Harpener Teiche

Harpener Teiche oder Werner Teiche – nach den beiden Bochumer Stadtteilen sind die Gewässer an der Grenze zu Dortmund benannt.

Harpener Teiche
Harpener Teiche

Wenn man einen der Parkplätze am Einkaufszentrum „Ruhr-Park“ nutzt gelangt man in kürzester Zeit an einen der Teiche, – eigentlich müßte man „See“ sagen, für einen Teich sind sie meiner Meinung nach doch schon ziemlich groß – wo es schon einmal ein wenig „streng“ riechen kann.

Das Wasser ist türkisfarben gefärbt. Der Grund für diese Eigenschaften eröffnet sich dem Wanderer nach ein paar Metern. Hier ergießt sich das Wasser, welches aus 500 Metern Tiefe empor gepumpt wird, in den ersten Teich. Obwohl das Grubenwasser, um das es sich hier handelt, mit Wasserstoffperoxid versetzt ist, riecht es hier manchmal nach faulen Eiern.

Harpener Teiche

Im Haushalt ist Wasserstoffperoxid ein beliebtes Reinigungsmittel. Wasserstoffperoxid ist antibakteriell und antiseptisch, es soll Gerüche beseitigen und bleicht das Wasser.

Das Grubenwasser aus den stillgelegten Bergwerken hat einen höheren Mineralgehalt als Trinkwasser und erreicht mit einer Temperatur von 20 Grad die Teiche.

An der Einmündung müssen die Tiere und Pflanzen mit einem höheren Salzgehalt klar kommen. Dennoch ist das Ökosystem intakt. Auf der Wasseroberfläche tummeln sich Kanada- und Nilgänse mit ihrem Nachwuchs. Auch ein Blässhuhn fühlt sich wohl und aus den Bäumen hört man die vielfältigen Gesänge der Vögel.

Harpener Teiche
am zweiten Teich ist das Wasser wieder klar

Bereits am nachfolgenden Teich, den man über eine Brücke überqueren kann, ist die türkisfarbene Färbung verschwunden und man kann den Grund des Gewässers wieder sehen. Auch hier sind wieder Kanadagänse und Nilgänse mit Gösseln, wie die korrekte Bezeichnung der Gänseküken ist.

Gössel
Gössel

Schließlich queren wir eine kleine Brücke in der Nähe des Bahndamms. Unter uns fließt das Wasser weiter in Richtung Ruhr. Rechter Hand liegen Pferde im Gras und auf der anderen Seite wurde der Acker frisch gepflügt.

Über uns zieht ein Mäusebussard seine Kreise. In Richtung zum Parkplatz begleiten uns Feldraine mit vielen Feldblumen. Hier wurde ein korrekter Feldsaum angelegt.

Über den Parkplatz der Medi Therme bewegen uns wieder auf den Ruhr Park zu.

Rotkehlchen
Harpener Teiche - Pferde

Der Wanderweg furch dieses schöne Gebiet, das uns bisher noch nicht bekannt war hatte eine Länge von knapp fünf Kilometern.

Kunst am Mast

Landwirtschaftsform

Landwirtschaftsform Dreifelderwirtschaft – Entwicklung der Landwirtschaft vom 18. Jahrhundert bis heute.

Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts gab es die Dreifelderwirtschaft. In dieser Landwirtschaftsform blieb ein Drittel des Ackerbestandes ein Jahr lang als Brache vom Anbau befreit. Bei der Dreifelderwirtschaft wird das Ackerland eines Dorfs  dreigeteilt. Auf einem Feld wird Wintergetreide, auf einem anderen Sommergetreide angebaut, das dritte bleibt ungenutzt (Brache). Auf diese Weise sollte sich der Boden erholen und mehr Ertrag geschaffen werden.

Auf der Brache wuchsen einjährige Gräser und Kräuter. Auch Getreidepflanzen wuchsen, weil die Felder noch Reste der Ernte am Boden beinhalteten.

Die einzelnen Erbflächen waren durch Bäume, Büschen und Hecken begrenzt. Teilweise wurde das Holz für den Hof benötigt. Angepflanzt wurden regionale Nutzpflanzen. Für die Arbeiten auf den Feldern wurden Ochsen und Pferde eingesetzt. Zwischen Roggen, Gerste und Weizen wuchsen Wildkräuter. Die Felder waren so ein Garant für die Artenvielfalt.

Landwirtschaftsform
pixabay

Landwirtschaftsform – Vierfelderwirtschaft

Zur Mitte des 18. Jahrhunderts wandelte sich die Landschaftsform in eine Vierfelderwirtschaft. Auch der Anbau wandelte sich. Auf der Brache wurden nun Feldfrüchte wie Rüben gesetzt und Klee angebaut, sogenannte Gründungspflanzen. Flächen wurden mit Pumpen entwässert. Man schaffte auf die Weise eine zweite Getreidephase. Die Abgrenzung der Felder bestand nur noch aus Brombeerhecken, Wildrosen oder Weißdornhecken.

Die Brachen suchten Kiebitz, Feldlerche und Wachtel nun vergebens. Lediglich Grasmücken, Würger und Ammern profitierten von den Hecken, Watvögel und Rallen konnten nicht mehr existieren.

Landwirtschaftsform – die Chemie nimmt Einzug

1840 wies der Chemiker Justus von Liebig die wachstumsfördernde Eigenschaft von Phosphaten, Stickstoff und Kalium nach. Nun kommen auf den Feldern mineralische Dünger zum Einsatz. Guano, Vogeldung der Seevögel, wird importiert und die wirtschaftliche Produktion steigt um 90 Prozent.

1908 erfindet der Chemiker Fritz Haber die katalytische Ammoniak-Synthese. Aufbauend auf diese Erfindung schafft Carl Bosch mit dem Haber-Bosch-Verfahren eine preisgünstiges Verfahren zur Herstellung synthetischer Düngemittel.

Anstelle von Pferd und Ochse treten nun Traktoren und andere Maschinen zur Erledigung der Feldarbeiten. Die Grundlage für die intensive Landwirtschaft ist geschaffen. Die schnelle Entwicklung in Deutschland wird aber durch den ersten Weltkrieg zunächst verhindert.

Landwirtschaftsform – industrielle Landwirtschaft

Zu den wichtigsten Zielen der Nationalsozialisten im dritten Reich gehört eine autarke Landwirtschaft. Deshalb kommt es bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges zu einer stark ansteigenden Mechanisierung der Landwirtschaft.

Der Sperling wird als Feind der Landwirtschaft auserkoren, weil er die Saat frißt. Die „Schlacht“ gegen den Sperling geht allerdings durch den Kriegsausbruch „verloren“. Wenn man die Folgen eines Krieges gegen die Vögel sehen will, muß man einen Blick nach China werfen, wo Mao Zedong bereits einmal einen derartigen Feldzug durchführte. Die Folge waren unzählige Tote durch Unterversorgung.

Die Erzeugungsschlacht wird durch die drastische Entwässerung von Mooren, Sümpfen und Marschen an den Küsten, zur Landgewinnung für die Landwirtschaft, forciert. Hecken, Bäume, Sträucher sind nun verschwunden. Die Grundlage für das Leben der Feldvögel verschwindet. Leidtragende sind im Besonderen der Kiebitz und die Wartvögel

Landwirtschaftsform und Agrarchemie

Mit dem Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden beginnt Mitte der 1950er Jahre der Einfluß der Agrarchemie auf die Landwirtschaft. Herbizide werden zur Vernichtung der Wildkräuter eingesetzt, Roundup – Glyphosat wird in Mengen auf das abgeerntete Feld aufgebracht um auch die letzten Pflanzen zu vernichten, bevor das Land neu bewirtschaftet wird. Insektizide töten Raupen und andere Insekten. Fungizide werden gegen Pilze eingesetzt und Molluskizide gegen Schnecken.

Landwirtschaftsform
pixabay jplenio

Für Feldvögel und Insekten beginnt ein massenhaftes Artensterben. In gleichem Maße wie die Arten sterben, verlieren auch kleine landwirtschaftliche Betriebe ihre Existenz. Die Zahl der Traktoren steigt von 1949 – 1975 auf 1,2 Millionen. In gleicher Größenordnung steigt auch die Zahl der Mähmaschinen und Sämaschinen. Viehzucht erfolg nahezu ausschließlich in riesigen Ställen – Massentierhaltung entsteht. Dadurch wird eine Unmenge an Gülle erzeugt die die Äcker überschwemmen. Gülletourismus ist ein beflügeltes Wort. Die Sorge um das Grundwasser und die Vergiftung der Gewässer durch Gülle nimmt stark zu.

Flurbereinigung

Bereits 1953 wird zur Verbesserung der Prouktivität und der Arbeitsbedingungen in der Forst- und Landwirtschaft ein Gesetz zur „Regelung von ländlichem Grundbesitz durch Maßnahmen nach dem Flurbereinigungsgesetz“ verabschiedet.

Ein Viertel der westeuropäischen Landwirtschaftsflächen waren 1963 davon betroffen. Kleine Flurstücke wurden zu großen Stücken zusammengeführt.

1976 wurde das Gesetz novelliert und erhält den Passus „Sicherung und Erhaltung des gewachsenen Landschaftsbild und der ökologischen Gesamtverhältnisse im jeweiligen Gebiet.“

Weder die Politik noch die Landwirtschaft scheint diesen Absatz jedoch wirklich ernsthaft in Betracht zu ziehen. Alleine in Schleswig Holstein verschwanden in den ersten Jahren der Flurbereinigung 30.000 Kilometer Wallhecken. Auf einem Flurstück von 250 Hektar blieben von ursprünglich 95 Kilometer langen Hecken lediglich 6 Kilometer. Da kann man wohl kaum von einem ökologischen Gesamtverhältnis reden.

Die Entwicklung der Landwirtschaft darf nicht auf diesem Weg weitergehen. Es ist an der Zeit sich zu Besinnen. Es ist gut das mittlerweile wieder mit der Bewässerung von ehemaligen Mooren begonnen wurde. Auch wenn die Bio-Betriebe an Zahl zunehmen, beträgt der Anteil an der gesamten lanwirtschaftlichen Fläche gerade mal 7 Prozent. Man kann nicht weiter zu sehen wie die Insekten und Feldvögel veschwinden. Irgendwann ist ein Punkt erreicht an dem ein Zurück nicht mehr möglich ist.

Die EU muß die Förderung und den Einsatz finanzieller Mittel neu überdenken und die Anteile an nachhaltige Betriebe stärker fördern. Zum Wohle der Tiere muß auch dem Verbraucher verdeutlicht werden, dass die Fleischpreise auf dem ständig unglaublich niedrigen Preisniveau nicht zu halten sind.

Auch den kleineren landwirtschaftlichen Betrieben muß es möglich sein von ihrer Arbeit leben zu können, dafür muß auch ein fairer Handel möglich sein in dem nicht die großen Discounter die Preise diktieren.

Quellen: wikipedia/Vogelwelt im WandelDaniel Lingenhohl

Bernhard Weßling

Bernhard Weßling –der Ruf der Kraniche – Expeditionen in eine geheimnisvolle Welt, ein Buch erschienen im Goldmann Verlag.

Der Autor beschreibt das Leben der Kraniche in anschaulicher Weise. Was zunächst wie ein Hobby begann, wurde zur intensiven Beschäftigung und Erforschung dieser wunderbaren Vögeln die auf eine Evolutionsgeschichte von 60 Millionen Jahre zurück geht.

Die Beobachtung der Kraniche, auch gemeinsam mit seinem Sohn, begann vor dreißig Jahren nördlich von Hamburg im Duvenstedter und Hansdorfer Brook.

