
Wirtschaftsgarten mit Wildblumen

Wir zwei „Alten“ sehen uns den etwas abseits gelegenen Muster – Wirtschaftsgarten an. Wer Anhänger des nachhaltigen und umweltfreundlich Anbaus ist, bekommt hier leuchtende Augen. Von der Blumenwiese über das Gewürzebeet und Gemüsebeet zur Sonnenblume, hier ist alles vorhanden, selbst ein großes Insektenhotel.

Wirtschaftsgarten
Wirtschaftsgarten

Studde Schafe – kleine Rasse

Auf dem weiterführenden Weg kommen wir an einer Weide vorbei, auf der Studde Schafe grasen. Bei dieser Schafrasse handelt es sich um das kleinste deutsche Schaf.

Ursprünglich stammt es aus dem Baltikum und Ostpreussen, war aber Anfang des 19. Jahrhunderts fast verschwunden. Dank der Zucht im Münchener Zoo gibt es sie mittlerweile wieder häufiger.

Studde Schaf
Studde Schaf

Das Studde Schaf ist besonders bei Kleinbauern beliebt. Es ist sehr Standorttreu und benötigt nicht einmal einen Zaun.

Nun überqueren wir eine Brücke. Unter uns fliesst strömend die Erft dahin. Der Fluss entspringt in der Eifel und mündet nach 103 Kilometern in den Rhein .

Erft
Die Erft

Rechts liegt Schloß Reuschenberg aus dem Jahr 1549. Dieses Schloß befindet sich heute m Privatbesitz.

Erft – Neuss – Gut Selikum

im Schloß war von 1917 bis 1997 die hauswirtschaftliche Landfrauenschule untergebracht, in deren Folge 1932 Siedlerhäuser gebaut wurden. Auf den städtischen Höfen entstand ein Streichelzoo der 1978 in den bereits geschilderten Kinderbauernhof umgewandelt wurde.

Erft
Gut Selikum

Die landwirtschaftlichen Flächen wurden mit der Neubausiedlung Selikum bebaut. Deshalb befinden wir uns jetzt im Haus der Stadtteil Selikum.

Linker Hand blitzt der weiße Anstrich der Corneliuskapelle in der Sonne. Die Kapelle erfährt eine erste schriftliche Erwähnung im Jahr 1573. Demnach ist die Kapelle eine Stiftung des Fraufräulein von Reuschenberg, die auf dem Lehnsgut Haus Selikum lebte.

Neuss Selikum – Corneliuskapelle

Erft
Corneliuskapelle

1607 findet die Corneliuskapelle erstmals Erwähnung als Wallfahrtskapelle. Gegenüber befindet sich Gut Selikum. Heute findet im denkmalgeschützten Gebäude Wohnen im Haus-Wohnen Charakter statt.

Erft

Wir erreichen erneut eine Erftbrücke und schauen uns auf der anderen Brückenseite kurz um, eigentlich sollen wir vor der Brücke links abbiegen.

Wir sehen eine Ziegenweide und einen großen Spielplatz. Weiter oben soll auch noch eine Eselweide sein, aber wir gehen jetzt auf dem vorgesehenen Weg weiter, entlang der Erft.

Ziegen und Damwild an der Erft

Erft

Eichen, Ahorn und Schwazpappeln säumen den Weg. Das Sonnenlicht und das Laub zaubern ein herrliches Farbenspjel, das sich im Wasser wiederspiegelt.

Der Weg verzichtet jetzt auf die Begleitung der Erft. Dafür erreichen wir nun ein Damwildgehege. Einige Rehe und Böcke lassen sich von Kindern füttern. Größere Rehe und Hirsche ruhen auf den Grasflächen. Einige Ricken weisen Kitze den Weg.

Erft
Damwild

Die Erft Teilung

Bald erreichen wir wieder die Erft mit dem Erftabzweig Empellement. Hierbei handelt es sich um ein Bauwerk aus Werksquadern, errichtet 1809. Das Bauwerk sollte die Wasserzufuhr aus der Obererft in den Nordkanal für die Stadt Neuss regulieren. Auf dem Wehrkopf befindet sich die Inschrift „Napoleon Empereur“ -Napoleon Kaiser.

Erft
Empellement – Erftteilung

Weiter folgen wir der Erft, die immer wieder andere Bilder zaubert. Schließlich müssen wir uns aber trennen. Wir haben den Abzweig erreicht, der uns wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück führt.

Erft
Erft

Halde Rheinpreussen

Halde Rheinpreussen und der Waldsee waren das Ziel für unsere Wanderung. Bei angenehmen zwanzig Grad und einer gemächlichen Steigung machen wir uns auf den Weg hinauf auf die Halde.

Halde Rheinpreussen

Die Halde Rheinpreussen liegt auf dem Stadtgebiet von Moers und besteht aus 42 Millionen Tonnen Bergematerial der Schachtanlage Rheinpreussen V/IX. Von 1963 bis 1990 wurde die Halde bis auf eine Umgebungshöhe von 72 Meter ü. NN geschaffen. Die Schachtanlage war damals die erste linksrheinische Steinkohlezeche und begann 1876 den Betrieb, der 1971 eingestellt wurde. In Spitzenzeiten waren hier 11.051 Menschen beschäftigt. Die Zeche hatte Anlagen in Duisburg Homberg und in Moers Rheinkamp.

Kraftwerk auf der anderen Rheinseite

Man sieht das die Natur sich seit dreißig Jahren die Halde erobert. Viel Grün, schöne Bäume und viele blühende Büsche und Pflanzen sind zu sehen und an den Disteln erfreuen sich zig Hummeln und Wildbienen. Immer wieder bieten sich tolle Ausblicke auf das Ruhrgebiet. Es ist ein Vergnügen bei einem sanften Anstieg die Halde zu begehen.

Halde Rheinpreussen
Erdhummel

Halde Rheinpreussen – das Geleucht

Um eine Landmarke auf der Halde Rheinpreussen zu erstellen unterstützt ab 2001 der RVR (Regionalverband Ruhr) den Entwurf des Künstlers Otto Piene. Als dann als Sponsor noch Thyssen Steel AG 2005 mit ins Boot kommt und die Bauplanung übernimmt, geht alles recht schnell. Bereits 2007 wird das „Geleucht“ auf der Halde fertiggestellt.

Halde Rheinpreussen  - das Geleucht
das Geleucht

Es handelt sich um eine 115 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, mit einer Höhe von 10 Metern. Alleine der Haken dieser Grubenlampe, deshalb der Name „das Geleucht“, hat eine Höhe von 5 Metern. Das Geleucht ist begehbar und lichkünslerisch inszeniert. Unterhalb des „Hakens“ befindet sich eine Aussichtsplattform um den Blick über das Ruhrgebiet schweifen zu lassen.

Der Waldsee

Wir wandern allerdings nicht ganz hinauf, sondern biegen unterhalb des „Gipfels“ nach rechts, hinunter an den Fuss der Halde. Hier befindet sich der Waldsee. Dieser See ist eine renaturisierte Kiesgrube und gehört zum Naherholungsgebiet „Baerler Busch„. Um uns herum befindet sich ein sehr schönes Waldgebiet mit vielen Eichen, auch Robinien und große Farne begrenzen den Weg, der aus gut begehbarem Sandboden besteht.

Halde Rheinpreussen

Weil der See ein Landschafts- und Natutschutzgebiet ist, gilt hier ein Badeverbot. Wassersportarten sind ebenfalls nicht erlaubt. Dennoch sehen wir eine Person hier baden und natürlich springen auch die Hunde mal ins Wasser, was eigentlich auch verboten ist. Allerdings macht hier keiner deshalb eine Welle. Immer wieder fällt der Blick des Wanderers auf das Geleucht an der anderen Uferseite. Der Waldsee grenzt unmittelbar an die Halde Rheinpreussen an.