Der unbändige Wille zu erfahren ob es sich immer um die gleichen Paare handelt und mehr über diese prachtvollen Vögel zu erfahren, bringt ihn auf die Idee, die Rufe bioakustisch zu registrieren und es gelingt ihm tatsächlich die Kommunikation zwischen den Tieren zu erkennen und ihre Stimmen zu analysieren.

So wird er international gefordert, bei den Versuchen die unterschiedlichen Kranich Arten zu erhalten. Unbeschreiblich die Schilderung der Strapazen um Aufnahmen von Kranichen in der Wildnis zu bekommen, um diese für Aufzuchten einsetzen zu können. Seine Studien und Aufgaben führen ihn unter anderem nach Kanada, China und sogar in die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea

Vieles was man früher von diesen Vögeln nicht wußte oder aber falsch deutete ist Dank der Arbeit und Forschung von Bernhard Weßling heute zu korrigieren oder zu vermerken. So ist es in keiner Weise so, dass Kraniche nur monogam leben. Der Leser des Buches kann sich darauf freuen viele interessante Eigenschaften der Kraniche zu erfahren.

Wenn der Autor über seine Erlebnisse spricht, über Niederlage und Erfolge wird man automatisch mit in seine Gefühlswelt gezogen und man spürt förmlich die Freude über neue Entdeckungen.

Erlebnisse

Erlebnisse auf unseren Wanderungen und Beobachtungen gab es natürlich immer wieder und einige möchte ich hier einmal zum Besten geben

Nette Anwohner

Wir wollten das Venner Moor erkunden. Ich hatte in einem Bericht über dieses Moor gelesen , das südlich von Münster liegt. Es handelt sich um ein ehemaliges Hochmoor, das entwässert und jetzt wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgeführt wird .

Wir müssen wohl den Wanderparkplatz verpasst haben und biegen in eine kleine Seitenstraße ab um zu drehen. Vor einem Gebäude ist ein Schotterstreifen auf dem ich anhalte um auf der Karte den Wanderparkplatz zu suchen. Im Rückspiegel sehe ich dann die Dame des Hauses nahen, bewaffnet mit einer Harke.

Na ja denke ich, wir wollen den Platz hier ja nicht zum Parken nutzen und sage Ruth sie möge doch aussteigen um es ihr zu erklären. Gleichzeitig hält gegenüber ein PKW mit Anhänger. Der Fahrer steigt aus und kommt auch auf uns zu, wohl der Herr des Hauses.

Ruth erklärt kurz das wir eigentlich nur den Wanderparkplatz suchen. „Ach, das ist gut, normaler Weise könnten sie ruhig hier parken, aber wir wollen gerade den Schotterplatz umarbeiten.“ ist die freundliche Reaktion der netten Anwohner und sie erklären uns den Weg zu unserem gesuchten Parkplatz. Als sie hören das wir ins Moor wollen, werden wir gefragt ob wir denn Mückenspray dabei hätten. Ja , das haben wir tatsächlich vergessen und weil wir verneinen, bietet die gute Frau uns an ein paar Zwiebeln aus dem Haus zu holen, um uns damit einzureiben. Wir haben lachend abgelehnt, hätten es aber, wie wir später feststellen, besser annehmen sollen.

Erlebnisse im Regen

Als wir die Rieselfelder in Münster erreichen, zieht sich der Himmel immer mehr zu. Bereits auf dem ersten Weg durch die Felder setzt der Regen ein und wird immer stärker. Viele Möglichkeiten Schutz zu suchen gibt es hier nicht. Vor uns nähert sich eine Wandergruppe die offenbar auch vor dem Regen die Flucht ergreifen will. Plötzlich bleiben alle stehen und wir sehen auch bald den Grund dafür.

Mitten auf dem Weg vergnügen sich spielend zwei Wiesel und weil auch wir so etwas noch nicht beobachtet haben, bleiben auch wir stehen. der Regen spielt in diesem Augenblick keine Rolle mehr. Wir sind dann auch ziemlich durchnässt, als der Weg wieder frei wird und in der Ferne wird es auch wieder heller.

Erlebnisse in Corona – Zeiten

Wir wollen die Flamingos im Zwillbrocker Venn beobachten, der einzigen Stelle, wo man in Deutschland frei lebende Flamingos beobachten kann. Das Navi führt uns vom Ruhrgebiet über den nächsten Weg zum Venn und der geht leider ein Teilstück durch Holland. Das Zwillbrocker Venn liegt am Niederrhein unmittelbar an der holländischen Grenze.

Am Übergang hält uns die Polizei an, ob wir vor hätten in Holland einzukaufen oder an die holländische Küste zu fahren, beides Dinge die zu Corona Zeiten nicht gerne gesehen werden. Wir verneinen natürlich und erklären zur Vogelbeobachtung ins Zwillbrocker Venn fahren zu wollen. Das Venn ist der Polzistin offenbar nicht bekannt und das Leute an solchen Tagen irgendwelche Vögel beobachten wollen, scheint ihr auch sehr suspekt vorzukommen und etwas verdutzt sagt sie nur „na dann, gute Fahrt.“ Wir können uns ein Lachen kaum verkneifen und sehen zu das wir schnell weiterkommen.

Geld in der Hosentasche

In der Urdenbacher Kämpe, einem ehemaligen Altarm des Rhein und einer Rheinaue mit herrlichen Feuchtgebieten, begegnen wir einem anderen Fotografen. Er macht uns auf die kahlen Baumstämme im Wasser aufmerksam. In den Nisthöhlen am Baum haben sich Stare einquartiert und füttern ihre Jungen. Wir kommen ins Gespräch und tauschen uns über die diversen Beobachtungsgebiete aus die wir bisher besucht haben.

So die Eisvogelbrücke in Mülheim-Saarn oder das Zwillbrocker Venn. Letzteres ist ihm noch nicht bekannt und er freut sich von den Flamingos zu hören, die wir dort beobachtet haben. Auch hier in der Kämpe gibt es den Eisvogel. Im Wurzelwerk eines mächtigen umgestürzten Baumes hatte ein Eisvogel Nisthöhlen gebaut, wo man ihn gut beobachten konnte.

Leider hatte sich das aber wohl zu schnell herumgesprochen und es kamen unzählige Fotografen um die Vögel zu fotografieren. So viele und offensichtlich nicht mit genügend Abstand, dass die Vögel die Brutstätte aufgaben und verschwanden.

Plötzlich hören wir den Kuckuck rufen, den ersten in diesem Jahr und spontan fragt der Kollege ob wir Geld in der Hosentasche hätten, denn wenn der Kuckuck ruft und man etwas in der Tasche hat, wird sich dieses im Laufe des Jahres vermehren.

Erlebnisse mit Milan und Bussard

Bei einem anderen Besuch in der Urdenbacher Kämpe werden wir auf dem letzten Abschnitt des Wanderweges Zeugen eines tollen Schauspiels.

Die Strecke führt durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet und der Landwirt ist gerade mit der Maht beschäftigt. Während der er mit dem Traktor seine Runden über das Feld zieht freut sich der Mäusebussard über die zu Tage geförderte Beute. Allerdings bleibt er nicht lange alleine.

Ein Rotmilan möchte auch gerne etwas mithaben und die beiden Vögel beginnen sich um die fetteste Beute zu streiten. Hierbei kommen sie oft dem Traktor erheblich nahe. Die Flugkünstler kommen aber immer wieder geschickt davon und nun gesellen sich auch noch die Krähen hinzu. Fasziniert bleiben wir stehen und beobachten die Szene.

Der Rosapelikan von Büsum

Während unseres Urlaubs in Schleswig Holstein in Büsum besuchen wir natürlich die diversen Naturschutz- und Beobachtungsgebiete der Region. Bei einer Visite im Speicherkoog, unweit von Büsum, kommt plötzlich ein größerer Vogel auf uns zugeflogen. Das es keiner der üblichen Kandidaten ist, habe ich natürlich sofort erkannt. Dennoch bin ich überrascht hier einen Pelikan zu sehen. Als er vorüber geflogen ist, begeben wir uns in Richtung Küste, vielleicht können wir ihn ja am Wasser noch einmal sehen.

Hier treffen wir eine alte Dame die extra mit ihrem Sohn aus Glücksburg angereist ist, um den Pelikan zu beobachten. Ihr Sohn war vor einiger Zeit als Vogelwart im Schutzgebiet Speicherkoog tätig und sie hatten aus der Presse von dem Vogel erfahren. Da hatten wir Glück ihn ebenfalls gesehen zu haben, weil wir keine Info aus einer Zeitung hatten.

Der Wanderer von der Eisvogelbrücke

Ich stehe auf der Eisvogelbrücke in Mülheim und suche den kleinen Vogel mit der wundervollen leuchtenden blauen Farbe. Neben mir bleibt ein Tramp mit Schlapphut stehen. Er sieht etwas „heruntergekommen“ aus. Doch jetzt erkenne ich ihn. Vor einigen Jahren hatte er auf einem Parkplatz in Essen sein kleines Zelt aufgebaut. Irgendwie sind wir mit ihm ins Gespräch gekommen und erfuhren das er von Süddeutschland aus zu Fuß nach Schleswig zu seinem Bruder unterwegs ist. Ein Schicksalsschlag hatte ihn dazu bewegt diesen Marsch zu machen und eventuelle Erlöse der Kinderkrebshilfe zu spenden.

Nun treffe ich ihn also hier auf der Brücke und er erklärt mir, dass er auf dem Rückweg ist und in einer Mülheimer Zeitung ein Inserat aufgegeben hat, ob Jemand mit ihm weiter bis zum Papst nach Rom wandern will.

Ich lehne das natürlich ab – keine Zeit, ich suche ja den Eisvogel.

Erlebnisse – Bislicher Insel und der Adler

Wer zur Bislicher Insel fährt möchte neben vielen anderen interessanten Vogelarten natürlich auch den einzigen brütenden Fischadler unserer Region erleben. Neben dem Löffler und den Silberreihern ist er natürlich die Attraktion und das Hauptthema der Besucher des Beobachtungsturms. Wir haben das Glück einen Ornithologen des NABU hier zu treffen, der uns viel über die Adler vom Niederrhein erzählen kann. Seit einigen Jahren brüten sie hier an der Wasserlinie erfolgreich. Jetzt sei er aber seit zwei Tagen nicht mehr gesehen worden, was aber durchaus normal sei, da Adler große Strecken abfliegen.

In diesem Jahr 2020, werden sie aber wohl keinen Nachwuchs hervorbringen. Unbefugte ließen an der Wasserlinie ihre Hunde frei laufen und mit Bällen spielen. Daraufhin haben die empfindlichen Eltern das Nest verlassen. Die Staatsanwaltschaft wurde mit der strafrechtlichen Ermittlung beauftragt.

Die Sohle vom Ochsenmoor – Schuh Erlebnisse

Wir halten uns für einige Tage am Dümmer See auf und wollen das Ochsenmoor erkunden. Aus diesem Anlaß habe ich wieder einmal die alten Wanderschuhe aus dem Keller mitgenommen. Ich habe sie tatsächlich schon lange nicht mehr getragen, weil ich mir beim letzten Tragen im Harz auf einer Wanderung an beiden Hacken mächtige Blasen zugelegt hatte.

Nach einer halben Stunde des Weges bemerke ich beim Laufen ein seltsamen klatschendes Geräusch, es ist die Sohle, die sich an der Hacke gelöst hat. Nach weiteren zehn Minuten verabschiedet sich die Sohle komplett und ich Laufe rechtsseitig sozusagen auf der Felge. Wir setzen unseren Weg dennoch fort und erreichen unser Ziel. Auf dem Rückweg verabschiedet sich dann auch die Sohle des linken Schuh. Nun gehe ich also Profillos weiter. In einem Beobachtungsturm nisten Rauchschwalben und die Jungen machen die ersten Ausflüge. Hier erfahren wir auch vom Rotschenkel den es mit etwas Glück am Ochsenmoor zu sehen gibt.

Tatsächlich kann ich ihn einen Tag später aus dem Auto heraus wunderbar fotografieren, da er das Auto nicht als gefährlich ansieht und dieses für uns die ideale Tarnung darstellt.

unvergessliche ERlebnisse an der Mosel

Wir sind in Bernkastel – Kues, besser gesagt in Kues, Bernkastel liegt auf der anderen Moselseite. Wir wandern zum Weinfest nach Brauneberg in der nächsten Moselschleife. Brauneberg hat sich mit einer Nussbaumallee einen Namen gemacht. Diese hat für den Ort eine wichtige historische Bedeutung.

Wir genießen den Wein vor Ort und die leckeren Speisen die hier angeboten werden, wir wollen ja zurück nicht laufen, sondern mit dem Schiff fahren.

Dummer Weise ist aber Sonntag, da fahren keine Schiffe und öffentliche Verkehrsmittel gibt es auch nicht. der letzte Bus ist vor einiger Zeit abgefahren. Nun müssen wir also den ganzen Weg wieder zu Fuß zurück. Auf dem Zahnfleisch erreichen wir schließlich Bernkastel, im Bewußtsein noch den Berg auf der anderen Moselseite zu unserer Ferienwohnung hinauf zu müssen. Dort angekommen vergleichen wir die vergangene Wegstrecke mit einer Wüstenwanderung.

Die Wyker Kappe – Erlebnisse auf der Insel

Wyk auf Föhr gehört zu einem unseren beliebtesten Urlaubsziele. Während die Einen sagen “ ich hab`noch einen Koffer in Berlin“ , kann ich sagen, „ich hab´noch eine Kappe in Wyk.“ In der Nicolai Kirche habe ich bei der Besichtigung meine Kappe liegen gelassen und jedesmal wenn wir einmal wieder in Wyk sind, müssen wir nachsehen ob meine Kappe noch dort ist, was natürlich nicht der Fall ist, aber bereits zu einer Art Tradition geworden ist.

Die Insel meiner Träume – Erlebnisse am Hafen

Ein schönes Erlebnis wartete auf der Rückreise von der Nordseeinsel Borkum am Hafen. Unter den Leuten die auf das Schiff warten befindet sich auch der Borkumer Chanty Chor und der singt das schöne Lied „ die Insel meiner Träume.“ Alle Fährgäste stimmen nach und nach mit ein und nicht wenige haben Tränen in den Augen.

Rehdener Geestmoor – Erlebnisse mit KranicheN

Ein Gebiet des Diepholzer Moor ist das Rehdener Geestmoor. Dorthin fuhren wir mit einigen Fotofreunden vom Fototreff Essen um den Einflug der Kraniche auf ihre Schlafplätze zu erleben.

Im Rehdener Moor befindet sich ein hoher Beobachtungsturm auf dem die Zuschauer über mehrere Ebenen verteilt dem Schauspiel beiwohnen können. Überall gibt es Informationstafeln mit Verhaltensregeln um die Kraniche nicht zu stören. Unter Anderem auch der Hinweis nicht zu Fuß auf der Deichstraße auf die Vögel zu warten. Vorbeifahrende Autos stören die Vögel nicht.

Natürlich setzt sich irgendwann ein Unvernünftiger mit Stativ in Bewegung um genau dort seinen Posten zu beziehen. Der Mensch ist ein Herdentier und so sammeln sich bald immer mehr Leute dort, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben.

Wir können die anfliegenden Kraniche und Gänse vom Turm aus sehen und aus der Entfernung ablichten, aber wie zu erwarten drehen sie ab um einen anderen Schlafplatz aufzusuchen. Das Rehdener Schlafgebiet kommt für sie an dem Tag nicht in Frage. Leider kommt es immer wieder vor das unüberlegt und rücksichtslos gehandelt wird, nur um eventuell ein besonderes Bild zu erhaschen. Diese Leute sind in meinen Augen weder als Natur- oder Tierfotografen zu bezeichnen, noch als Tier- oder Naturschützer.

Wenn mir noch weitere Episoden einfallen, oder neue Erlebnisse auftauchen werde ich sie in diesem Blog immer weiter ergänzen, ich wünsche viel Spaß damit, so wie wir ihn hatten.

Gespinstmotte

Gespinstmotte – Knospenmotte – bei unserem so beliebten Rundgang durch die Saarner Aue in Mülheim-Ruhr bemerken wir einige Büsche und Hecken die mit feinem Gespinst überzogen sind. Von einigen Ästen hingen an dünnem Faden kleine Raupen herab. Sofort kommt der Gedanke an den Eichenprozessionsspinner auf. Aber hier handelte es sich ja nicht um Eichen und wie ich später erfahre um ein eher harmloses Gespinst.

Gespinstmotte

Die Recherche ergab das es sich um die Gespinstmotte bzw. Knospenmotte handelt. Das Insekt gehört gehört zu den Schmetterlingen und spinnt Hecken, Büsche und Bäume zu. Obstbäume die von den Raupen heimgesucht werden, müssen bereits zu Beginn des Befalls von den Raupen befreit werden, indem man sie absammelt. Ansonsten besteht die Gefahr das Obst zu verlieren.Die Raupen werden durch das Gespinst vor Fressfeinden wie Vögel und ihrem größten Gegner den Schlupfwespen und Starkregen geschützt. In aller Ruhe können sie nun die Blätter verzehren. Übrig bleiben die kahlen Äste und Stämme. Die befallenen Weiden, Pappeln, Pfaffenhütchen oder Weißdornhecken können sich aber,nachdem die Raupen sich im Juni an den Stammfuß zum Verpuppen zurückgezogen haben, beim Johannistrieb wieder erholen. Johannistrieb nennt man den zweiten Austrieb der Pflanzen.

Gespinstmotte

Die Schmetterlinge schlüpfen Anfang Juli. Die Entwicklung der Gespinstmotte kann bis zu zehn Jahre dauern. Der Klimawandel fördert aber die Voraussetzung für den Schädling, der Wärme liebt, dem aber etwas kältere Winter auch nichts ausmachen. Jedes Jahr entwickelt sich eine neue Generation Gespinstmotten. Die Gespinstmotte ist keine Gefahr für den Menschen.

Im Hoch- bis Spätsommer schlüpfen die Falter. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier ab – in Häufchen von etwa 50 Stück. Nach 3-4 Wochen schlüpfen die kleinen Räupchen. Man unterscheidet 5 Larvenstadien. Die Raupen überwintern im Larvenstadium 1 unter einem bräunlichen Schutzschild. Anfang Mai des nächsten Jahres verlassen die Junglarven dieses Schild und beginnen zu fressen.

In der Forstwirtschaft wird ein Yponomeuta-Befall, der wissenschaftliche Name der Gespinstmotte, deshalb als eine „harmlose, aber auffallende Erscheinung“ eingestuft. 

Infos aus Waldwissen

Meerbusch

Meerbusch – ist seit 1990 ein Naturschutzgebiet innerhalb des 600 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet „Strümper Busch“.

Meerbusch

„Der Meerbusch,“ wie es eigentlich korrekt heißen muß, ist ein ökologisch wertvoller Bruchwald. Ein Bruchwald ist ein in großen Teilen nasser oder gestauter Wald mit sumpfigen Elementen. „Bruch“ ist die Bezeichnung für „Feuchtgebiet“. Während ein Bruchwald dauerhaft nass ist, ist ein Sumpfwald zeitweise geflutet und ein Auwald regelmäßig überflutet.

Der Meerbusch oder auch Meerer Busch, liegt im Süden der Stadt Meerbusch und erstreckt sich über eine Fläche von 54 Hektar. Im Osten grenzt er an Büderich. Der Wanderparkplatz in Büderich ist auch unser Ausgangspunkt für den Rundweg.

Meerbusch

Hier im Osten des Meerbusch wandern wir zwischen herrlichen alten Buchen und Stieleichen in deren Kronen sich die Sonnenstrahlen brechen. Der Weg ist ein wunderbar weicher Waldboden, auf dem man wie über einen Teppich schreitet. So begeistert wie wir scheinen auch die Vögel zu sein, deren Fröhlichkeit sich im vielfachem Gesang wiederspiegelt. Nur zu sehen sind sie fast nicht, weil dichtes Laub uns an eine Sichtung hindert.

Meerbusch

Erst als wir am Mühlenbach entlang wandern, hören wir aus einer Baumhöhle das Rufen junger Buntspechte. Der Hunger ist auch bei der Brut der Spechte immer groß und da kommt ein Elternteil auch schon mit dem Schnabel voller Futter angeflogen, setzt sich auf einen Busch nahe am Baum und wartet ab. Offensichtlich fühlt er sich durch uns daran gehindert die Höhle anzufliegen, deshalb gehen wir auch schnell weiter um nicht zu stören. Da verzichtet man dann lieber einmal auf ein schönes Foto an der Nisthöhle.

Die Natur ist hier in diesem Teil geprägt von einem Erlenbruchwald und teilweise offenen Wasserflächen. Röhricht und Schilfgürtel sind zu sehen und eine große Zahl Mücken fühlt sich hier sehr wohl. Man sollte schon etwas Vorsorge treffen, wenn man hier wandert, sonst kommt das große Jucken, wie bei uns, die wir ja einmal wieder nicht ans Eincremen gedacht haben.

Nur das letzte Stück des Weges führt über einen Schotterweg und man sollte auch ein bischen auf die „Tretminen“ der Hunde achten. Es ist wohl ein beliebtes Ziel für Hundefreunde. Schade nur das die meisten Hundehalter ihre Tiere nicht anleinen, obwohl wir uns inmitten der Setzt- und Brutzeit befinden.

Nester und Nestbau

Nester – unterschiedliche Nestbauweisen ermöglichen es den Vögeln alle Lebensräume zu besetzen. Nester findet man an den Steilküsten, an glatten Baumästen und schmalen Felsenbändern, am Boden, ind Mulden und auf den höchsten Wipfeln der Bäume.

Nester bieten Schutz vor der Unbill des Klimas und der Natur, vor Kälte und Hitze. Sie schützen vor Fressfeinden und sind der Mittelpunkt im Vogellebens.

Erst die „Erfindung“ des Nestes ermöglicht es, die Brut so lange betreuen zu können, bis diese ein selbständiges Leben führen kann.

Im Verlauf der Evolution veränderte sich die Bauweise, die Bauart und die Tarnung der Nester. Immer wieder haben sie sich den Faktoren der Umwelt anpassen müssen. Das führt zu ständig neuen Bauweisen und angepasstem Nistmaterial, teilweise mit schlimmen Folgen.

So ertranken junge Störche, weil die Eltern Plastikstücke als Nistmaterial mit einbauten. Das führte dazu, dass das einfallende Regenwasser nicht mehr ablief und die Tiere im Nest ertranken. Plastik aus den Meeren wird als Baumaterial bei Seevögeln benutzt und Haubentaucher bauten bereits Nester auf Plastiktüten.

Manche Vögel kämpfen regelrecht um Standorte und Material. Konkurrenzkämpfe finden statt.

Einige entwickeln Fähigkeiten zur Gefahrenabwehr. Der Kleiber „verklebt“ das Einflugloch zu seiner Nisthöhle so weit, dass kein größerer Gegner mehr hineinpaßt.

Enten die ihr Gelege in Mulden am Boden errichten müssen sich andere Schutzmaßnahmen überlegen. Sie bespritzen ihr Gelege mit Kot um durch den üblen Geruch vom Nest abzulenken. Andere Vögel nutzen das Brüten in Kolonien, Gemeinsamkeit macht stark. Wieder andere Eltern „verleiten“ ihre Feinde indem sich sich in einiger Entfernung vom Nest lahm stellen.