Halde Rheinpreussen - Waldsee

Deshalb bietet es sich geradezu an, beide Objekte in diese schöne Wanderung einzubeziehen.

Jungvogel

Jungvogel – „oh, ein süßes Vogelbaby und ganz alleine.“ Das glauben die meisten Leute wenn sie einen Bummel durch die Natur einen Jungvogel am Boden sehen. Offenbar ist der Kleine völlig hilflos und Eltern sind keine zu sehen.

Jungvogel
Jungvogel

In den meisten dieser Situationen benötigt die jungen Vögel allerdings unsere Hilfe nicht. Jungvögel verlassen das Nest bereits bevor sie in der Lage sind zu fliegen. Sie werden noch einige am Boden von den Altvögeln gefüttert und versorgt. So eine Brut besteht aber nicht nur aus einem Jungvogel, sondern aus mehreren,und auch junge Vögel sind neugierig und erkunden die Umgebung.

Die Kleinen können zwar noch nicht fliegen, aber huschen, springen un laufen und verteilen sich so in der Nachbarschaft. Die Eltern sind deshalb wohl gerade mit einem der anderen Jungen beschäftigt, wenn man einen „einsamen“ kleinen Vogel findet. Meist dauert es nicht lange und einer der Eltern erscheint.

Jungvogel
Bodenfütterung

Sollte eine Katze oder ein anderes Haustier in der Nähe sein, das Jungvogel gefährlich werden könnte, kann man ihn durchaus auf einen Ast setzten. Jungvögel haben bereits Gefieder und „Finger“ mit denen sie sich festhalten können.

Ein Nestling hat kaum Federn und kann auch nicht hüpfen oder laufen. Er kann sich auch noch nicht mit dem Finger festhalten. In unmittelbarer Nähe müßte sich ein Nest befinden. Dann kann man das Baby ruhig wieder in das Nest legen. Vögel erkennen die Jungen nicht am Geruch, wie andere Tierarten und werden den Vogel weiter versorgen.

Man könnte das Nest eine Zeit lang beobachten, um festzustellen, ob die Eltern noch das Nest versorgen. Es kann auch sein, dass die Eltern durch irgend einen Umstand ums Leben gekommen sind, dann wendet an sich am Besten an den NABU oder sucht z.B. auf der Internetseite mit dem unterlegten Link eine Auffangstation.

Nur selten wird aber tatsächlich derartige Hilfe benötigt, weil es zwar oft aussieht als wären die kleinen Jungvögel einsam, meist ist das aber nicht von langer Dauer.

Jungvogel
Grafik vom NABU Berlin dort ist die Hilfe Nummer : 0303 – 5471 2892

Schmetterling

Schmetterling – über die Raupe freuen sich in erster Linie die Vögel, aber auch einige Menschen sind begeistert von diesen wundersamen Kreaturen und besonders, nachdem aus ihnen einer dieser farbenfrohen Schmetterlinge geworden ist, sind auch die Menschen hoch erfreut bei ihrem Anblick.

Das Wort „Schmetterling“ geht zurück auf den altertümlichen Begriff für „Rahm“ – das hieß einmal „Schmetten“. Die Vorliebe der Schmetterlinge für saure Milch führte dann schließlich zur Namensgebung – Schmetterling.

Schmetterling – groß und klein

Weltweit gibt es mehr als 150.000 Arten und der größte der Art, ist ein aus Südamerika stammender Schmetterling mit dem Namen „Thysania agrippina“ oder auch „weiße Hexe“ oder „brasilianische Rieseneule“, mit einer Flügelspannweite von bis zu 35 cm.

Mit einer Größe von nur 2 Millimetern ist „Stigmella ridiculosa“ die kleinste Schmetterlingsart.

Einige Schmetterlinge fliegen sehr weite Strecken, so gibt es Insekten die von Nordafrika nach Mitteleuropa fliegen. Manche Falter wandern in neue Gebiete. So gibt es mittlerweile das „Taubenschwänzchen“ auch in Norddeutschland. Ursprünglich kommt der Falter aus Südeuropa.

Bei den Faltern unterscheidet man zwischen Tagfaltern und Nachtfaltern

Schmetterling – Nachtfalter-Tagfalter

Schmetterling
pixabay -josch13 – Nachtfalter

Der Nachtfalter ist, wie es der Name schon sagt, zumeist in der Nacht und in der Dämmerung aktiv. 3500 Arten zählen zu den Nachtfaltern. Häufig werden sie verächtlich als „Motten“ abgetan, dabei sind gerade die Nachtfalter besonders interessant anzusehen. Längst nicht alle Nachtfalter sind unattraktiv. Auch sie haben Farben um sich vor ihren Fressfeinden tarnen zu können. Ein gewisser Teil dieser Falter ist in der Nacht und am Tage aktiv und ein kleiner Teil auch am Tage, wie das Widderchen.

Anhand der Fühler kann man Tag- und Nachtfalter gut unterscheiden. Dem Nachtfalter fehlt an der Spitze der Fühler der „Kolben“ und manche Fühler haben kleine „Kämme“ an den Seiten.

Schmetterling
deutlich sind die Kolben am Fühler zu sehen – Tagfalter – Admiral

Ein weiterer Hinweis auf Tag- oder Nachtfalter ist die Haltung der Flügel. Während der Nachtfalter die Flügel in der Ruhe eng angelegt hat, hat der Tagfalter die Flügel nach oben zusammen geklappt. Außerdem können die nachtaktiven Schmetterlinge ohne Nahrung auskommen der tagaktive Schmetterling benötigt den Nektar zum Überleben.

Viele Arten sind gefährdet. Die Überdüngung der Felder, Veränderung des Lebensraumes, Entwässerung von Feuchtgebieten und natürlich die Schädlingsbekämpfungsmittel machen den Insekten das Leben schwer. Fortschreitende Verdichtung und Versiegelung der Böden und Wege, Steingärten und künstliche Lichtquellen haben für den Schmetterling fürchterliche Folgen. Vom allgemeinen Insektensterben der letzten Jahre sind die Falter ebenso betroffen.

Wenn wir weiterhin Admiral, Landkärtchen, Tagpfauenauge, oder den kleinen Fuchs sehen wollen, sollten wir überlegen ob wir nicht die ein oder andere Distel auch einmal stehen lassen, denn für die Raupen dieser Falter sind die Disteln äußerst wichtig. Auch Vögel wie der Distelfink, auch als Stieglitz bekannt, werden sich darüber freuen, zumal der Stieglitz, der die Samen der Distel liebt.

Teutoburger Wald

Teutoburger Wald und Eggegebirge waren das Ziel einer 3-Tage-Tour im Juni 2020.

Gemeinsam mit den „Jungen Leuten“ geht es am 08.06.2020 auf eine Fahrt zu geschichtsträchtigen Orten.

Gleich nach der Ankunft machen wir einen Rundgang in die Wälder um den „Kaiser`s Hof“. Wir sind etwas zu früh und unsere Zimmer sind noch nicht bezugsfertig. Wir nutzen die Zeit um die Umgebung zu erkunden.

Zunächst geht es ein Stück bergauf, hinein in den Wald. Auf der Kuppe bietet sich ein Blick hinunter in das Tal mit dem Norderteich, der dort unten eingebettet zwischen Feldern, leichten Hügeln und Wiesen liegt. Wir werden später auch eine Wanderung um den See unternehmen.

Talblick

Es geht noch eine Etappe den Hang hinunter. Auf dem Weg beobachte ich einen jungen Buntspecht. Noch ist nahezu der gesamt Oberkopf rot, ein Indiz für einen jungen männlichen Buntspecht. Später ist nur noch am Hinterkopf eine roter Fleck.

Buntspecht
Buntspecht

Der Rückweg ist nicht ausgezeichnet, deshalb halten wir uns an die Karte auf dem Handy und wandern bergauf durch den Wald. Deutlich sind die klimatischen Veränderungen zu bemerken. Die Fichten sterben, während der Laubwald noch gut aussieht. Am Boden sieht man viele Triebe junger Buchen.