Nester dienen den Vögeln aber nicht nur zur Aufzucht der Jungen. Sie sind Schlafstelle und Mittelpunkt im Sozialverhalten der Tiere.

Nester und Nestbau
Haubentaucher

Nester und Nestbau

Trauerschnäpper statten ihre Nisthöhle mit dürren Blättern, Farnblättern, Baumrinde und Flügelblättern vom Samen aus, bis eine gewisse Höhe erreicht ist. Auf diese Unterlage wird dann eine Mulde aus feinerem Material gebaut. Feine Wurzeln, Pflanzenfasern und Bast, gelegentlich auch Tierhaare werden benutzt. Wenn es während dieser Bauphase regnet wird das von den Vögeln sehr begrüßt, lässt sich doch dann das Baumaterial leichter verformen.

Forscher stellten fest, warum Stare als Nistmaterial gerne „Grünes“ benutzen. Mit dem grünen Material wollen sie das unverpaarte Weibchen anlocken.

Ein Henkelkorbnest bauen die Beutelmeisen. Ihre Nester gehören zu den beeindruckendsten der heimischen Vogelwelt. Den Standort des Nests wählt das Männchen aus und er beginnt auch mit dem Bau. Die Nester werden häufig in der Nähe der Altnester gebaut. Zu beginn der Brutsaison bauen manchmal auch beide Partner noch gemeinsam am Nest. Jahr für Jahr werden die gleichen Weiden oder Birken wie aus den Vorjahren genutzt.In einer Höhe zwischen 1 und 15 Metern wird das Nest angelegt.

Im Schilf oder über dem Wasser hängen die Nester niedriger. Je weiter die Jahreszeit voran schreitet, umso höher wird das Nest errichtet.

Die erste Bauphase erfasst die Seitenwicklung, aus der ein Ring gebaut wird. Nun entsteht eine Schaukel und anschließend ein Hängekorb. Danach wird im nächsten Bauabschnitt das Taschenstadium begonnen und endet schließlich im Endprodukt „Nest“ mit einer Röhre.

Das Material besteht aus Fasern von Hopfen und Brennnesseln, sowie Samenwolle der Pappeln und Weiden. Manchmal wird auch Baumaterial aus den alten Nestern genutzt.

Die Buchfinkin bestimmt über den Nistplatz. Sie entscheidet auch über den Brutplatz und über das Baumaterial. Die Finkin kommt mit dem Schnabel voller Baumaterial angeflogen und verharrt zunächst einige Meter vom Nest entfernt bevor sie hineinfliegt und das Nistmaterial ablegt. Mit erhobenem Kopf und Schwanz strampelt sie immer wieder mit den Beinen nach hinten und formt so die Nistmulde. Vierzig Prozent des Nistmaterials besteht aus Spinnweben, der Grundbau aus Moos und im weiteren Verlauf kommen noch Baumfasern, Holzspäne, Grasblätter und evtl. Schafwolle zum Einsatz.

Goldhähnchen Bauen Nester der Extraklasse. Die winzigen Vögel bauen ihre Nester in großer Höhe. Diese sind extrem gut getarnt. Die Nester gehören zu den bestisolierten und wärmsten der Vogelwelt. Das ist auch notwendig, weil die Nestlinge seht klein und kälteempfindlich sind. Die Nestmulde ist so dehnbar angelegt, dass sie sich immer der Größe der Nestlinge anpasst.

Sperlinge sind nicht wählerisch im Anlegen eines Nests und sehr unordentlich. Hat die Haussperlingsdame allerdings einen Partner der ihr häufig Federn bringt, dankt sie es dem fleißigen Federnsammler indem sie mehr Eier legt.

Haubentaucher bevorzugen für den Nestbau das Schilfröhricht. Sie bauen aber auch in Seebinsen und an Rohrkolbenbeständen. Auch an ins Wasser hängenden Sträucher und Bäume werden Nester angelegt. Beliebt sind auch Schwimmblattteppiche aus See- oder Teichrosen.

Da die Schwimmblattnester sich schnell zersetzen wird auch während der Brut ständig am Nest ausgebessert.

Auch für die Vögel gilt also der Sinnspruch „my home is my castle“.

teilweise Infos aus verschiedenen Heften von „der Falke“

Die Corona-Krise und die EU – Agrarpolitik

Die Corona-Krise gab Anlass zur Hoffnung auf eine Umkehr und Neugestaltung der Agrarpolitik, der Umweltpolitik und dem Naturschutz. Allen ist bewusst geworden das die Pandemie durch den achtlosen Umgang mit der Natur entstanden ist.

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie empfindlich die so gepriesene Globalität bei einer Pandemie reagiert. Grenzen wurden geschlossen, Nahrungsketten und Lieferketten unterbrochen.

Nun hat die EU die Regelungen für die Förderung von Betrieben im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) neu zu regeln, weil die bisherige Vereinbarung Ende 2020 ausläuft.

Es bestand die Hoffnung das die EU Politiker den Mut zu einer Neuregelung im Sinne der Natur und der Gesundheit aufbringen würden und Verbesserungen in einer Übergangsverordnung einbringen. NABU und BirdLife hatten den EU Abgeordneten dazu Vorschläge unterbreitet.

Der Agrarausschuß reagierte allerding völlig anders auf die Corona-Krise. Er winkte einfach alle bisherigen Regelungen für zwei weitere Jahre durch.

Die Schäden für das Ökosystem gehen daher in Form von Insektensterben und dadurch bedingter wegfallender Bestäubung weiter. Die Bodenfruchtbarkeit wird weiter ungebremst zerstört. Agrarumweltmaßnahmen werden weitere zwei Jahre nur mit einem Bruchteil der Agrarsubventionen gefördert. Das Artensterben schreitet weiter voran und die Flächensubventionierung fördert weiter die Ungleichheit in der Landwirtschaft.

Revanche

Die Revanche der Erde für die Vergehen an der Natur scheint gerade im großen Stil voran zu schreiten.

Die Häufigkeit von Epidemien und Pandemien steigt und geht mit Corvid-19 einem Höhepunkt entgegen. Entstanden durch den unkontrollierten Umgang mit Wildtieren und der Zerstörung der Umwelt. Die Erde scheint aber nicht nur Revanche an den Menschen zu nehmen.

Ein massenhaftes Sterben schreitet gerade von Rheinland Pfalz über Hessen und Thüringen bei den und anderen Singvögeln voran. Tausende Vögel sind der bisher unbekannten Infektionskrankheit zum Opfer gefallen. Bei den Blaumeisen hat das zur Folge das man bereits die Bestandsfrage stellt.

Ursache gefunden: siehe Nachtrag 1 – weiter unten im Text

Seit einigen Jahren greift das USUTU Virus bei den Amseln um sich. Jeden Sommer sterben unzählige Vögel an dem Virus, das sich von Jahr zu Jahr weiter in Richtung Norden ausbreitet. Von 2011 bis 2016 ging der Bestand an Amseln um 16 Prozent zurück. Neuerdings wurden bei Vögeln in sieben Fälle des West-Nil – Virus in Ostdeutschland entdeckt, das auch für den Menschen ansteckend ist.

Aus Asien kommt der Bsal-Pilz – auch Salamanderpest genannt. Von der Eifel über das Ruhrgebiet breitet sich die Pest aus und tötet unzählige Feuersalamander. Der Hautpilz droht den Bestand der Tiere zu vernichten.

Verheerenden Bränden in Australien, ausgelöst durch den voranschreitenden Klimawandel, fielen 1,25 Milliarden Tiere zum Opfer. Eine Fläche in der Größe von Österreich litt unter den schwersten Buschbränden die der Kontinent je erlebte. Tausende Koalas, Vögel, Kakadus und Kängurus verendeten in den Flammen. 30 Prozent der Koala Bestände sind verloren.

In den Regenwäldern des Amazonas vernichtet der Mensch die uralten Wälder. 9000 Brände wurden zum größten Teil von Menschen gelegt und breiteten sich durch die Trockenheit schnell aus. Es starben tausende Säugetiere, seltene Arten, Amphibien und Vögel. Das ist alles sicher nicht die Revanche der Erde an die tierischen Bewohner, es ist die Revanche an den Menschen, unter der nun als Folge auch die Tiere leiden müssen.

Um uns herum stirbt die Natur. Aus dem Blickwinkel geraten sind dabei die weiterhin existierende Schweinepest und die Vogelgrippe. Die Vernichtung der Ressourcen und die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen sorgten für das große Insektensterben. Die Lebensgrundlage der Feldvögel wurde zerstört und 70 – 90 Prozent dieser Arten sind bereits verschwunden. Massenhafter Zufluß von Gülle, die über die Flüsse die Ostsee erreichen, sorgen dafür das ganze Bereiche der Ostsee bereits tot sind. Dort existiert kein Leben mehr.

Die Reihe der menschgemachten Zerstörungen kann noch lange fortgesetzt werden. Die Überfischung der Meere, die Massentierhaltung, Austrocknung der Moore zu Gunsten der Landwirtschaft, Vernichtung alter Wälder für die Holzwirtschaft und und und…

Gegen den Corona Virus wird durch Politik und Bevölkerung konsequent vorgegangen. Da wird sogar auf persönliche Freiheiten verzichtet, Bewegung eingeschränkt, auf Urlaubsreisen verzichtet. Plötzlich ist kaum noch ein Flugzeug am Himmel, wo sonst alle drei bis vier Minuten ein Flugzeug zu sehen war (Essen-Bredeney-Maschinen im Anflug oder Abflug von un nach Düsseldorf).

Werden wir uns künftig auch im Kampf für unser Klima, für die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder so heftig einsetzen wie gegen das Virus? Geben wir der Erde künftig keinen Anlass mehr für eine Revanche ?

Nachtrag 1 zum Meisensterben – 21.04.2020der Erreger ist ein Bakterium mit dem Namen „Suttonella Ornithocola“. Erstmals 1996 in England und Wales aufgetreten, 2018 erstmals in NRW registriert. Eine Gefährdung für Menschen und andere Tiere besteht nichtDie befallenen Tiere erleiden eine Lungenentzündung und Darmerkrankungen. gem. niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Nachtrag 2April 2020 – Im Raum Basel fallen die Stadttauben vom Himmel. Auch Meisen, Enten und andere Vogelarten sterben. Als Ursache wurde die Taubenpest nachgewiesen.

Die ansteckende Krankheit verbreitet sich über die Schnabelöffnung, die Bindehaut, sowie Nasensekret und Augensekret.

Als Überträger kommen Insekten Nagetiere und auch der Mensch in Frage. Die Krankheit endet bei den Tieren fast immer mit dem Tod. Auch Menschen können sich infizieren. Symptome sind Grippeerscheinungen und Bindehautentzündungen.

Zu Beginn der Paramyxovirus-Infektion beim Vogel treten allgemeine Symptome wie Fieber, Schnupfen (Rhinitis), Bindehaut-Entzündungen und wässriger, grünlicher oder gelblicher Durchfall auf. Erkrankte Vögel wirken oft weggetreten, sind schläfrig und matt. Außerdem können Probleme beim Atmen auftreten.

Das Paramyxovirus breitet sich immer weiter im Körper des Vogels aus und befällt neben den Atemwegen auch den Verdauungstrakt, die Nieren und das zentrale Nervensystem. Die Blutgerinnung ist gestört. Dadurch entstehen kleine, punktförmige, mitunter aber auch großflächige Blutungen in den beteiligten Organen. Haben sich die Paramyxoviren im Nervensystem angesiedelt, treten Nervenstörungen auf: Der erkrankte Vogel hält zum Beispiel den Kopf schief, zittert, seine Flügel und Beine können gelähmt und die Stimme verändert sein (aus Tiermedizinportal)

Trumpismus

Trumpismus – eine Bezeichnung für die Politik eines egozentrischen Präsidenten der USA.

Eine der ersten Amtshandlungen des Präsidenten Trump war die Rücknahme der Gesundheitsreform, die sein Vorgänger Obama beschlossen hatte. Eine weitere Instanz die der „größte Präsident aller Zeiten“ auflöste war das Gremium, das eine Reaktion auf künftige Pandemien vorbereiten sollte.

Kein Wunder also das ihm jetzt seine Beschlüsse um die Ohren fliegen. Durch Corvid-19, der Epidemie, die er anfänglich mit einer normalen Grippe verglich, fielen bisher mehr als 36.000 Amerikaner zum Opfer. Mehr als 700.000 sind infiziert und mehr als 22 Millionen Menschen mussten sich innerhalb eines Monats arbeitslos melden. Die Arbeitslosigkeit steigt mit einer Rate von 3 % in der Woche.

Diese Arbeitslosen fallen in ein tiefes Loch. Nur während einer Berufstätigkeit stehen den Menschen Sozialleistungen und Sozialversicherung zu. Sie verlieren nicht nur ihr Einkommen, sondern auch die Gesundheitsversorgung und Kinderbetreuung. Für die Leistungen die ihnen während der Berufstätigkeit zustanden, müssen sie aber weiterhin bezahlen. Das Instrument der Kurzarbeit gibt es nicht, Armut ist nicht mehr aufzuhalten.

Den Unternehmern, in erster Linie den mittelständischen Unternehmen, bleibt keine andere Wahl als den Mitarbeitern zu kündigen. Die 1-wöchige Unterstützung für Betriebe und Menschen im Trumpismus hält nur sehr kurze Zeit an. Die meisten Betriebe geraten in die Insolvenz und bei einem Neubeginn nach der Krise haben sie mit Liquidität und Schulden zu kämpfen. Desweiteren haben die meisten Menschen dann bereits das Vertrauen in die Politik und in die Zukunft verloren. Der Mittelstand und die Arbeiterschaft fallen in die Armut.

Das Implodieren des Mittelstandes mit den Folgen des Vertrauensverlust in die Politik und der wirtschaftliche Untergang, wird ein Erstarken der Mittelschicht nach einem Ende der Krise verhindern. Der Trumpismus mit der mangelnden Reaktion in Krisenzeiten und der Kürzung der WHO Mittel hat als Ziel die Gewinnmaximierung der Monopolisten, die ein Wiedererstarken von Kleinbetrieben verhindern.

Die wachsende Verarmung der Bevölkerung führt zu Verunsicherung, Konkurrenzkampf und einem Anstieg des Denunziantentums. Selbst wenn Trump die nächste Wahl verliert, wird es schier unmöglich den sozialen Staat zu erneuern und ein Gesundheitssystem zu installieren, denn dafür müssten Steuern erhöht werden, was dem Großteil der Bevölkerung aber durch die entstandene Armut nicht mehr abzuverlangen ist.

Der Frust führt dann wiederum zu der Sehnsucht nach dem starken Staat, dem starken Mann, dem totalitären Staat.

Abschließend kann man sagen das der Trumpismus den reichen armen Staat geschaffen hat.

Zwillbrocker Venn

Zwillbrocker Venn – gelegen am Westrand des Münsterlandes, unmittelbar an der Niederländischen Grenze im Ortsteil Zwillbrock ist ein Teil der Gemeinde Vreden.

Die Tour startet an der Biologischen Station Zwillbrock. Hier ist der Zugang zum Rundweg um das Venn gut ausgeschildert. Gleich zu Beginn sehen wir die interessante Barockkirche St. Franziskus. Das Altarbild ist wie bei einer Theaterkulisse verschiebbar.

Der Weg durch das Zwillbrocker Venn liegt die meiste Zeit schön im Halbschatten. Zahlreiche Eichen und Birken säumen den Weg. Aus allen Ecken und Winkeln erschallt der Gesang der Vögel. Mehr als sechzig Vogelarten sind im Venn beheimatet.

Fitis

Zilpzalp, Fitis, Goldammer und viele andere Arten sind zu sehen und zu hören. Im Venn wurde ursprünglich Torf abgestochen. Später füllten sich die Senken mit Wasser. Heide, Stillgewässer , Feuchtwiesen und Moore prägen die Landschaft. Die Flachgewässer sind der ideale Lebensraum für die Flamingos. Das Zwillbrocker Venn ist die einzige Stelle wo es in Deutschland frei lebende Flamingos gibt. Auch der blaue Moorfrosch ist im März/April mit seinem Balzruf zu hören. Dafür waren wir aber wohl zu spät dran.

Zwillbrocker Venn
Goldammer

Flamingos im Zwillbrocker Venn

Zunächst siedelten sich Chile Flamingos im Venn an. Schließlich folgten europäische Rosaflamingos. Heute sind 40 Flamingos im Venn und bis Ende Mai rechnet man mit etwa 50 Tieren. Die Jungvögel kommen im Mai / Juni zur Welt und kehren nach einigen Jahren wieder in ihr Brutgebiet zurück. Die Wintermonate verbringen die Flamingos am Ijsselmeer, im Rheindelta und am Veluwemeer in den Niederlanden.

Im Hintergrund sieht man riesige Lachmöwenkolonien. 5000 Brutpaare sollen hier heimisch sein.

Zwillbrocker Venn
Flamingos

Es war unser dritter Besuch im Zwillbrocker Venn. Bei unserem ersten Besuch 2017 waren noch deutlich weniger Flamingos zu sehen und der Besuch im Jahr 2019 blieb uns in schlechter Erinnerung. Es war damals sehr heiß und die Monate vorher waren von viel Trockenheit und Dürre geprägt. Das Venn hatte kein Wasser mehr. Wo sonst die Flamingos und Möwen zu sehen war, war nichts mehr. Zudem war es die Zeit des Eichenprozessionsspinner, überall standen Warnschilder und Eichen gibt es hier sehr viele. Man war also mehr auf den eigenen Schutz bedacht, als auf die Natur zu achten. Wir hatten schon Sorge das die Flamingos für immer wegbleiben würden.

Jetzt aber, Ostern 2020 war das Bild ein völlig anderes. Feuchte Wiesen in saftigem Grün, angenehme Temperaturen, der Gesang der Vögel und die Möwen und Flamingos auf den Gewässern waren eine helle Freude. So hat man auch gerne eine der Bänke in Anspruch genommen, einen kleinen Imbiss genossen und die Seele baumeln lassen.

Auch wenn die Beobachtungs- und Aussichtstürme wegen der Corona Krise geschlossen waren, konnte man an genügenden Stellen das Treiben auf dem Wasser beobachten.

Auf der Heimfahrt schwärmten wir noch von dem schönen Tag im Zwillbrocker Venn.

Graugänse
2019 – das ausgetrocknete Venn
Zwillbrocker Venn
2017 im Zwillbrocker Venn

Ostern 2020

Ostern 2020 – herrliches Wetter, die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel. Bei nahezu sommerlichen Temperaturen wetteifern Amsel und Rotkehlchen mit ihrem Gesang. Da wirkt der Ruf der Buchfinken geradezu langweilig.

Es ist Mittwoch und am nächsten Tag beginnt Ostern 2020. Vor dem Discounter stehen die Leute in gewissem Abstand und warten auf die Ausgabe eines desinfizierten Einkaufswagen. Viele haben Schutzmasken auf. Einige gekaufte, aber auch viele selbst genähte Masken. Anleitungen zum selber nähen gab es im Internet viele, selbst die Feuerwehr gab eine Anleitung heraus.

Vieles ist anders in diesem Jahr. Die Szenerie die ich aus dem Auto beobachte, weil meine Frau zum Einkauf alleine in den Laden geht, wirkt bedrückend, fast unheimlich. Aber wir sind hier in keinem Horrorfilm von Stephen King, es ist Realität an Ostern 2020. Der Corona Virus, Corvid-19 , hat die Gesellschaft fest im Griff.

Wieder zu Hause begibt sich meine Frau in den kleinen Garten hinter dem Haus. Ein Rest an Arbeiten ist noch zu erledigen, der vor einigen Tagen nicht mehr geschafft wurde.

Der Leser wird nun sicher anmerken wieso der „Kerl“ da nicht hilft und auf dem Balkon sitzt. Das liegt daran das ich seit ein paar Jahren an COPD erkrankt bin, da fällt die Arbeit im Garten schwer. Auch ein Grund warum ich ich zur Risikogruppe gehöre. Vom Alter her gehören wir allerdings beide bereits in diese Kategorie.

Als letzte Tätigkeit bekommen die Vögel noch einmal Futter und die Vogeltränke wird gereinigt und mit frischem Wasser versehen.

Es ist Post im Briefkasten. Der Absender läßt auf keine gute Nachricht schließen. Stadt Essen – der Oberbürgermeister, schon überlege ich ob ich in letzter Zeit irgendwann zu schnell gefahren bin und geblitzt wurde. Es ist aber nur ein Brief den die Stadt an alle Bürger über 60 geschickt hat, um noch einmal die Verhaltensregeln aufzuführen. Seit mehreren Wochen hören wir das allerdings täglich- “ bleibt zu Hause „.

Allerdings werden ja auch Spaziergänge an der frischen Luft empfohlen um das Immunsystem zu stärken. Als COPD Patient ist die Bewegung fast schon Pflicht, um die Lunge zu erweitern. Die Hotspots in Essen, wie der Baldeneysee oder Zeche Zollverein sind uns zu belebt, da ist das Abstand halten schwierig. Der Grugapark ist geschlossen, was für viele nicht sehr logisch ist.

Deshalb fahren wir am Ostersamstag auch zum Zwillbrocker Venn um dort die Flamingos in freier Natur zu erleben.

Ostern 2020

Zwillbrock liegt unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden, am westlichsten Rand des Münsterlandes. Auf dem Weg dort hin, schickt uns das Navi ein Stück durch Holland und an der Grenze winkt uns die Polizei (deutsche Polizei) an die Seite. Was wir denn in Holland wollen, einkaufen oder an die Küste? Als ich dann antworte, dass wir im Zwillbrocker – Venn Vögel beobachten wollen, kann die Polizistin damit nichts anfangen und irgendwie macht sie einen verdutzten Eindruck als sie uns weiter winkt.

Zur Gemeinde Vreden gehört der Ortsteil Zwillbrock mit der Biologischen Station, die aber auch wegen Corona geschlossen ist, ebenso wie die Aussichts- und Beobachtungstürme im Venn.

Wenn sie einmal nach Zwillbrock fahren, wird ihnen gleich die barocke Kirche St. Franziskus am Zugang zum Rundweg durch das Venn auffallen. Ein Kuriosum befindet sich im Inneren dieser Kirche. Das Altarbild läßt sich wie eine Kulisse verschieben. Das gibt dem Küster die Möglichkeit zu den Weihnachtstagen ein anderes Altarbild anzubieten. Der Küster wird so zum Kulissenschieber.

Ostern 2020

Auch der Ostersonntag ist wieder ein richtig schöner Sommertag, mit Temperaturen um die 22 Grad. Unsere „Bochumer“ haben angerufen um gleich einmal kurz mit unserem Enkel Tom vorbei zu kommen.

Wieder eine Besonderheit an Ostern 2020. Wir stehen in der Wohnungstür und unterhalten uns mit den Kindern die im Treppenhaus stehen. Normalerweise würden wir jetzt alle zusammen in der Küche das Osteressen einnehmen. So aber wird es nur ein kurzer Besuch um sich gegenseitig ein „schönes Fest“ zu wünschen. Luisa, die Enkelin und ihre Eltern rufen wenig später an. Eigentlich wären sie jetzt im Osterurlaub auf einem Bauernhof in Niedersachsen. Dort säßen sie am Abend an dem großen Osterfeuer. Das ist nun eine kleine Feuerstelle in ihrem Garten.