Teutoburger Wald
Mischwald – das Leiden der Nadelgehölze ist deutlich sichtbar

Nach knapp drei Kilometern sind wir wieder am Kaiser`s Hof und richten uns ein. Der ehemalige Bauernhof wurde einst voll bewirtschaftet. Mitte der 1970er Jahre gab es noch Landwirtschaft und Vieh für den Lebensunterhalt. Pferde wurden für die Äcker eingesetzt. Heute sind die ehemaligen Stallungen zu modernen Ferienwohnungen umgebaut. Anna Kaiser betreibt den Hof heute unter dem Motto „Ferien auf dem Bauernhof“. Es gibt noch Pferde, Hühner, Enten,Schweine, auch Meerschweinschen und Kaninchen, sogar Gans und Laufenten lassen sich sehen. In dem großen Garten gibt es Ruhezonen und Spielplatz für die Kinder. Alle Gäste werden liebevoll betreut.

Kaiser`s Hof
Kaiser`s Hof

Der Hof befindet sich im 360 Seelenort Bellenberg, einem Ortsteil von Horn Bad Meinberg, abseits vom Trubel der Stadt.

Teutoburger Wald – Externsteine

Wir erholen uns ein wenig und fahren dann zu den Externsteinen. Die Begehung des Felsenmassives ist wegen der Corona Pandemie noch nicht wieder möglich. Auch so verfehlen die Felsen nicht ihre Wirkung. Sie sind ein Relikt aus einer Zeit, als die Region noch Teil des niedersächsischen Beckens war. Der Teutoburger Wald und die Sandsteinfelsen sind Ablagerungen aus dieser Zeit.

Vierzig Meter ragen die Felsformationen in die Höhe und prägen die Landschaft mit dem Wiembecketeich und dem Park.

Externsteine
Externsteine – Sandstein-Felsformationen

Teutoburger Wald – Hermannsdenkmal

Das Hermannsdenkmal gehört zu den bekanntesten Denkmälern Deutschlands und ist Ziel des nächsten Tages.

Nach den Feldzügen Napoleons überlegte man wie man der Einheit Deutschlands ein Zeichen setzen könnte. So kam die Erinnerung an Arminius auf, der in der Schlacht vom Teutoburger Wald die römischen Legionen vernichtend schlug, weil es ihm gelungen war, die vielen einzelnen germanischen Stämme zu vereinen. Somit galt Arminius als Symbolfigur für die nationalistische Einigungsbewegung, der auch der Architekt und Bildhauer Ernst von Brandel angehörte.

Hermannsdenkmal

Er begann 1838 mit dem Bau eines Denkmals aus Sandstein, mit einer Höhe von 53 Metern. Alleine der Sockel mißt 26 Meter. Ein Jahr vor dem Tod des Erbauers weihte Kaiser Wilhelm I. das Denkmal im Jahre 1875 ein. Der Name Arminius wandelte sich in Hermann, weil man die lateinische Bezeichnung „Arminius“ als Heermann -„Mann des Heeres“ ansah. So entwickelte sich schließlich die Bezeichnung „Hermannsdenkmal“.

Norderteich

Der Norderteich wird von den Anwohnern gerne auch als das „lippische Meer“ bezeichnet. Mit einer Größe von 22 Hektar liegt der See inmitten eines Natur- und Vogelschutzgebietes. Der Rundweg führt über eine Strecke von etwa drei 3,5 Kilometern. Man sieht sehr alte Baumbestände und eine reiche Flora und Fauna.

Teutoburger Wald Norderteich

Unterwegs befindet sich der Entenkrug, der zumindest zur Zeit nur am Wochende geöffnet ist. An einem sehr schönen Haus in der Nachbarschaft erzählt uns der Eigentümer des Hauses einige Geschichten über den Entenkrug, auf die ich hier jetzt nicht weiter eingehe.

Am See befindet sich eine Beobachtungshütte, von wo man gut das Leben auf und am See beobachten kann.

Teutoburger Wald Norderteich
Norderteich

Adlerwarte Berlebeck

Am Tag der Abreise besuchen wir noch die Adlerwarte Berlebeck. Der Ort ist Teil der Stadt Detmold und liegt wunderschön eingebettet in einem vom Wald umgebenen Tal. Das ist ideal für die Adlerwarte, weil die Greifvögel meistens gute thermische Winde vorfinden. Wenn die Geier, die wenig Ausdauer beim Flug haben, diese Thermik nicht haben, kommt es vor das sie zu Fuß den Berg hinauf zur Warte unternehmen. Jedenfalls sagte das der Falkner, der später die Flugshow kommentierte.

Teutoburger Wald Schneeeule
Schneeeule

Die Berlebecker Warte ist wohl die schönste Station die ich bisher gesehen habe. Tiere aus fünf Kontinenten sind hier zu finden. Hier werde Eulen und Greife gezüchtet und kranke oder verletzte Tiere aufgenommen. Zwölf große Volieren und eine Greifvogelanlage sind zu besichtigen.

Teutoburger Wald
Wei0kopfseeadler

Kappengeier, Palmgeier, ein Sekretär und ein Gaukler beherbergt die Afrika Voliere. Weiter gibt es Schneeeulen, das Adlerhaus, ein Lehr und Infozentrum, Bistro, Shop und Spielplatz, sowie ein Freigelände für die Greifvögel und natürlich die neue Freiflugtribüne. Selbst Kronenkraniche konnte ich zu meiner Überraschung in einer Voliere sehen.

Die Flugschau war interessant und wurde gekonnt kommentiert. Man erfuhr viele Details zu den eingesetzten Arten. Der Wüstenbussard, der Weißkopfseeadler und der Gaukler huschten knapp über die Köpfe hinweg. Mein Kopf gefiel wohl dem Wespenbussard und ein Geier suchte sich den Kopf meiner Frau als Landeplatz. Alles wurde von einem im Tal seine Kreise ziehenden Rotmilan beobachtet. Ihn hatten wir zuvor auch schon in den Bäumen außerhalb des Geländes beobachten können.

Teutoburger Wald
Geier

Ein besonderes Schauspiel boten die Geier. Es sah als als würden sie voller Übermut spielen, wurden dabei aber auch geschickt vom Falkner mit Futter als Lockmittel gelenkt.

Nach der Flugschau verabschieden wir uns von den jungen Leuten die noch eine Wanderung durch das Silberbachtal unternehmen wollen. Dieser Wanderweg führt ein ganzes Stück an dem natürlichen Lauf des Silberbaches vorbei und schließlich durch den Wald auf die Höhe. Das wäre für mich unmittelbar vor der Heimfahrt ein bischen viel geworden.

Gaukler
Gaukler
Adlerwarte
„Geiertanz“
Adlerwarte
ein Geier landet auf Ruth`s Kopf
Adlerwarte
… und ein Wüstenbussard bei mir
Rotmilan
Rotmilan
Teutoburger Wald  - Kronenkranich

Harpener Teiche

Harpener Teiche oder Werner Teiche – nach den beiden Bochumer Stadtteilen sind die Gewässer an der Grenze zu Dortmund benannt.

Harpener Teiche
Harpener Teiche

Wenn man einen der Parkplätze am Einkaufszentrum „Ruhr-Park“ nutzt gelangt man in kürzester Zeit an einen der Teiche, – eigentlich müßte man „See“ sagen, für einen Teich sind sie meiner Meinung nach doch schon ziemlich groß – wo es schon einmal ein wenig „streng“ riechen kann.

Das Wasser ist türkisfarben gefärbt. Der Grund für diese Eigenschaften eröffnet sich dem Wanderer nach ein paar Metern. Hier ergießt sich das Wasser, welches aus 500 Metern Tiefe empor gepumpt wird, in den ersten Teich. Obwohl das Grubenwasser, um das es sich hier handelt, mit Wasserstoffperoxid versetzt ist, riecht es hier manchmal nach faulen Eiern.

Harpener Teiche

Im Haushalt ist Wasserstoffperoxid ein beliebtes Reinigungsmittel. Wasserstoffperoxid ist antibakteriell und antiseptisch, es soll Gerüche beseitigen und bleicht das Wasser.

Das Grubenwasser aus den stillgelegten Bergwerken hat einen höheren Mineralgehalt als Trinkwasser und erreicht mit einer Temperatur von 20 Grad die Teiche.

An der Einmündung müssen die Tiere und Pflanzen mit einem höheren Salzgehalt klar kommen. Dennoch ist das Ökosystem intakt. Auf der Wasseroberfläche tummeln sich Kanada- und Nilgänse mit ihrem Nachwuchs. Auch ein Blässhuhn fühlt sich wohl und aus den Bäumen hört man die vielfältigen Gesänge der Vögel.

Harpener Teiche
am zweiten Teich ist das Wasser wieder klar

Bereits am nachfolgenden Teich, den man über eine Brücke überqueren kann, ist die türkisfarbene Färbung verschwunden und man kann den Grund des Gewässers wieder sehen. Auch hier sind wieder Kanadagänse und Nilgänse mit Gösseln, wie die korrekte Bezeichnung der Gänseküken ist.

Gössel
Gössel

Schließlich queren wir eine kleine Brücke in der Nähe des Bahndamms. Unter uns fließt das Wasser weiter in Richtung Ruhr. Rechter Hand liegen Pferde im Gras und auf der anderen Seite wurde der Acker frisch gepflügt.

Über uns zieht ein Mäusebussard seine Kreise. In Richtung zum Parkplatz begleiten uns Feldraine mit vielen Feldblumen. Hier wurde ein korrekter Feldsaum angelegt.

Über den Parkplatz der Medi Therme bewegen uns wieder auf den Ruhr Park zu.

Rotkehlchen
Harpener Teiche - Pferde

Der Wanderweg furch dieses schöne Gebiet, das uns bisher noch nicht bekannt war hatte eine Länge von knapp fünf Kilometern.

Kunst am Mast

Meerbusch

Meerbusch – ist seit 1990 ein Naturschutzgebiet innerhalb des 600 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Strümper Busch“.

Meerbusch

„Der Meerbusch,“ wie es eigentlich korrekt heißen muß, ist ein ökologisch wertvoller Bruchwald. Ein Bruchwald ist ein in großen Teilen nasser oder gestauter Wald mit sumpfigen Elementen. „Bruch“ ist die Bezeichnung für „Feuchtgebiet“. Während ein Bruchwald dauerhaft nass ist, ist ein Sumpfwald zeitweise geflutet und ein Auwald regelmäßig überflutet.

Der Meerbusch oder auch Meerer Busch, liegt im Süden der Stadt Meerbusch und erstreckt sich über eine Fläche von 54 Hektar. Im Osten grenzt er an Büderich. Der Wanderparkplatz in Büderich ist auch unser Ausgangspunkt für den Rundweg.

Meerbusch

Hier im Osten des Meerbusch wandern wir zwischen herrlichen alten Buchen und Stieleichen in deren Kronen sich die Sonnenstrahlen brechen. Der Weg ist ein wunderbar weicher Waldboden, auf dem man wie über einen Teppich schreitet. So begeistert wie wir scheinen auch die Vögel zu sein, deren Fröhlichkeit sich im vielfachem Gesang wiederspiegelt. Nur zu sehen sind sie fast nicht, weil dichtes Laub uns an eine Sichtung hindert.

Meerbusch

Erst als wir am Mühlenbach entlang wandern, hören wir aus einer Baumhöhle das Rufen junger Buntspechte. Der Hunger ist auch bei der Brut der Spechte immer groß und da kommt ein Elternteil auch schon mit dem Schnabel voller Futter angeflogen, setzt sich auf einen Busch nahe am Baum und wartet ab. Offensichtlich fühlt er sich durch uns daran gehindert die Höhle anzufliegen, deshalb gehen wir auch schnell weiter um nicht zu stören. Da verzichtet man dann lieber einmal auf ein schönes Foto an der Nisthöhle.

Die Natur ist hier in diesem Teil geprägt von einem Erlenbruchwald und teilweise offenen Wasserflächen. Röhricht und Schilfgürtel sind zu sehen und eine große Zahl Mücken fühlt sich hier sehr wohl. Man sollte schon etwas Vorsorge treffen, wenn man hier wandert, sonst kommt das große Jucken, wie bei uns, die wir ja einmal wieder nicht ans Eincremen gedacht haben.

Nur das letzte Stück des Weges führt über einen Schotterweg und man sollte auch ein bischen auf die „Tretminen“ der Hunde achten. Es ist wohl ein beliebtes Ziel für Hundefreunde. Schade nur das die meisten Hundehalter ihre Tiere nicht anleinen, obwohl wir uns inmitten der Setzt- und Brutzeit befinden.

Worringer Bruch

Worringer Bruch, linksrheinisch im Norden der Stadt Köln gelegen, ist die tiefste Stelle der Stadt. Nur 37,5 Meter über dem Meeresspiegel und deshalb auch immer abhängig vom Wasserstand des Rheins. Bei Hochwasser ist das Gebiet stets betroffen. Auch ein Grund dafür, dass das Feuchtgebiet auch im Hochsommer immer mit Wasser gesegnet ist.

Worringer Bruch
liebevoll bemalte Steine am Zugang zum Bruch

Seltene Tier- und Pflanzenarten sind hier zu finden. Auf unserer Rundwanderung tönte es aus vielen Vogelkehlen und wir waren glücklich den Pirol und den Kuckuck gehört zu haben, auch wenn es mir nicht gelang ein Foto dieser Vögel zu machen. Das viele Laub an den Bäumen macht es jetzt immer schwerer einen unserer gefiederten Freunde ablichten zu können.

Worringer Bruch
Feuchtgebiet im Worringer Bruch

Zunächst führt der Weg ein Stück durch das Feuchtgebiet. Die Blässhühner führen gerade ihre Jungen aus. Schließlich geht es an einem Feldweg entlang, der die landwirtschaftliche Fläche vom Wald mit wunderschönen, großen Schwarzpappeln trennt. Unterbrochen werden die Pappeln hin und wieder von Eschen und Ahorn. Wer möchte dehnt die Wanderung noch mit dem Abstecher in die Rheinaue aus. Der normale Rundweg beträgt knapp 5,5 Kilometer, mit dem Abstecher ungefähr 8 Kilometer.

Blässhühner

Beim Worringer Bruch handelt es sich um eine ehemalige Altarmschlinge des Rheins. Heute besteht die Region aus einem Auenwald mit stehenden Gewässern und Offenland.

Worringer Bruch

Auch in der Geschichte spielt Worringen eine gewichtige Rolle. Hier wurde 1288 in der Schlacht von Worringen der 6-jährige Krieg um die Limburger Erbfolge zwischen Siegfried von Westerburg, Erzbischof von Köln, und Herzog Johann I. von Brabant entschieden. Zu den Siegern gehörte auch der Graf von Berg (Schloß Burg an der Wupper). Dieser erteilte nach dem Ende des Krieges Düsseldorf und Mülheim die Stadtrechte.

Worringer Bruch

Es entstand ein Handels – und Wirtschaftszentrum das in Konkurrenz zur Stadt Köln stand. So kam es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Düsseldorf und Köln, was sich anscheinend bis in die heutige Zeit fortgesetzt hat, wie man es ja häufig im Karneval bestätigt bekommt.

Worringer Bruch
Worringer Bruch

Hervester Bruch

Hervester Bruch – ist der Name eines Feuchtgebietes im Norden der Stadt Dorsten in Nordrhein Westfalen. Bruch – beizeichnet eine Sumpf oder Moorlandschaft und wird mit einem lang gezogenen „u“ ausgesprochen.