So sieht die Kommunikation eben an Ostern 2020 aus. Keiner möchte Schuld haben, wenn einer der „Alten“ sich durch einen Besuch infizieren würde. So bleibt nur die Betrachtung des kleinen Osterpräsent auf dem Wohnzimmertisch und der Gedanke an bessere Tage.

Ganz schlimm ist es allerdings das wir unsere 94 jährige Mutter im Altenheim nicht besuchen können, zumal sie wegen eines Sturzes vor kurzer Zeit nicht sehr beweglich ist.

Irgendwann, wenn sich alles wieder normalisiert hat, werden wir hoffentlich alle in gemütlicher Runde beisammen sein und an die Corona-Zeit denken. Vielleicht kann man dann dieser Zeit sogar ein paar gute Dinge zuschreiben. So könnten die Verkäufer/innen ja auch künftig durch Plastik an den Kassen geschützt bleiben und das Drängen an den Kassen gibt es eventuell auch nicht mehr. Vielleicht erkennen viele auch, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit der Natur ist, um das Risiko weiterer Pandemien zu minimieren.

Bioakustik

Bioakustik – ist die Bezeichnung für die Erforschung der Tierstimmen. Das beinhaltet die Ergründung, wie die Laute organisch zustande kommen und welche Bedeutung die Lauterzeugung hat.

Wissenschaftler erforschen so die akustische Kommunikation im Tierreich und die unterschiedlichen Arten der Kommunikation untereinander.

Französische Forscher haben den Gesang des Rotkehlchens näher erforscht. Der kleine Vogel imponiert ja bereits durch sein rigorose Verteidigung des Revieres. Ich beobachte immer wieder wie er die Meisen von den Futterplätzen verjagt um dann von einem erhöhten Ast herab laut seinen Gesang erschallen zu lassen. Nach dem Motto „habe ich mich einmal wieder durchgesetzt“.

Bioakustik

Bei der Analyse der verschiedenen Gesänge konnten die Forscher durch die Bioakustik feststellen, welche Bedeutung die verschiedenen Rufe des Rotkehlchen haben. Dringt ein anderer Vogel in sein Revier ein, bedeutet der erste Ruf etwa „ich bin ein Rotkehlchen“, weiter geht es mit „ich bin aus der Gruppe…“ und ich spreche den Dialekt aus der Region….“- der letzte Gesang erklärt dann seine Stimmungslage „Achtung, ich bin gerade nicht gut drauf…“.

Durch die Bioakustik konnten die Forscher auch feststellen das die alten Vögel, in erster Linie die Männchen, den jungen Vögeln den Gesang erst beibringen müssen, bis diese ihn auch beherrschen. Im Versuch wurden junge Vögel gehalten, die keinen Gesang zu hören bekamen. Als adulte Vögel waren diese nicht in der Lage zu singen.

Manche Vögel besingen bereits das Gelege im Nest, in etwa so wie Menschen ja auch bereits mit dem ungeborenen Kind sprechen oder ihm Musik vorspielen.

Bioakustik erbrachte bei Fledermäusen ein sensationelles Ergebnis. Man fand heraus das Fledermäuse sich untereinander verständigen, wenn es zu eng wird und einige Fledermäuse begeben sich an eine separate Stelle um dort einen Gesang anzustimmen der dem der Vögel ähnelt, um einen Partner zu erobern.

Die Stimmen der Fledermäuse sind für den Menschen nicht hörbar und werden durch die Bioakustik hörbar und erforschbar gemacht.

Quelle: ARTE – wenn die Natur aufhorchen läßt

Felsenmeer Hemer

Felsenmeer Hemer, am nördlichen Rand des Sauerlandes gelegen, ist eines der bedeutendsten Geotope in Deutschland. Der Parkplatz Felsenmeerstadion ist ideal für den Besuch des Felsenmeeres, des Naturschutzgebietes Aplicke und des Sauerlandparks.

Felsenmeer Hemer

Ein großer Teil der Fläche ist mit einem bis zu 250 Jahre alten Waldmeister-Buchenwald bestückt. Durch das viele Totholz ist es ein ideales Gelände für Spechte. Der Grünspecht ist überall zu hören und auch Mittelspecht und Buntspecht fühlen sich hier wohl. Gleich bei unserer Ankunft kreist der Rotmilan über uns.

Felsenmeer Hemer

Ein 62 Meter langer und 2 Meter breiter Holzsteg mit Brücke führt über den südlichen Teil des Felsenmeeres und im nördlichen Teil befindet sich eine 37 Meter lange und 3 Meter breite Plattform, von der aus man in die 20 Meter tief liegende Felsenschlucht hinab sieht.

Bevor man auf die Plattform geht bietet sich noch ein Besuch im Park der Sinne an, der hier unmittelbar angrenzt. Dieserist ein Teil des Sauerlandparks, deshalb wird hier auch ein Eintrittsgeld erhoben.

Felsenmeer Hemer

Zurück im Geotop Felsenmeer erkennt man Spuren des ältesten Tiefbau von Eisenstein in NRW. Wer sich für Stalakmiten und Stalaktiten interessiert baut einen Besuch in der Heinrichshöhle mit ein.

Naturschutzgebiet Apricke – am Felsenmeer Hemer

Das Gebiet gegenüber des Felsenmeeres war zur Devon- Zeit (vor 380 Millionen Jahren) ein seichtes Meer. Tonschiefer und Kalkstein bestimmen die Bodenbeschaffenheit des Naturschutzgebietes Apricke.

Bis 2007 war das Gebiet noch ein Truppenübungsplatz. Erst dann verließen die letzten Soldaten die Region und Stadt Hemer und die NRW Stiftung erwarben das Gelände für den Naturschutz und die Naherholung.

Dülmener Wildpferde

Heckrinder, Dülmener Wildpferde, Schafe und Ziegen beweiden die Flächen. So entwickelt sich im Norden eine Heidelandschaft, im Westen entsteht Grünland und im östlichen Teil entsteht Laubwald , sowie Haferwiesen.

Am Zugang ist ein Obstgarten angelegt worden. Jurz darauf folgt ein Gebiet wo Feldlerchen zu finden sind. Im sich anschließenden bewaldeten Bereich hört man den Grünspecht und hier fliegen Hohltauben. An der ehemaligen Panzerwäsche ist ein Gelände, wo man mit Glück den Neuntöter beobachten kann.

Felsenmeer Hemer

Schließlich erreicht man eine Aussichtsplattform von der aus man einen Blick auf den Kalksteinbruch werfen kann. Nur wenige Meter weiter muß man sich entscheiden welche Richtung man an dem T-Punkt einschlägt.

Der Weg rechts führt zurück zum Parkplatz, den man dann nach einer Gesamtstrecke von 4,5 Kilometern erreicht.

Wer sich für die Richtung umgeht den Ort Apricke und hat die Chance am Fichtenwald den Fichtenkreuzschnabel und das Braunkehlchen zu sehen. Allerdings hat man dann auch einen Weg von 6,5 Kilometern zu bewältigen.

Heckrinder

Erde – es reicht !

Erde – es reicht – wenn sie zu uns spricht, wie in dem Gedicht von Hilde Philip, lobt sie uns zunächst weil wir sie gehegt, gepflegt und betreut haben. Das hat aber leider nicht allzu lange angehalten.

Wenn man bedenkt, wie der Mensch die Ressourcen der Erde über die Maßen ausgebeutet hat, wenn man bedenkt wie der Mensch die Natur zerstört hat, wenn man bedenkt wie rücksichtslos der Mensch über alles andere Leben auf dem Planeten herrscht, wie er mit Flora und Fauna umgeht, andere Lebewesen ausrottet, fragt man sich ob der Mensch überhaupt noch eine Berechtigung hat, als Gast auf dieser Erde zu existieren.

Das Gedicht schildert wie es der Erde in den letzten hundert Jahren ergangen ist. Die Erde fragt ob der Satan in den Menschen gefahren ist. Sie beklagt sich über die Ausbeutung und Verschmutzung, über Kriege, Habgier und Geiz. Die Erde schickt Stürme und Tsunamis auf die Menschen. Sie will sich revanchieren und hat noch weitere Dinge auf Lager, wenn der Mensch nicht reagiert.

Die Erde hat durchaus das Recht auf den Menschen sauer zu sein. Schließlich war die erste Folge der Industriellen Revolution der „saure Regen“.

Erde - es reicht

der saure Regen – Waldsterben 1

Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe sorgen für Verunreinigung der Atmosphäre. Schwefelhaltige, organische Stoffe werden durch Oxidation zu Schwefeldioxid. Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid lösen sich im Wolkenwasser und in Niederschlägen auf und gehen auf Wälder, Pflanzen und den Erdboden nieder.

Durch den „sauren Regen“ verlieren die Baumwipfel die Blätter. Wipfeldürre läßt die Bäume sterben. Der saure Boden sorgt dafür das die jungen Triebe am Wachstum gehindert werden. Auch die Gewässer, Flüsse, Seen und die Ozeane übersauern. Meeresbewohner, wie Muschel und Schnecken, verlieren den Schutz ihrer kalkhaltigen Schale.

In den 80er Jahren mußten dann die großen Werke ihren Rauchgasausstoß entschwefeln. Autos und Flugzeuge erhielten Vorrichtungen zur Entschwefelung.

Langsam erholten sich die Wälder, aber die Erde hatte nicht lange Zeit sich zurück zu lehnen.

Kühlmittel für Sprühdosen, Reinigungsmittel und Lösungsmittel benötigen ein Treibgas, das FCKW.

Erde – es reicht – das Ozonloch

Fluorkohlenwasserstoffe zerstören in der Atmosphäre die Ozonschicht. die die UV – Strahlen der Sonne abhalten. Der antropogene Anteil des FCKW, also der menschgemachte Anteil aus chemischen Laboren, hat einen großen Anteil am Kohlenwasserstoff in der Atmosphäre.

Schon bald entdecken Wissenschaftler ein Ozonloch über der Antarktis. In kurzer Zeit wächst das Ozonloch von anfänglich wenigen Prozenten um fünfzig Prozent auf mehrere Millionen Quadratkilometer.

Die bedrohliche Entwicklung führte zu einem Verbot von FCKW. Kohlenwasserstoff baut sich allerdings nur sehr langsam ab und Wissenschaftler rechnen erst 2050 damit, dass sich das Loch schließt.

Die Veränderung der Ozonschicht mit den steigenden CO² Werten und Treibhausgasen haben auch mit dem Klimawandel und der Veränderung des Jetstreams zu tun.

der Jetstream

Die Erwärmung der Arktis verändert die Temperaturdifferenz zum gemäßigten Äquator. Der sogenannte Polar-Front-Jetstram hat eine Stärke von 535 km/h. Ein Grund das Flugzeuge auf dem Flug von Amerika nach Europa ein bis zwei Stunden schneller sind, als in umgekehrter Richtung.

Die Erwärmung der Arktis führt dazu das der Jetstream nicht mehr stets seine gewohnte Bahn parallel zum Äquator einhält, sondern auch in großen Wellen das Hoch und Tief lenkt. Die Verlangsamung führt auch dazu, dass Extremwetter immer öfter und länger anhaltend vorkommen.

Erde – es reicht -der Klimawandel

Das größte Problem für Mutter Erde ist der menschgemachte Klimawandel. Der afrikanische Kontinent leidet bereits seit Jahren unter kriegerischen Auseinandersetzungen, wie auch der Nahe Osten. Hinzu kommt eine extreme Dürre mit Hungersnot und die Ausbeutung durch andere Mächte. Ausbleibende Niederschläge nehmen den Menschen ihre Lebensgrundlage. Die Folge sind Ströme von Flüchtigen.