Früher wurden die Flächen des heutigen Hervester Bruch über Entwässerungsgräben für die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt. Durch den Steinkohlenbergbau kam es aber immer wieder zu Bergsenkungen, was das Gebiet für die Landwirtschaft unbrauchbar machte. So kam es in den 1990er Jahren zur Rückentwicklung und es entstand das heutige Feuchtbiotop.

Wasserbüffel und Heckrinder sorgen dafür das die Weidelandschaft und die Offenlandschaft beständig bleiben.

Wasserbüffel sind gute Schwimmer und kühlen sich gerne im Pfuhl. Dann liegen sie lange Zeit im Wasser. Die Tiere können ganzjährig in der Natur verbleiben. Im Winter vertragen sie durch ihr dichtes Fell Temperaturen von minus 24 Grad Celsius (KRAWCZYNSKI 2010).

Hervester Bruch
Wasserbüffel
Wasserbüffel
Wasserbüffel

Auch die Heckrinder sind robuste Rinder, die Feuchtgebiete gewohnt sind. Es ist eine Nachzucht des Auerochsen, allerdings sind die heutigen Heckrinder kleiner als der Ur. Die Stiere des Ur = Auerochse, sind schwarz, mit einem hellgrauen Strich auf dem Rücken. Sie Kühe sind etwas heller, von hellgrau bis schwarz. Auch die Kälber sind zunächst braun und ändern später die Farbe.

Heckrinder
Heckrind

Dem Besucher des Hervester Bruch stehen mehrere Indormationstafeln zur Landschaftsgeschichte und zum Leben der heimischen Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung. Es gibt eine große Biotopvielfalt für seltene Tiere und Pflanzen.

Der Wienbach, der die Landschaft wesentlich mitgestaltet, ist Teil von Natura 2000 . Der Bach ist kaum belastet und beherbergt deshalb viele Fisch- und Rundmaularten, wie Fluß- und Meerneunauge. Der Wienbach trägt zur Erneuerung der Fließgewässersysteme im Flachland bei und fließt in die Lippe.

Es gibt im Hervester Bruch zwei Aussichtskanzeln um die Natur beobachten zu können. Über einen Holzsteg geht es ein Stück durch das Schilf zu einer Plattform wo man auf ein großes Feuchtgebiet sehen kann. Im Schilf singt die Rohrammer und auf den Wiesen ist der Kiebitz zu Hause. Neben den Wasserbüffeln sucht die Bachstelze nach Nahrung.

Hervester Bruch
Storch

Auf der Rundwanderung begleitet uns der Gesang der Singvögel, wobei die Mönchsgrasmücker deutlich die Oberhand gewonnen hat. Die Grauammer hockt auf einem Zaunpfahl und läßt sich beim Sonnenbad nicht stören.

Auf den beiden Storchennestern haben sich Störche eingerichtet, ob sie bereits Junge haben können wir leider nicht erkennen.

Grauammer
Grauammer
Schnatterente
Schnatterente

Wir sind froh den Hervester Bruck erkundet zu haben. Bisher war uns das Gebiet noch fremd, obwohl es nur etwas über dreißig Minuten von Essen entfernt ist.

Hervester Bruch
Hervester Bruch
Hervester Bruch
Bachstelze

Zwillbrocker Venn

Zwillbrocker Venn – gelegen am Westrand des Münsterlandes, unmittelbar an der Niederländischen Grenze im Ortsteil Zwillbrock ist ein Teil der Gemeinde Vreden.

Die Tour startet an der Biologischen Station Zwillbrock. Hier ist der Zugang zum Rundweg um das Venn gut ausgeschildert. Gleich zu Beginn sehen wir die interessante Barockkirche St. Franziskus. Das Altarbild ist wie bei einer Theaterkulisse verschiebbar.

Der Weg durch das Zwillbrocker Venn liegt die meiste Zeit schön im Halbschatten. Zahlreiche Eichen und Birken säumen den Weg. Aus allen Ecken und Winkeln erschallt der Gesang der Vögel. Mehr als sechzig Vogelarten sind im Venn beheimatet.

Fitis

Zilpzalp, Fitis, Goldammer und viele andere Arten sind zu sehen und zu hören. Im Venn wurde ursprünglich Torf abgestochen. Später füllten sich die Senken mit Wasser. Heide, Stillgewässer , Feuchtwiesen und Moore prägen die Landschaft. Die Flachgewässer sind der ideale Lebensraum für die Flamingos. Das Zwillbrocker Venn ist die einzige Stelle wo es in Deutschland frei lebende Flamingos gibt. Auch der blaue Moorfrosch ist im März/April mit seinem Balzruf zu hören. Dafür waren wir aber wohl zu spät dran.

Zwillbrocker Venn
Goldammer

Flamingos im Zwillbrocker Venn

Zunächst siedelten sich Chile Flamingos im Venn an. Schließlich folgten europäische Rosaflamingos. Heute sind 40 Flamingos im Venn und bis Ende Mai rechnet man mit etwa 50 Tieren. Die Jungvögel kommen im Mai / Juni zur Welt und kehren nach einigen Jahren wieder in ihr Brutgebiet zurück. Die Wintermonate verbringen die Flamingos am Ijsselmeer, im Rheindelta und am Veluwemeer in den Niederlanden.

Im Hintergrund sieht man riesige Lachmöwenkolonien. 5000 Brutpaare sollen hier heimisch sein.

Zwillbrocker Venn
Flamingos

Es war unser dritter Besuch im Zwillbrocker Venn. Bei unserem ersten Besuch 2017 waren noch deutlich weniger Flamingos zu sehen und der Besuch im Jahr 2019 blieb uns in schlechter Erinnerung. Es war damals sehr heiß und die Monate vorher waren von viel Trockenheit und Dürre geprägt. Das Venn hatte kein Wasser mehr. Wo sonst die Flamingos und Möwen zu sehen war, war nichts mehr. Zudem war es die Zeit des Eichenprozessionsspinner, überall standen Warnschilder und Eichen gibt es hier sehr viele. Man war also mehr auf den eigenen Schutz bedacht, als auf die Natur zu achten. Wir hatten schon Sorge das die Flamingos für immer wegbleiben würden.

Jetzt aber, Ostern 2020 war das Bild ein völlig anderes. Feuchte Wiesen in saftigem Grün, angenehme Temperaturen, der Gesang der Vögel und die Möwen und Flamingos auf den Gewässern waren eine helle Freude. So hat man auch gerne eine der Bänke in Anspruch genommen, einen kleinen Imbiss genossen und die Seele baumeln lassen.

Auch wenn die Beobachtungs- und Aussichtstürme wegen der Corona Krise geschlossen waren, konnte man an genügenden Stellen das Treiben auf dem Wasser beobachten.

Auf der Heimfahrt schwärmten wir noch von dem schönen Tag im Zwillbrocker Venn.

Graugänse
2019 – das ausgetrocknete Venn
Zwillbrocker Venn
2017 im Zwillbrocker Venn

Totholz

Totholz wird im aufgeräumten Wirtschaftswald meistens schnell entfernt. Deshalb finden wir oft einen „aufgeräumten“ Wald vor. Als im letzten Jahr der Birkenkäfer die Fichtenwälder heimsuchte wurden in riesen Mengen Bäume gefällt, dass Totholz gestapelt und mit schwerem Gerät abtransportiert um dem Käfer den Garaus zu machen.

Mit dem schweren Gerät wurde dann zusätzlich zum Schaden der durch den Borkenkäfer entstanden war, auch noch der Boden derart verdichtet das noch mehr Schaden entstanden ist.

Totholz

Das Beispiel Bayerischer Wald hat in der Vergangenheit gezeigt das es auch anders geht. Der Nationalpark war in den 1980er und 1990er Jahren stark vom Borkenkäfer befallen und überall sah man die kahlen Baumwipfel. Die Bevölkerung regte sich bereits auf, weil die Parkverwaltung nichts unternahm. 60 Prozent der Altfichten starben und auch gesunde Bäume wurden teilweise befallen. Man sprach vom Borkenkäfer als den „Totengräber des Waldes“. Die Verwaltung blieb aber bei ihrer Linie die Natur einfach Natur sein zu lassen. Man hatte wohl erkannt, dass der Borkenkäfer lediglich seiner ihm zustehenden Aufgabe nachkommt, nämlich kranke Bäume zu befallen. Die Bäume sind allerdings nicht durch den Borkenkäfer erkrankt, sie nahmen Schaden durch den Klimawandel, die Luftverschmutzung, Bodenversauerung und Monokulturen, also alles menschgemachte Ursachen.

Das Totholz sorgte für neues Leben im Wald. Unzählige wirbellose Tiere und Pilze im Totholz sorgten durch die Zersetzung für die Nahrungs- und Lebensgrundlage eines neuen gesunden Wald. Die Menge Totholz ließ einen starkem Verbiss der jungen Triebe nicht zu. Viele neue Arten siedelten sich im neu entstehenden Urwald an. Der Borkenkäfer hatte so nicht nur für die Entstehung eines neuen gesunden Waldes mit starken Abwehrkräften gesorgt, sondern auch die Rückkehr vieler Arten. Der Bayerische Wald ist heute für seinen Artenreichtum ein Vorbild und ein Beweis dafür, dass die Natur sich selbst regeneriert, wenn man sie nur läßt.

Das Totholz fungiert als Nisthilfe für zahlreiche Arten. Er ist Trommelbaum für den Specht, Ansitzwarte und Spender für Nistmaterial für die Vögel des Waldes. In den toten Wipfeln legen Greifvögel ihre Horste an, sie bieten Platz für Nestburgen und viele unserer Vögel haben eine starke Bindung an das Totholz des Waldes. Baumläuf, Spechte, Sperling, Habicht und Meisen sind nur einige die vom Totholz profitieren.

Totholz

Selbst im Wirtschaftswald kann Totholz ein wichtiger Bestandteil für die Qualität des Bodens sein. So kann auch dieser ein Faktor für die Artenvielfalt werden.

Rabenkrähe

Rabenkrähe – wegen der Ähnlichkeit mit den Raben erhielt die Krähe ihren Namen. Die zu den Rabenvögeln gehörende Art hat die griechische Bezeichnung “ Corvus corone „. Von der Größe her ist die Rabenkrähe vergleichbar mit der Saatkrähe. Die Saatkrähe hat als bestes Unterscheidungsmerkmal einen fast weißen Schnabelansatz. Der Schnabel ist schlank und spitz, während der Schnabel der Rabenkrähe dick und schwarz ist.

Saatkrähe
Saatkrähe

Die Rabenkrähe ist in Mittel- West- und Südeuropa verbreitet. In Osteuropa wird sie von der Nebelkrähe abgelöst. Bei beiden Arten sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden. Der Unterschied von der Nebelkrähe zur Rabenkrähe ist die hellgraue Ober- und Unterseite der Nebelkrähe. Die Rabenkrähe ist dagegen komplett schwarz gefärbt.

Rabenkrähe
Rabenkrähe

Der Vogel lebt in der offenen Kulturlandschaft mit hohen Bäumen. Gerne hält er sich an Waldrändern und Parks auf. Im ländlichen Raum sind die Vögel deutlich scheuer als in den städtischen Zonen. Das liegt wohl daran, dass sie im ländlichen Raum stark bejagt werden. In der Stadt ist die Krähe sogar in Gärten zu finden.

In den Wintermonaten frißt sie Sämereien, Nüsse und Obst. Interessant ist zu sehen wie sie die Walnuss aus größerer Höhe auf den Asphalt fallen läßt, damit sie aufplatzt. Oft wartet sie auch einfach ab bis ein Auto über die Nuss fährt. Desweiteren stehen wirbellose Tiere, Jungvögel, Vogeleier, kleine Säugetiere und Aas auf dem Speiseplan.

Nicht brütende Vögel leben in Scharen zusammen. Als Begleiter sieht man häufig Dohlen und Saatkrähen. Am Dümmer See , Dümmer Moor, sahen wir sie im letzten Jahr zu Hunderten auf den Bäumen am Rande des Waldes. Es sah so aus, als wüssten sie das sie dort wegen des Schutzgebietes nicht bejagt werden dürfen. Den ganzen Tag war das dumpfe „Krah“ der vielen Vögel zu hören.

Das brütende Paar lebt dagegen meist etwas zurückgezogen. Die Rabenkrähe ist monogam und ist ein Meister im Nestbau. Weil diese „Nestburgen“ hoch oben im Baum sind müssen sie auch den stärksten Wind überstehen. Das Innere der Nestburg wird mit Erde und Lehm ausgestattet. Drei bis sechs Eier legt das Weibchen und bebrütet diese. Das Männchen hält derweil Wache. Noch fünf Wochen nachdem die Jungvögel flügge wurden, werden sie von den Eltern gefüttert.

Rabenkrähe
Rabenkrähe

Das Nest wird vehement von der Rabenkrähe verteidigt. Elstern oder Turmfalken würden gerne das stabile Nest in Besitz nehmen.

Äußerst unangenehm für die Krähe kann ein Konflikt mit einer Schar Wacholderdrosseln werden. Die deutlich kleineren Vögel greifen die Krähe an und bekoten sie so lange bis sie flugunfähig wird. Das macht die Wacholderdrossel übrigens auch wenn Menschen ihren Nestern näher als 15 Meter kommen. Da kann dann schnell die Kleidung „versaut“ sein.

Das auffälligste Merkmal des Rabenkrähe ist das glänzende schwarze Gefieder und der fast schwarze Schnabel. Auch die kräftigen schwarzen Beine ziehen den Blick auf sich.

Rabenkrähe

In der Geschichte galten die Rabenvögel oft als „Galgenvögel“ weil sie sich im Mittelalter als Asfresser auch in der Nähe der Galgen aufhielten.

ESSEN – MEINE STADT

Essen – meine Stadt – meine Jahresaufgabe für den Fototreff Essen – wie ich die Stadt Essen sehe.

Ulrich Kloes

Mobilität

Essen - meine Stadt
Mobile – bei der Eröffnungsfeier zur Kulturhauptstadt
Essen  - meine Stadt

Schifffahrt

auf der Ruhr von Mülheim bis Essen – Kettwig und auf dem Baldeneysee

Essen - meine Stadt

Eisenbahn

historische Fahrten mit der Hespertalbahn

Essen -  meine Stadt

Eisenbahn

Verkehrsknotenpunkt Essen

Essen - meine Stadt

Eisenbahn

Regionalbahnen , S-Bahnen und U-Bahnen

Essen  - meine Stadt

Radfahrer

Radwege entstehen auf ehemaligen Trassen der Gütertransportwege

Essen  - meine Stadt

Straßenbahn

durch die Mitte von Essen – Borbeck

Essen meine Stadt

Stadthafen

Umschlagplatz für Waren aus aller Welt. Hier bei Trimet Aluminium.

Wassertürme in Essen

Essen meine Stadt

Frintrop

Wasserturm für Bottrop und Essen

Essen meine Stadt

Bredeney

heute beinhaltet der Wasserturm Büroräume. Auf der höchsten Erhebung des Stadtteils errichtet 1921 , mit einer Höhe von 31 Metern . Er steht unter Denkmalschutz

Steeler Wasserturm

1898 erbaut bezieht der Turm das Wasser direkt aus dem Steeler Wasserwerk an der Ruhr

Essen – meine Stadt – Events und Promis

Margarethenhöhe

viel Betrieb bei einer Schlagerparade

Essener Original

Rene Pascal – das Essener Urgestein am Schlagerhimmel. In seiner „Kultkneipe Drehscheibe“ häufig anzutreffen.