In Südamerika, aber auch in Europa, wird der Regenwald systematisch vernichtet um Raum für intensive Landwirtschaft zu schaffen. Der größte natürliche CO² Speicher wird vernichtet. In Deutschland und Polen werden die Ressourcen durch den Braunkohletageabbau zerstört. Die alten Moore wurden entwässert um der Landwirtschaft zugeführt zu werden. Die Moore hatten eine Speicherkapazität in der gleichen Größe wie der Wald.

Die Grünen kämpfen seit Jahren gegen den Klimawandel und erhalten immer mehr Zustimmung. Aber auch populistische Parteien werden größer. Friday for Future setzt sich weltweit für eine bessere Zukunft der Jugend ein. In Deutschland retten Demonstranten den Hambacher Forst und das Ende der Braunkohle wird beschlossen. Erneuerbare Energien sollen eingesetzt und gefördert werden. Dennoch steigt der CO² Wert in der Atmosphäre weiter an.

Extremwetter ist kein Fremdwort mehr. Starkregen, extremer Schneefall, Überschwemmungen und Orkane kommen ständig vor.

Erde – es reicht – Waldsterben 2

Auch in Deutschland zeigt der Klimawandel Spuren. Die Fichten-Plantagen werden in noch nie gewesenem Maße vom Borkenkäfer befallen. Ein neues Waldsterben hat begonnen. Die Waldwirtschaft fordert Hilfen vom Staat, wie auch die Landwirte wegen ausgefallener Ernten durch Trockenheit Hilfen fordern. Das es in der Vergangenheit einer falschen Holzwirtschaft zu verdanken ist, dass die Fichten sterben wird nicht eingesehen.

Landwirte blockieren mit Traktoren Autobahnen und Landstraßen um gegen eine Gülleverordnung zu protestieren, die die Vergiftung des Grundwassers durch Nitrat verhindern soll. Die intensive Landwirtschaft benötigt nach ihrer Ansicht eine Unmenge an Gülle-Dünger, der aus der Massentierhaltung die Felder überschwemmt.

In den letzten Jahren nahmen die Großbetriebe drastisch zu. Das Sterben der kleinen Höfe nahm in gleichem Maße zu wie das Artensterben der Tiere, die ländliche Flächen zum Überleben brauchen. Ein Insektensterben von 80 Prozent kann die Landwirte nicht überzeugen ihre Produktion zu ändern. Nur wenige haben den Ernst der Lage verstanden und verändern etwas. Dringend wird die EU aufgefordert ihre Förderungen der intensiven Landwirtschaft zu überdenken und den biologischen Anbau stärker zu Fördern.

Erde – es reicht – Umweltzerstörung und Viren

Zur Zeit wird die Menscheit von einer neuen Geissel heimgesucht. Corvid-19 heißt ein Virus der bereits tausende Todesopfer weltweit gefordert hat. Entstanden durch die Übertragung von einem exotischen Tier auf den Menschen auf einem Nässemarkt in China, wo unbekannte exotische Tiere und Pflanzen auf engstem Raum mit den Menschen in Verbindung kommen. Die chinesische Regierung hat vor kurzer Zeit den Handel und Konsum mit Wildtieren verboten. Leider liest man genau am heutigen Tag (31.03.2010) das die Regierung jetzt als Heilmittel gegen das Corona Virus Gallensaft aus der Galle von Bären empfiehlt. Der Lernprozess scheint also nur von kurzer Dauer gewesen zu sein.

Auch das eine Folge der Umweltzersörung. Immer häufiger kommt der Mensch durch Vernichtung von Ökosytemen mit fremdartigen Tieren und Pflanzen in Berührung, wodurch die Gefahr von Pandemien ständig wächst.

Am Ende des Gedichts „die Erde spricht“ heißt es:

Ich kann es noch viel ärger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!

Hört Menschen, was die Erde spricht! denn ihr braucht sie – doch sie euch nicht.

Corona Virus

Corona Virus – Pandemien und Artenverlust – besteht da ein Zusammenhang ?

Hat die Zerstörung unserer Umwelt, die Zerstörung von Ökosystemen und der Klimawandel einen Einfluß auf durch Viren entstehende Katastrophen, wie es zur Zeit durch das Corona Virus der Fall ist ?

Dr. Enric Sala, ein Forscher von National Geographic, der sich aktiv mit Exploration (Erkundung von Lagerstätten und Abbaumöglichkeiten für erschöpfliche Ressourcen) , Forschung und Kommunikation beschäftigt, um den Schutz der Ozeane voranzutreiben, ist überzeugt das es in Zukunft mehr Krankheiten geben wird. Das Abholzen und die Zerstörung der Natur, das Fangen von Wildtieren zur Nutzung als Haustiere, als Nahrung oder Medizin wird neu Krankheiten mit sich bringen.

Bereits jetzt fordert Covid-19 tausende Tote.

COVID-19 ist die ansteckende Krankheit, die vom zuletzt entdeckten Coronavirus verursacht wird.

Experten bezeichnen dieses Coronavirus als das neuartige Coronavirus. Dies bedeutet, dass es sich um eine neue Art Coronavirus handelt, die bisher unbekannt war bzw. über den man noch nichts wusste.

IFAW – International er Tierschutz-Fonds

Der Ursprung des Virus verbreitete sich, so wird jedenfalls angenommen, von einem Nassmarkt im chinesischen Wuhan.

Aus Nass- oder Feuchtmärkten entwickelten sich auch die MERS und SARS Pandemien. Chinesische Forscher gehen davon aus, dass Säugetiere, die als „schuppige Ameisenfresser“ bekannt sind, die wahrscheinliche Quelle von Corvid-19 sind. Krankheiten, die sich von Tieren auf Menschen übertragen und umgekehrt, nennt man Zoonosen. HIV und AIDS haben wohl ihre Ursache in Westafrika. Dort wurden Schimpansen gejagt, geschlachtet und verzehrt.

Corona Virus
pixabay – piro4D

Auf Nass / Feuchtmärkten sind exotische Tiere in Käfigen auf engstem Raum zu finden, wie es in der freien Natur niemals möglich wäre. Unmittelbar daneben, Meeresfrüchte und natürlich mittendrin der Mensch. Der Hunger nach Eiweiß treibt zum Verzehr wilder, unbekannter Tiere und machen uns als Ziel für Viren leicht erreichbar.

Es fehlt an Aufklärung über die Gefahren beim Konsum oder Verzehr von Wildtieren. Regulierungen sind faktisch nicht vorhanden. Erst jetzt, nach den verheerenden Folgen des Corona Virus in Wuhan, erfolgt in China ein Verbot der Zucht und des Konsums von Wildtieren auf Märkten.

Die Ebola Pandemie entstand durch Überfischung an den Küsten afrikanischer Staaten, was die Bevölkerung dazu zwang auf Buschfleisch zurück zu greifen. Dadurch verbreitete sich das Ebola Virus mit der Folge von 11.000 Toten, wobei eine hohe Dunkelziffer vermutet wird. Ursache: der Verzehr von afrikanischen Fledermäusen.

Die Zerstörung der Umwelt und die Vernichtung ganzer Ökosysteme bringt den Menschen in engen Kontakt mit der Tierwelt. Ökosysteme sind voll mit wilden Tieren, Pflanzen und Bakterien. Sie alle enthalten eizigartige Viren, die uns völlig unbekannt sind. Mit diesen unbekannten Viren setzen wir uns durch Umweltzerstörung unmittelbar aus.

Der Wissenschaftsautor David Quammen schrieb bereits 2012 in seinem Bestseller „Spillover, der tierische Ursprung weltweiter Seuchen“ das die nächste Pandemie vom Tier auf den Menschen übertragen wird.

David Quammen vergleicht das Geschehen mit dem Abriß einer Scheune . Durch den Abriß entsteht Staub der sich in der Nachbarschaft weit verbreitet. Durch die Zerstörung des Regenwaldes werden entsprechen viele Viren aufgewirbelt und weit verbreitet. Die Viren erhalten so die Gelegenheit in den Menschen einzudringen und sich zu etablieren.

Dr. Samuel Myers, Hauptforscher am Harvard Departement of Envirement Health, erklärte gegenüber „The Independent“ : Es ist bekannt, dass fremde Tiere ein enormes Reservoir an Krankheitserregern sind, von denen wir vielen noch nicht ausgesetzt waren.

17 Prozent aller Infektionskrankheiten verursachen jährlich mehr als 700.ooo Todesfälle, mit steigendem Trend. Diese vektorübertragene Krankheiten, unter vektorübertragenen Krankheiten versteht man Infektionskrankheiten, bei denen die Erreger durch Vektoren wie z. B. Mücken oder Zecken übertragen werden, haben sich von 30 in den 1950er Jahren um das Dreifache in den 1980er Jahren vervielfältigt.

Wenn wir hoffentlich bald das Corona Virus überstanden haben, wird das Leben wieder an Fahrt aufnehmen. Werden wir aber dann auch daraus gelernt haben? Werden wir dann endlich die Einsicht gewonnen haben sorgsamer mit den Ressourcen und der Umwelt umzugehen? Werden wir den Ökosytemen mit der nötigen Ehrfurcht begegnen und sie zu schützen versuchen? Sollte uns das nicht gelingen, wird es uns in einigen Jahren wieder zu einer womöglich weit größeren Katastrophe führen.

Quellen : National Geographic, Harvard Departement of Envirement Health , Dr. Samuel Myers , David Quammen , The Independent , IFAW

 

Flugfähigkeit

Flugfähigkeit des Vogels – Beim Fliegen muss der Vogel mit drei Problemen fertig werden, sein Gewicht, dem Luftwiderstand und Luftwirbeln. Trotzdem sind die meisten Vögel ausgezeichnete Flieger. Der Auftrieb den die Flügel erzeugen befähigt die Vögel zum Fliegen. Je länger die Flügel sind und je schneller die Vorwärtsbewegung ist, desto größer ist der Auftrieb.

Die stärkere Krümmung der Oberseite gegenüber der Unterseite des Flügels bewirkt auf der Oberseite eine höhere Luftströmung. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der für den Auftrieb sorgt. Dieser Auftrieb wird durch das Flügelschlagen in Form einer „Acht“ noch verstärkt.

Kann man die Flugfähigkeit der Vögel wegen der „windschnittigen Form“ noch nachvollziehen, so waren in den 30er Jahren die Forscher noch der Meinung das die Insekten eigentlich vom Himmel fallen müßten. Die Hummel hat so gar keine aerodynamische Gegebenheiten um den recht plumpen Körper mit den kleinen Flügeln in die Luft zu hieven. Außerdem fliegt die Hummel relativ langsam, fast in Zeitlupe. Woher kommt dann der Auftrieb?

Flugfähigkeit der Insekten

Der Forscher Charles Ellington fand bei Versuchen im Windkanal heraus das über dem Vorderende der Flügel ein Tornado ähnlicher wirbelnder Aufstrom erzeugt wird, der die Flügel in die Höhe saugt. Ein derartiges Prinzip ist auch in der Luftfahrt bekannt, dort aber nicht gerne gesehen, weil es zu Abstürzen führen kann.

Die Hummel aber stürzt nie ab. Die Lösung dieser Frage bestand in der Beweglichkeit der Flügel. Auch der Flügelschlag der Insekten bildet wie bei den Vögeln eine „Acht“. Zu Beginn und am Ende dieser „Acht“ entstehen Auftriebskräfte. Insekten sind zudem in der Lage verbleibende Restenergie aus den Luftverwirbelungen für den Vor- und Auftrieb zu nutzen.

Charles Ellington verstarb im Juli 2019. Er revolutionierte in seinem Schaffen die das Verständnis um den Insektenflug.

Mythologie und Vogel

Mythologie – der freie Flug des Vogels mit seinen herrlichen Schwingen hatte schon immer eine besondere Faszination für den Menschen. So ist es nicht erstaunlich das in der Mythologie vieles zu finden ist was sich um den Vogel rankt.

Bereits der Gott Odin hatte die Gabe sich in einen Raben zu verwandeln und um über die Geschehnisse in der Welt informiert zu sein schickte er seine beiden Raben Munin und Hugin hinaus um ihm zu berichten.

Auch die Germanen verehrten den Raben als Göttervogel, der den Ausgang einer Schlacht bereits vorher wußte. In der Folgezeit galt er als „Galgenvogel“ wegen seiner Vorliebe zu Aas und das Christentum sah in ihm einen Vorboten für Tod und Pest.

Der „Benu“ wurde als göttlicher Vogel bei den Ägyptern verehrt. Er erneuerte sich jedesmal mit der aufgehenden Sonne und wurde mit der Auferstehung vom Tode und dem Gott Osiris in Verbindung gebracht. In der griechischen Mythologie entstand daraus der Phönix , der am Ende seines Lebens verbrannte um dann als Phönix aus der Asche aufzuerstehen.

Die EuleSinnbild der Weisheit, des Guten und des Bösen. Weil die Eule ihr Augenlid über den Augapfel ziehen kann wie der Mensch, gilt sie als Synonym für die Weisheit. Als Weisheitsvogel wurde sie von der Göttin Athene auserkoren. Der fast lautlose Flug der nachtaktiven Eule erzeugte bei den Menschen gewisse Ängste vor der Dunkelheit, weshalb sie auch mit Dämonen und Hexerei in Verbindung gebracht wurde.

Der wirtschaftliche Name des Specht lautet“Picus Viridis“ – der Gott Picus , Gott des Feldes und des Waldes, war mit der Nymphe Canens verheiratet, die er so sehr liebte und ihr treu ergeben war, dass er die Liebe der Kirke verschmähte. Aus Wut darüber verzauberte Kirke den Gott Picus in einen Specht, der der heilige Vogel des Mars war, mit dem Picus associiert wird. So ist der Name Picus für den Specht erklärbar.

Die nordisches Mythologie zeigt ein Bild auf dem der Adler im Wipfel des Weltenbaumes sitzt. An der Wurzel schlängelt sich die Schlange. Der Weltenbaum ist der Mittelpunkt der Welt. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde. So verbindet er den Boden mit der Unterwelt, während der Wipfel den Himmel berührt.

Der Greif stand für Klugheit und Stärke. Er war ein Mischwesen mit einem Leib des Löwen und dem Haupt eines Rabenvogels. Er war das mystische Wesen das alles Böse überwinden konnte.

Das schwarz weiße Federkleid des Storches galt als Symbol für die Unterschiedlichkeit von Männlichkeit und Weiblichkeit, Gut und Böse oder Helligkeit und Dunkelheit. Der Aberglaube befürchtet das Abbrennen eines Hauses, wenn der Storch das Nest nicht mehr annimmt. Den Namen „Seelenträger“ verdankt er dem Glauben das der Storch durch seine Beute die verlorenen und verstorbenen Seelen repräsentiert, weil er seine Beute aufnimmt und weg trägt. Im friesischen Volksglauben wandelt der Storch sich in einen Menschen und der Mensch in einen Storch.

Elster und Specht wurden von den Römern und Deutschen verehrt und der Elster schenkte man einen Strauß aus Heide und Lorbeer, der in dem Wipfel eines hohen Baumes drapiert wurde. Das war der Dank für das Geschrei der Elster, wenn ein Wolf sich nähert.

In der Böhmischen Mythologie ist der Speber in Liedern ein heiliger Vogel. Aus dem Grab eines Erschlagenen wächst eine Eiche heran, auf deren Geäst der Sperber sitzt und die Geschichte des Mordes erzählt.

Der Kuckuck galt als Prophet der sehen konnte wie lang die Zeit des Ledigseins dauern wird. Man sah ihn als Verwunschenen und als Ehebrecher oder Teufel, aber auch als Schalk der allerlei Spuk verursachte.

Der im Minnegesang verehrten Nachtigall sagt der Mythos nach das ihr Gesang totgeborene Kinder lebendig werden lasse.

Der Kranich wird in Skandinavien als „Vogel des Glücks“ bezeichnet, weil er mit seinem Erscheinen den Frühling ankündigt und damit die Zeit der Wärme, der Nahrungsvielfalt und des Lichtes anbricht. In Japan ist er das Symbol für Langlebigkeit und in China zusätzlich der Vogel der Weisheit und des Alters, sowie für das Verhältnis zwischen Vater und Sohn.

Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe, schlüpfte aus dem Ei einer Taube. In der germanischen Mythologie galt die Taube, wie auch der Kuckuck und die Elster, auch als Vogel des Todes. Man glaubte das die Taube aus dem Mund eines Sterbenden fliegt, um dessen Seele ins Jenseits zu begleiten.

Im Christentum galt die Taube als Symbol für den heiligen Geist.

Sperlinge sind Attribut des heiligen Remigius, ein Heiliger des fränkischen Volkes, und des heiligen Dominicus, weil dem heiligen Dominicus der Teufel in Gestalt eines Sperling erschien. In der griechischen Mythologie soll der Sperling ein Wesen gewesen sein, das das Rätsel des Lebens kannte und den Menschen aus dem Reich des Lebens in das Reich des Todes begleitet.

Auch in Märchen und legenden nehmen immer wieder Vögel eine führende Rolle ein.

Infos u.a. Reallexikon der Deutschen Altertümer

Totholz

Totholz wird im aufgeräumten Wirtschaftswald meistens schnell entfernt. Deshalb finden wir oft einen „aufgeräumten“ Wald vor. Als im letzten Jahr der Birkenkäfer die Fichtenwälder heimsuchte wurden in riesen Mengen Bäume gefällt, dass Totholz gestapelt und mit schwerem Gerät abtransportiert um dem Käfer den Garaus zu machen.

Mit dem schweren Gerät wurde dann zusätzlich zum Schaden der durch den Borkenkäfer entstanden war, auch noch der Boden derart verdichtet das noch mehr Schaden entstanden ist.

Totholz

Das Beispiel Bayerischer Wald hat in der Vergangenheit gezeigt das es auch anders geht. Der Nationalpark war in den 1980er und 1990er Jahren stark vom Borkenkäfer befallen und überall sah man die kahlen Baumwipfel. Die Bevölkerung regte sich bereits auf, weil die Parkverwaltung nichts unternahm. 60 Prozent der Altfichten starben und auch gesunde Bäume wurden teilweise befallen. Man sprach vom Borkenkäfer als den „Totengräber des Waldes“. Die Verwaltung blieb aber bei ihrer Linie die Natur einfach Natur sein zu lassen. Man hatte wohl erkannt, dass der Borkenkäfer lediglich seiner ihm zustehenden Aufgabe nachkommt, nämlich kranke Bäume zu befallen. Die Bäume sind allerdings nicht durch den Borkenkäfer erkrankt, sie nahmen Schaden durch den Klimawandel, die Luftverschmutzung, Bodenversauerung und Monokulturen, also alles menschgemachte Ursachen.

Das Totholz sorgte für neues Leben im Wald. Unzählige wirbellose Tiere und Pilze im Totholz sorgten durch die Zersetzung für die Nahrungs- und Lebensgrundlage eines neuen gesunden Wald. Die Menge Totholz ließ einen starkem Verbiss der jungen Triebe nicht zu. Viele neue Arten siedelten sich im neu entstehenden Urwald an. Der Borkenkäfer hatte so nicht nur für die Entstehung eines neuen gesunden Waldes mit starken Abwehrkräften gesorgt, sondern auch die Rückkehr vieler Arten. Der Bayerische Wald ist heute für seinen Artenreichtum ein Vorbild und ein Beweis dafür, dass die Natur sich selbst regeneriert, wenn man sie nur läßt.

Das Totholz fungiert als Nisthilfe für zahlreiche Arten. Er ist Trommelbaum für den Specht, Ansitzwarte und Spender für Nistmaterial für die Vögel des Waldes. In den toten Wipfeln legen Greifvögel ihre Horste an, sie bieten Platz für Nestburgen und viele unserer Vögel haben eine starke Bindung an das Totholz des Waldes. Baumläuf, Spechte, Sperling, Habicht und Meisen sind nur einige die vom Totholz profitieren.

Totholz

Selbst im Wirtschaftswald kann Totholz ein wichtiger Bestandteil für die Qualität des Bodens sein. So kann auch dieser ein Faktor für die Artenvielfalt werden.

Wilderei und Massenaussterben

WILDEREI verhindert die Wiederansiedlung gefährdeter Arten. 2017 wurden durch die Polizei 1020 Fälle von Wilderei erfaßt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die höchst Fallzahl lag 1996 bei 1502 Straftaten und hat sich bis heute bei im Schnitt 1000 Fälle im Jahr eingependelt. Viele Wilderer haben sich wie beim Wolf an das Motto der „drei S“ gehalten: Schießen, Schaufeln,Schweigen.

Im Bayerischen Wald ist die Ansiedlung des Luchses noch nicht wirklich gelungen, weil immer wieder Tiere illegal getötet werden. 2010 wurden mindestens zehn Luchse umgebracht.

Die illegalen Tötungen geschützter Arten wie Luchs, Biber, Uhu und Wolf gefährden den Nachwuchs und somit den Bestand der gefährdeten Arten.

Im Jahr 2018 befanden sich auf der „Roten Liste gefährdeter Tierarten“ 26.840 Tierarten und Organismen. Damit hat sich die Zahl der gefährdeten Tierarten und Organsimen seit dem Jahr 2000 weltweit mehr als verdoppelt.

Massenaussterben

Der IPBES – Intergovernmental Science Poilicy Platform on Biodiversity an Ecosystem Services – berichtet über das Ergebnis von 15.000 Studien und Berichten, erstellt durch 150 Wissenschaftlern und 310 Experten aus 50 Ländern zum Tema Massenaussterben.

Bis zu 1 Millionen Tiere und Pflanzenarten werden durch menschliche Einflüsse an den Rand der Ausrottung gebracht.

Gründe sind Lebensraumverluste und geänderte Landnutzung, die Jagd, die Wilderei, der Klimawandel, Umweltgifte und invasive Arten. Von den Folgen sind besonders indigene Völker und arme Bevölkerungsteile weltweit betroffen.

Viele Wissenschaftler sprechen bereits vom 6. Massenaussterben und einige sind davon überzeugt, dass wir bereits inmitten dieses Massenaussterbens sind.

das sechste Massenasussterben

Fünfmal wurde das Leben auf der Erde in den letzten 500 Millionen Jahren fast ausgeslöscht. Ursachen waren Klimawandel, extreme Eiszeit, Vulkanausbrüche und ein Meteorit.

Das Wissenschaftsmagazin „Science Advances“ berichtet von einer Studie wonach das aktuelle Aussterben mehr als hundert Mal höher als normal ist. Man geht davon aus das in einigen Menschengenerationen drei Viertel aller Tierarten ausgestorben sein werden.

Der Anteil des Menschen beruht auf Überfischung der Meere, die Intensivierung der Landwirtschaft, der nicht zu stoppende Klimawandel und die überproportionelle Aussnutzung natürlicher Ressourcen.

Deutschland verlor alleine seit den 1990er Jahren 14 Millionen Vögel, also 7 Millionen Brutpaare.

Mittlerweile muß man sich fragen welche Folgen ein Massenartenaussterben auf das Überleben der Menschheit hat. Bisher ist darauf noch keine Antwort gefunden worden.