Patrik Lindner

bei seinem Auftritt auf der Margarethenhöhe

Rock`n Roll

mit Danny and the chicks

Berthold Beitz

bei der Eröffnung des Berthold Beitz Boulevard – Ekkehard Schulz, Essens damaliger OB Wolfgang Reiniger, Berthold Beitz, Gerhard Cromme (von rechts nach links)

Impressionen aus Essen – meine Stadt

Erinnerung

…an die Bergbauzeiten. Immer wieder sieht man eine alte Lore aus der Zeit der Kohle.

blauer Elefant

… ein Symbol der Kindertagesstätte und Familienzentrum in Essen Katernberg

Borbeck

… der Schloßpark Borbeck ist der zweitgrößte Park der Stadt.

Sturmschäden

…gefallene Bäume in der Heisinger Aue

Wandern und Natur

Erholung im Grünen wird in Essen „Groß“ geschrieben

Landwirtschaft

noch gibt es einige Betriebe im Bio Anbau und in der konventionellen Landwirtschaft

Sport

nicht nur der Fußball spielt eine Rolle. Freizeitsportler lieben auch das Swingolfen.

Bauernhof

einer der Höfe , der Wallneyer Hof

Friedenskapelle

… der Heiligen Eucharistie mit angrenzendem Kreuzweg. Ein Ort der inneren Einkehr und Besinnlichkeit …
in der Nähe des Wichteltals

alte Brücke

über einen Nebenarm der Ruhr, im Vogelschutzgebiet Heisinger Aue

Heveneyer Hafen

An der Promenade der Ruhr , am Wichteltal ist die Brücke über den Ruhrarm in den ehemaligen  Heveneyer Hafen

Hirtsiefer Siedlung

Die Hirtsiefer-Siedlung ist ein wichtiges Beispiel für den gemeinnützigen und reformierten Wohnungsbau von 1919 bis 1930. Erbaut vom Architekten Theodor Suhnel

Kirschblüte

…in Essen Rüttenscheid. Die etwa 180 japanischen Kirschen hüllen die RÜ in ein spektakuläres Farberlebnis, das sehenswert ist und viele Frühlingsgenießer und Fotografen von weither anzieht .

Schloß Borbeck

…gehörte den Äbtissinnen von Essen und diente dem Hochadel zur Erziehung ihrer Töchter.

Grillo Theater

eine Stiftung des Industriellen Friefrich Grillo aus dem Jahre 1892

Hauptbahnhof

Der Essener Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Essen und gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie der DB 

Angerbach

Angerbach, oder einfach nur Anger, ist die Bezeichnung für einen Bachlauf der über 35,8 Kilometer zum Rhein führt. Ursprünglich lag die Quelle des Angerbach in Velbert. Durch Aufdämmung entstand der Stadtteich in Wülfrath, der heute als Quellteich des Angerbachs gilt. Der obere Lauf bis dorthin wird jetzt „Fliethenbeeke“ genannt.

Angerbach
Kunstwerk auf dem Hügel
Die Hirschskulptur mit dem sitzenden Menschen ist teil des Kunstwegs Ratingen und wurde von Stephan Balkenhol geschaffen.

Das Angerbachtal

Der Bach mit dem Angerbachtal laden zum Verweilen und Genießen ein. Eine herrliche Landschaft mit wechselnder Flora und Fauna belohnt den Wanderer. Mit etwas Glück lassen sich Wasseramsel oder Eisvogel sehen und am Wegesrand findet man viele Arten von Pflanzen und Kräutern.

Es gibt mehrere Rundwanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ich empfehle die Wander App Komoot zu Rate zu ziehen.

Eine Einkehrmöglichkeit bietet das Restaurant Auermühle in der ehemaligen Wassermühle am Angerbach. Einst diente sie als Getreidemühle und Kormbrennerei.

Der Bereich von der Auermühle bis zur Stadtgrenze Heiligenhaus ist das Naturschutzgebiet Angerbachtal. Hier fließt der Bach noch kräftig, während er sich in der Folge als ruhiger und flach fließender Bach seiner Rheinmündung nähert.

Angerbach

Parallel des Baches verläuft die Bahnstrecke der Angertalbahn, auch Wülfrather Kalkbahn genannt. Die Bahn förderte Kalk zu den Hütten an Rhein und Ruhr und Wasser aus dem Kalkabbau speist auch den Bach.

Kalkbahn

Blaumeise

Blaumeise – wegen der blauen auffälligen Kappe trägt sie ihren Namen zu Recht. Die Meise ist weit verbreitet. Prägnant ist auch der schwarze durchgehende Augenstreif und das kleine schwarze Bärtchen.

Blaumeise

Die Jungen werden mit Insekten gefüttert. Ansonsten werden in den Wintermonaten auch Pflanzensamen gefressen. Ganz verzichten muß die Blaumeise aber auch dann nicht auf Insekten, jedenfalls nicht wenn Schilf in der Nähe ist. Dort sucht sie die in Schilfhalmen nach versteckten Insekten.

Aus dem Norden kommen im Winter oft invasionsartig Zuzügler zu den Beständen in unseren Regionen hinzu. Bei den Männchen ist die Haubenkappe kräftig leuchtend und auch mit der gelben Unterseite wollen sie den Weibchen imponieren.

In Nisthöhlen brüten Blaumeisen von April bis Juli zwei Mal. Bereits zwanzig Tage nach dem Schlupf werden die Jungvögel flügge. Danach werden sie noch zwei Wochen weiter gefüttert. Während des Nestbaus und der Brutzeit kümmert sich das Männchen intensiv um den Schutz des Reviers. Während der Balz bringt das Männchen dem Weibchen Baltzeschenke in Form von Futter und setzt das auch im Laufe der Brutzeit fort.

In den Wintermonaten sind die Verluste bei der Blaumeise groß, deshalb besteht das Gelege aus bis zu vierzehn Eiern, was einen Rekord bei den Nesthockern bedeutet. Es kommt vor das ganze Gelege sterben.

Die Wissenschaftler des Max Planck Instituts Dr. Peter Santema und Prof. Dr. Bart Kempenaers haben dieses Phänomen untersucht. Über sieben Jahre wurden 684 Nester analysiert. Dabei stellte man fest, dass dreizehn Prozent die komplette Brut verloren hatten. Das lag in fast allen Fällen am Verlust eines Elternteiles durch Tod. Hatte man ursprünglich vermutet das ein Elternteil oder beide die Brut bewußt verlassen, so wurde diese These widerlegt.

Oft versucht das verbliebene Elternteil wenigstens einen Teil des Geleges durch zu bringen. Das gelingt dem Weibchen eher als dem Männchen, weil diese die Küken nicht wärmen können.

Haubenmeise

Haubenmeise, Blaumeise, Weiden- und Sumpfmeise gehören zu den „Kleinmeisen“. Die Haubenmeise ist eine insektivore Art das heißt, sie frißt in der Hauptsache Insekten. In den Wintermonaten begnügt sie sich aber auch mit Samen, Körnern und dann nimmt sie sogar die Angebote in Futterhäusern an. Dort hält sie sich aber nicht auf, sondern nimmt das Korn auf um sogleich damit fortzufliegen.

Haubenmeise

Ihr eigentlicher Lebensraum ist der Nadelwald. Heute findet man sie aber auch in Mischwäldern, Parks und sogar in Gärten.

Haubenmeisen leben monogam, sie sind ihr Leben lang treue Partner. Sie zeigen auch ein hohes Maß an sozialem Verhalten. Paare mit erfolgloser Brut helfen den Eltern anderer Jungvögel bei der Aufzucht der Jungen. Die Haubenmeise gibt es nur in Europa. Sie nehmen am Meisenzug teil . Der Meisenzug geht durch Wälder und Wohngebiete, hat aber nichts mit dem Zug der Zugvögel zu tun. Die Habenmeise gehört zu den Standvögeln. Im Gegensatz zu anderen Meisenarten sind sie nicht sehr gesellig, verteidigen aber auch ihr Revier gegen Artgenossen.

Haubenmeisen sind die einzigen Meisen mit einer deutlichen Federhaube auf dem Kopf. Diese ist schwarz-weiß gemustert ist. Kopf- und Halsseiten sind weiβ und mit schwarzen Streifen schwarzen versehen. Oberseite ist braun-grau und die Unterseite weiß-grau.

Die Nesthöhle schlägt die Meise in morsche, alte Baumstämme, oder sie übernimmt eine verlassene Höhle eines Spechtes, die sie nach ihrem Empfinden mit Moos und Tierhaaren auffüllt.

Die Jungen werden noch bis zu drei Wochen nach dem ersten Ausflug gefüttert.

Warum die Meise eine Haube trägt, die auch meistens aufgerichtet ist, konnte noch nicht erforscht werden und ist noch ein Rätsel. Überhaupt unterscheidet die Haubenmeise sich in mehreren Dingen von der üblichen Meise. Si versteckt sie zum Beispiel Futter für schlechte Zeiten und bedeckt das Versteck mit Rinde oder anderem Gehölz. Auch offene Flächen und Laubwälder sind bei ihr nicht sehr beliebt.

Schwanzmeise

Schwanzmeise – „der kleine Wattebausch“- war das erste was meine Frau zu dem schwarz, weißen Vogel sagte. Tatsächlich wirkt er im Flug wie ein kleiner Ball mit einem langen Schwanz. Die Schulterfedern sind allerdings leicht rosa. Kopf und Bauch weiß und ein deutlicher schwarzer Scheitel – Seitenstreifen ist zu sehen.

Schwanzmeise

Schwanzmeisen sind gesellige Vögel und gehören eigentlich auch nicht zu den Meisen. Sie sind eher mit Laubsänger und Schwalbe verwandt. Die Vögel sind meistens in einem größeren Verband zu sehen und sie sind sehr unruhig, als wenn sie ständig etwas zu tun hätten.

Das Futter, was ein Fotograf aber auf das Brückengeländer ablegte, war wohl für die kleine Schwanzmeise unwiderstehlich und nicht nur die Schwanzmeisen fanden sich ein, auch der Kleiber und andere Meisenarten waren ganz „heiß“ auf den gekochten Reis. Allerdings darf der Reis nicht in Salzwasser gekocht werden und muß ungewürzt sein. Bitte auch keinen rohen Reis ausgeben, da dieser sich im Körper eines Vogels aufbläht.

Schwanzmeisen bauen kugelförmige Nester in Astgabeln. Es heißt das die Nester der Schwanzmeise zu den weichsten Nestern der Vogelwelt zählen. Sie werden mit Moos, Fasern und Federn ausgestattet. Bei der Brut und der Aufzucht helfen die Altvögel. Auch Vögel der Bruten erfolglos waren, helfen den jungen Eltern bei der Aufzucht der Jungvögel .

Den Namen verdankt der Vogel natürlich dem auffallend langen Schwanz, mit dem er gut Ballancieren kann, wenn er an der Spitze eines dünnen Astes nach Futter sucht. Dabei hängt sie zumeist am Ast. von den 14 cm die der Vogel mißt, nimmt der Schwanz 9 cm ein.

Der Gesang des Vogels ist so hoch, dass er für die meisten Menschen nicht zu hören ist. Ihr Lebensraum sind Laub- und Mischwälder mit vielen Büschen. Wenn man etwas für die Schwanzmeise tun möchte, sollte man Obstbäume pflanzen und Büsche und Hecken anlegen.

In den Wintermonaten kommen Trupps aus dem Norden hinzu. Die Schwanzmeise aus dem Norden oder Osten hat einen ganz weißen Kopf. Die Nahrungsreviere werden von einzelnen Gruppen, die aus zehn bis zwanzig Tieren bestehen, verteidigt.

Die Verbreitung und der Häufigkeitsanteile von Vögeln mit nahezu reinweißen Köpfen und den Tieren mit schwarzem Scheitelstreifen ist noch nicht gut bekannt und darin sieht ornitho.de eine wichtige Aufgabe der Beobachter, die ihre Sichtungen dort melden sollten.

Geologische Wand – Kohle

Geologische Wand ist die Bezeichnung für ein Felsengebilde an der Ruhr in Essen Heisingen. An der Wand sieht man die Erdschichten die sich im Verlaufe von Tausenden Jahren gebildet haben und einen Teil des Flözes. Deutlich ist die Kohle zu erkennen und man ahnt was es für eine Arbeit war, den Abbau über und unter Tage zu betreiben.

Geologische Wand
Stollenmundloch

Zwei Aufschlüsse eines Flözes sind zu sehen, außerdem zwei Stollenmundlöcher der früheren Zechen Voßhege und Wasserschneppe. Die Eingänge sind natürlich geschlossen und der Zugang zu den einstigen Stollen zugemauert.

In der Zeche Voßhege wurde das Flöz Dickebank im Tagebau abgebaut. Es gab auch noch das Flöz Dünnebank, dieses war aber zu schmal um es abzubauen. Die nachfolgezeche Wasserschneppe hatte im Jahr 1817 die Erlaubnis zum Tiefbau erhalten und so wurde das Flöz Dickebank nahezu völlig abgetragen.

Geologische Wand

Die Historie um die Zechen ist auf zwei Informationstafeln die mit Texten von D.E.Meyer beschriftet wurden abzulesen.

Nach der Genehmigung zum Tiefbau kam es zum Zusammenschluß der Zechen Wasserschneppe, Zeche Spiekbank und dem Erbstollen St. Maria von Gutenrath. 1821 wurde die Zeche wegen Absatzmangel geschlossen und 1848 wieder in Betrieb genommen. 1885 kam dann das endgültige Aus.

Im Jahr 2006 geriet Zeche Wasserschneppe noch einmal an die Öffentlichkeit. Ein Tagebruch oberhalb des Flöz verursachte immense Schäden an den oberhalb gelegenen Häusern und 2017 stürzte ein Junge aus 10 Metern Höhe von der Geologischen Wand ab. Die Rettung des verletzten Jungen erfolgte durch die Höhenrettung.

Ganz in der Nähe der Wand wurde vor kurzer Zeit die neue Kampmannbrücke über die Ruhr nach Kupferdreh eingeweiht. Es handelt sich um eine Schrägseilbrücke, die in 40 Monaten errichtet wurde. In der Mitte der Brücke befindet sich eine Gedenktafel für einen Arbeiter, der aus ungeklärten Gründen während der Bauarbeiten in der Ruhr ertrank.

Das imposante Bauwerk hat eine Länge von 175 Metern und eine Breite von 11,7 Metern. Noch sind die Arbeiten rund um die Brücke nicht ganz abgeschlossen, aber man sollte sie in eine Rundwanderung mit einbeziehen, zumal sich im Umkreis ein neues Feuchtgebiet entwickelt, wo man viele Tierarten beobachten kann.

Wer mit dem PKW anreist, könnte den Parkplatz am neuen Cafe Extrablatt, Lanfermannfähre 118, nutzen. Über die Obere Aue und dem Staussebogen kommt man an der See Bar vorbei. und erreicht die Geologische Wand. Über die Kampmannbrücke geht es auf der Kupferdreher Seite wieder in Richtung Baldeneysee. Wer sich bis hierher noch nicht gestärkt hat, kann im alten Bahnhof Kupferdreh im Lukas einkehren, oder nutzt das Restaurant Gleis 2 am Baldeneysee. Vom Bahnhof Kupferdreh kann man in den Sommermonaten mit einem der historischen Züge der Hespertalbahn zum Haus Scheppen fahren. Manchmal auch noch richtig unter Dampf.

Über die alte Eisenbahnbrücke erreichen wir wieder die Heisinger Seite mit dem Vogelschutzgebiet. Entlang der Ruhr, vorbei an den Nestern der Graureiher und der Kormoran Kolonie, erreichen wir schließlich wieder das Cafe Extrablatt.